Das Altpapier am 15. Juli 2019 Adornos Flaschenpost

Haben Journalist:innen sich zu wenig dem Rechtsradikalismus gewidmet? Annette Ramelsberger spricht über Versäumnisse und Verdrängungsmechanismen in der eigenen Arbeit und fischt damit eine Flaschenpost von Theodor W. Adorno aus dem Wasser. Gegen Verschwörungstheorien rund um die “Sea-Watch 3“ wird unermüdlich anrecherchiert. Und wie wirkt sich die Newsroomisierung der Politik auf den Journalismus aus? Ein Altpapier von Nora Frerichmann.

Teasergrafik Altpapier vom 15. Juli 2019: Flaschenpost
Bildrechte: MEDIEN360G / panthermedia

“Annette Ramelsberger, Theodor W. Adorno und Hans-Georg Maaßen stehen an einem Fluss. Ramelsberger geht ins Wasser und …“ So könnte dieses Altpapier beginnen, wenn es einer dieser Witze wäre. Da unsere Kolumne aber eher für Überlegungen in oft länglicher Form steht, statt für in einer halben Minute erzählte, knackige Pointen, beginne ich hier anders.

Der Auftritt von Annette Ramelsberger, um die es heute unter anderem gehen soll, findet auch nicht an einem Fluss, sondern in einem Café statt. Zwischen Büchern, Postkarten und Kaffeetassen hat die mehrfach ausgezeichneten (zuletzt Nannen Preis) Gerichtsreporterin der Süddeutschen Zeitung dem Blogger und Journalist Tilo Jung für seinen Kanal “Jung & Naiv“ ein umfangreiches Interview gegeben, ein Longwatch sozusagen.

Dabei geht es nicht nur um “Rechtsradikalismus & den NSU-Prozess“, wie im Titel angekündigt, sondern Ramelsberger dröselt auch die Grundlagen des Journalismus auf. Das Journalist:innen “neutral berichten“ sollen, wie Jung anbringt, sei z.B. reine Theorie:

Kein Mensch ist neutral. Jeder ist subjektiv. Man kann nur versuchen, so distanziert und so wenig subjektiv wie möglich zu berichten. Aber, dass jeder natürlich einen Fakt aus seinen eigenen Augen betrachtet und nicht aus den Augen von dem Menschen, der zwei Meter neben einem steht, ist doch klar. Das muss man nur ganz offensichtlich machen, dass alles subjektiv gefärbt ist, aber möglichst wenig.“

Das ist bei weitem keine Neuigkeit, aber deshalb nicht weniger aktuell (wie z.B. auch nebenan bei Medien360G und in diesem Altpapier).

Auch Journos irren und verdrängen

Bemerkenswert ist vor allem, dass die Journalistin es nicht bei dieser Mahnung vom hohen Ross hinab belässt, sondern sich ihrer Aussage auch in ihrer eigenen Arbeit bewusst ist. Bei ihrer Berichterstattung rund um den NSU-Prozess habe sie z.B. bemerkt, dass sie “immer durchlässiger“ geworden sei. Aus anfänglicher Distanziertheit und Professionalität sei nach einiger Zeit eine gewisse Dünnhäutigkeit geworden, sagt sie rückblickend:

“Aber wenn du Jahr für Jahr, Monat für Monat die Menschen mitkriegst, die ihren Vater verloren haben, die ihren Sohn verloren haben (…), dann macht das was mit einem. Also so ein, zwei Jahre kann man das gut noch sehr distanziert berichten und irgendwann merkt man, dass das durchdringt. Nicht nur die Opfer und nicht nur die Angehörigen, sondern auch, wenn die anderen auftauchen, diese ganzen rechten Zeugen. Die, die sich dahin fläzen ins Gericht und wirklich dem Richter ins Gesicht lügen und sagen: 'Nö, ich kann mich nicht erinnern. Stell mir mal ne andere Frage.‘“

Ähnliches hat Ramelsberger auch schon mal im SZ-Podcast “Das Thema“ gesagt. Schade, dass solche Reflektionen häufig nur in Podcast und Youtube-Nischen stattfinden.

Das Interview ist auch sehenswert, weil Ramelsberger viele Stationen ihrer Arbeit Revue passieren lässt (dazu der kurze Disclaimer, dass ich den Großteil des zweistündigen Interviews gesehen habe, aber nicht jede Sekunde). Sie spricht über ihre Zeit als Korrespondentin in der DDR und den Mauerfall genauso wie über ihre Recherchen zu Rechtsextremismus in den damals neuen Bundesländern, 9/11 und die Auswirkungen des Anschlags auf den Journalismus.

