1808 "Das Kreuz im Gebirge" - Sein erstes Ölgemälde Caspar David Friedrich

(1774-1840)

In bescheidenen Verhältnissen kam Caspar David Friedrich am 5. September 1774 im mecklenburgischen Greifswald auf die Welt. 16jährig begann er beim Universitätszeichenlehrer Quistorp eine Ausbildung zum Illustrator.

Der Lehrer prägte den jungen Maler zum einen in seiner Themenwahl, zum anderen in seiner Weltsicht entscheidend. Machte er ihn doch früh auf die Schönheit und Bedeutung der Landschaft seiner nordischen Heimat aufmerksam und brachte ihn so in Verbindung mit den philosophischen Ideen seiner Zeit, zum Beispiel mit der aufgeklärten Gefühlsfrömmigkeit oder der "nordischen Renaissance", die für Friedrich richtunggebend werden sollte.

Mit zwanzig Jahren verließ Caspar David Friedrich Greifswald zum ersten Mal und ging für vier Jahre an die Kunstakademie in Kopenhagen. Von dort zurück, ließ er sich in Dresden, dem Zentrum der Frühromantik, nieder. Hatte er bisher ausschließlich in Sepiatechnik gearbeitet, entstand 1808 in Dresden sein erstes Ölgemälde, "Das Kreuz im Gebirge". Das Bild löste eine heftige Diskussion aus, in deren Folge der junge Maler bekannt wurde und erste Erfolge durch Verkäufe und Preise erlangte. Durch die zunehmende Anerkennung seiner Arbeit gewann er neue Freunde, und auch seine finanziellen Verhältnisse besserten sich etwas.

Nach Aufenthalten auf Rügen und in Greifswald unternahm er 1810 eine längere Wanderung im Riesengebirge, die ihn zu einigen großen Bildern anregte, so zum Beispiel zu dem "Morgen im Riesengebirge". Im Jahr 1818 heiratete der eher verschlossene und melancholische 44jährige zur Überraschung seiner Freunde die um fast zwanzig Jahre jüngere Bürgerstochter Caterine Brommer.

Auch in den Jahren der Befreiungskriege, da der patriotische Sinngehalt seiner Bilder den Publikumsgeschmack traf, wurde Friedrich nie wirklich wohlhabend, obwohl er durchaus Berühmtheit erlangte. Mit dem Zurückgehen der allgemeinen patriotischen Begeisterung nach den Befreiungskriegen schadete dem Maler seine gleich bleibend nationale Einstellung eher.

Caspar David Friedrich hat stets sehr einfach gelebt und war eher menschenscheu, auch seine Heirat und seine beiden Kinder bewirkten keine Veränderungen. Mit zunehmendem Alter wurde er für seine Familie und sein Umfeld immer unzugänglicher. Seine letzten fünf Lebensjahre waren von Menschenfeindlichkeit, damit verbundener Vereinsamung und, auch bedingt durch gesundheitliche Schwierigkeiten, von wirtschaftlicher Not geprägt. Er fühlte sich in seiner Kunst unverstanden und zog sich immer mehr zurück.

Am 7. Mai 1840 starb er, nach zwei Schlaganfällen fast vollständig gelähmt, in Dresden.

Zuletzt aktualisiert: 23. September 2010, 10:53 Uhr