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Staatsanwaltschaft Zwickau : Kinderporno-Ermittlungen gegen Zschäpe

Die Staatsanwaltschaft Zwickau hat Ende 2012 gegen die mutmaßliche rechtsextreme Terroristin Beate Zschäpe wegen des Verdachts auf Besitz kinderpornografischen Materials ermittelt. Einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Berliner Kurier" bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Dienstag. Nach ihren Angaben ist das Verfahren jedoch eingestellt worden.

Fahndungsfoto der Polizei
Beate Zschäpe

Dem Zeitungsbericht zufolge hatten Ermittler der Polizei auf einer Computer-Festplatte, die in der zerstörten Zwickauer Wohnung von Zschäpe und ihren Komplizen Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sichergestellt worden ist, kinderpornografisches Material entdeckt. Der Generalbundesanwalt habe deshalb im November 2012 die Zwickauer Staatsanwaltschaft um Hilfe bei weiteren Ermittlungen gebeten. Diese habe ihre Ermittlungen im Dezember 2012 eingestellt. Zur Begründung erklärte die Sprecherin am Dienstag, die zu erwartende Strafe falle voraussichtlich im Verhältnis zu Strafen für terroristische Taten nicht beträchtlich ins Gewicht.

Zschäpe wird Beihilfe zum Mord in zehn Fällen sowie die Mitgliedschaft in der terroristischen Vereinigung "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) vorgeworfen. Sie hatte am 4. November 2011 ihre Wohnung in der Zwickauer Frühlingsstraße in die Luft gesprengt. Wenige Stunden zuvor waren ihre Mitbewohner und mutmaßlichen Komplizen Böhnhardt und Mundlos in einem Wohnmobil in Eisenach tot aufgefunden worden. Sie haben sich nach bisherigen Ermittlungen selbst getötet, nachdem die Polizei ihnen nach einem Bankraub in Eisenach auf die Schliche gekommen war.

Zuletzt aktualisiert: 12. Februar 2013, 18:17 Uhr

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