Danach habe sich viel verschoben. Redaktionen hätten kaum noch auf die rechte Szene in Deutschland geachtet, sondern vor allem über Islamismus berichtet. “Im Nachhinein war das ein Fehler, weil die Rechten sind halt weiter gewachsen“, sagt sie jetzt. Zu den denkwürdigsten Aussagen Journalistin gehört auch folgendes:

“Ich hab mich zwischendurch schon immer wieder um Rechtsradikale gekümmert, das war ein Thema, das mich eigentlich schon nie losgelassen hat. Aber ich geb zu, manchmal hofft man auch, dass es etwas nicht gibt, obwohl man befürchtet, dass es es geben kann. Und diese Hoffnung trügt manchmal.“

Diese konsequente Selbstreflektion und Anerkennung der eigenen blinden Flecken bringt uns mal wieder zu der Erkenntnis: Irren ist menschlich, Verdrängung ebenso und Journalist:innen sind davon natürlich auch ein Teil. Schließlich schweben wir nicht über den Dingen.

1967 reloaded

Mit dem Interview bei “Jung & Naiv“ knüpft Ramelsberger auf fast schon gruselige Weise nahtlos an das Jahr 1967 an und fischt quasi eine Flaschenpost heraus, die Theodor W. Adorno damals losgeschickt hat. Vor 52 Jahren hielt der Philosoph und Soziologe eine Vorlesung über “Aspekte des neuen Rechtsradikalismus“, die nun wegen ihrer Neuauflage als Buch seit einiger Zeit durch Medienberichte schwirrt.

In der Frankfurter Rundschau hat Arno Widmann sich den Text genauer angeschaut, der als Buch neu aufgelegt wurde und heute erschienen ist:

“Man nimmt den mehr als 50 Jahre alten Text in die Hand und ist nach wenigen Sätzen erschrocken über die Aktualität der von Adorno herausgegriffenen Aspekte. Und mehr noch über das eigene schlechte Gedächtnis“,

schreibt Widmann. Laut Adorno haftete dem Nationalsozialismus grundsätzlich die Vorstellung an, er sei lediglich etwas Fiktives. Gerade das mache ihn so gefährlich. Die “Anhänger des Alt- und Neufaschismus“ seien “quer durch die Gesamtbevölkerung verteilt“, sagte Adorno damals. Sie seien keine Außenseiter, keine Deklassierten und Beiseitegeschobenen. Der Neofaschismus sei anders als oft vermutet eben gerade keine spezifisch kleinbürgerliche Bewegung. Widmann:

Wir lesen in unseren Zeitungen, hören in unseren Nachrichten, der Rechtsradikalismus sei 'in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen‘. Als handele es sich um eine Invasion. Adornos Analyse sah anders aus: Der Produktionsprozess selbst schaufelte die Gesellschaft um. Seine Verwerfungen zeigten sich überall. Ich formuliere es einmal so: Die Mitte war niemals nazifrei. Und schon gar nicht die Parteien der Mitte.“

Die gesellschaftlichen Voraussetzungen für den Faschismus bestünden fort, weil sich die Versprechen von Freiheit und Gleichheit in der Demokratie für viele nicht eingelöst haben. Die faschistischen Bewegungen könne man in diesem Sinn als “die Wundmale, als die Narben einer Demokratie bezeichnen, die ihrem eigenen Begriff eben doch bis heute nicht voll gerecht wird“, wird Adorno in der “Kulturzeit“ bei 3sat zitiert. Solche Hintergründe geraten in der Berichterstattung über die neue, alte Rechte zu oft in den hintersten Winkel des Hintergrunds.

In der “Kulturzeit“ gibt es auch ein Interview mit Volker Weiß. Der Historiker und Publizist hat das Nachwort des neuaufgelegten Adornos geschrieben. Und was hat das jetzt mit Journalismus und Medien zu tun? Laut Weiß sind es auch die Mechanismen der Öffentlichkeit, die zur Verbreitung und Etablierung von rechtsradikalem Gedankengut führen:

“So arbeitet die rechte Propaganda eben durchgehend. Sie muss Ängste steigern, bis sich das Publikum derartig durch diese Ängste (…) neurotisiert, dass es vom Agitator fast schon abhängig wird. Es wird süchtig nach der Steigerung dieser Ängste und das kann man heute auch schlicht und ergreifend dann in den neuen Medien sehen, wie schnell man immense Klickzahlen mit Gerüchten, mit Propaganda erreichen kann, weil es da eine Spektakelsucht gibt. Schnell, laut, spektakulär, glitzernd: Das sind die Techniken, die da abgegriffen werden und das sind natürlich auch die Routinen, die kulturellen Routinen der Massengesellschaft.“

Die DNA rechter Bewegungen wäre demnach verknüpft mit der Architektur unserer Öffentlichkeit. 

