Ein Mann mit weißer Perücke greift zu einem Kugelstoßpendel.
Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Sachsen am Abgrund Friedrich August I. und Napoleon

Film über Friedrich August I.

Kaum ein Herrscher wechselt so oft die Seiten wie Sachsens Monarch Friedrich August I.: Vom erbitterten Gegner Napoleons wandelt er sich zu dessen engstem Verbündeten - und verliert an dessen Seite die Völkerschlacht. Winfried Glatzeder verkörpert den wankelmütigen sächsischen König, der fast die Hälfte seines Territoriums an den Erzrivalen Preußen verliert.

Ein Mann mit weißer Perücke greift zu einem Kugelstoßpendel.
Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Es ist die bis dahin größte Schlacht der Weltgeschichte - und sie findet mitten in Sachsen statt. Einer der Hauptakteure hat im Oktober 1813 längst sein Dresdner Schloss verlassen und sitzt beinahe apathisch im Keller seines Leipziger Stadthauses:

Vom Gegner zum Verbündeten

Szenenfoto: Sachsen am Abgrund - Friedrich August I. und Napoleon
Friedrich August mit Frau und Tochter am Vorabend der Völkerschlacht in seinem Leipziger Stadthaus - Spielszene Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Unfähig, Entscheidungen zu treffen, erlebt der sächsische König Friedrich August I. an der Seite Napoleons die Völkerschlacht. Ausgerechnet in dieser für Sachsen so bedeutenden Epoche sitzt mit Friedrich August I. ein äußerst wankelmütiger Monarch auf dem Thron.

Das einst so stolze Sachsen steht unter seiner Regentschaft vor dem Untergang. Kaum ein Herrscher wechselt so oft die Seiten wie Sachsens unentschlossener Monarch Friedrich August I. Vom erbitterten Gegner Napoleons wandelt er sich zu dessen engstem Verbündeten. Napoleon macht daraufhin aus dem Kurfürsten einen König.

Mit Zaudern und Zagen in die Völkerschlacht

Szenen aus "Sachsen am Abgrund - Friedrich August I. und Napoleon" in der GMD Reihe zur Geschichte Mitteldeutschlands 2013
Die Völkerschlacht 1813 - Mehr als eine halbe Million Soldaten, vier Tage erbitterter Kampf ... Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Doch als die französische Grande Armée mitsamt ihren sächsischen Hilfstruppen vernichtend geschlagen aus Russland heimwärts taumelt, will der Sachsen-König wieder die Fronten wechseln.

Er plant einen geheimen Bündnisvertrag mit Österreich, das an der Seite Russlands und Preußens gegen Napoleon kämpft. Doch es kommt anders ...

Szenen aus "Sachsen am Abgrund - Friedrich August I. und Napoleon" in der GMD Reihe zur Geschichte Mitteldeutschlands 2013
Die Bilanz: fast 100.000 Tote und Verletzte, Sachsen am Abgrund. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wie landet Friedrich August I. am Ende der Völkerschlacht auf der Verliererseite? Wie kommt es, dass der König in preußischer Gefangenschaft über die Hälfte seines Territoriums an den Erzrivalen Preußen abgeben muss?

Wie hätte Friedrich August, der bis heute den Beinamen "der Gerechte" trägt, das einst so stolze Sachsen in der ersten Liga der europäischen Mächte halten können?

Winfried Glatzeder in der Rolle des Monarchen

Winfried Glatzeder spielt den wankelmütigen Sachsenkönig in einer neuen, aufwändig produzierten Folge der MDR-Reihe zur "Geschichte Mitteldeutschlands":

Angaben zum Film: Sachsen am Abgrund: Friedrich August I. und Napoleon

Buch: André Meier
Regie: Pepe Pippig
Kamera: André Götzmann / André Böhm
Kamera Spielszenen: Torbjörn Karvang
Schnitt: Thomas Kleinwächter / Andreas Ogrzewalla


Länge: 45 min.

Erstsendung: 01.09.2013 | 20:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2015, 14:56 Uhr