Neue, alte Abgründe

Trinken Sie erstmal einen starken Kaffee, denn fröhlicher wird’s hier heut nicht mehr. Gerüchte, Verschwörungstheorien und schlichtweg Lügen schwirren auch rund um die Ereignisse auf der “Sea-Watch 3“ durch’s Netz, z.B. wenn es um Rettungsmission unter Kapitänin Carola Rackete geht.

Bilder von den Ereignissen an Bord würden speziell deutschen Medienkonsument:innen vorenthalten, eigentlich seien nur männliche Flüchtlinge und Migranten an Bord des Schiffes gewesen, aber “die Medien“ gaukelten auch Frauen und Kinder vor. U.a. Correctiv tut sein Bestes, um dagegen anzurecherchieren und falsche Behauptungen mit Geduld zu widerlegen.

Auch die “Panorama“-Reportage zu der Rettungsmission brachte allerhand abstruse Verschwörungstheorien hervor. Die Redaktion beim NDR sah sich gestern Abend wohl gezwungen, dem etwas entgegen zu setzen und veröffentlichte einige Fakten zur Reportage. Der Ton ist teils genervt ("‘Bouri‘ ist eine libysche Bohrinsel im Mittelmeer (könnte man mit ein paar Klicks googlen)“), was angesichts der Anfeindungen gegen das Magazin (z.B. hier bei Facebook) verständlich erscheint – wenn auch nicht unbedingt “objektiv“ – womit wir dann wieder zum Anfang der Kolumne springen könnten.

Aber nein, stopp! Ein bisschen geht’s hier noch weiter: Einige Verschwörungstheoretiker sponnen sich zusammen, dass die Berichterstattung über die Rettungsmission ein “ungeheuerlicher Skandal“ sei und vielleicht sogar ein “geniales Propagandastück“, weil schlicht von vorne bis hinten inszeniert. Die Zitate stammen aus einem Text mit dem Titel “Rackete und 'Sea-Watch 3‘ – alles nur ein Fernsehspiel für ARD und 'Panorama‘?“ des Portals Journalistenwatch (Link zu einem Umfangreichen Text bei Zeit Online und im Altpapier hatten wir da auch schon einiges).

Ich wollte diesem Beitrag so wenig Aufmerksamkeit schenken wie möglich, aber eines lässt die Gründe, ihn doch zu erwähnen überwiegen. An der Verbreitung dieser Theorien beteiligte sich auch der ehemalige Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen.

Bei Twitter teilte er den Text. Mittlerweile hat Maaßen den Tweet wieder gelöscht (deshalb führt der Link zu einer gespeicherten Version in der Way Back Machine). Randbemerkung: Journalistenwatch schaltet Werbung für die rechte Bürgerorganisation Pax Europa und Palanx Europa, eine von Martin Sellner mit gegründete Kleidungs-Marke zur „Schaffung einer patriotischen Jugendkultur, die zeitgenössisch ist, aber stets verwurzelt bleibt und eine klare Botschaft transportiert“. Sellner gehört zu den Identitären, die vergangene Woche vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wurden.) mit dem Kommentar:

„Sollte dieser Bericht zutreffen, ist Panorama jedenfalls kein #Westfernsehen. (hgm)“

Ganz abgesehen von dem erneuten Gebrauch des völlig windschiefen “Westfernsehen“-Vergleichs (war vergangene Woche hier und hier im Altpapier Thema): Dass Maaßen als ehemaliger Chef des Inlandsgeheimdienstes den verschwörungstheoretischen Text eines solchen Mediums teilt, und ihm seinem Kommentar zufolge scheinbar auch noch einen Wahrheitsgehalt zubilligt, offenbart neue alte Abgründe. Der Tweet wurde mehr als 1.000 mal geteilt und etwa 2.400 mal gefaved als ich ihn heute Morgen nochmal gecheckt habe.

Altpapierkorb (Facebook-Strafe, Politik und social Media, Der Spiegel, Dänischer Rundfunk, Lanz)

+++ Nur eine Mückenstich-Strafe für Facebook? Fünf Milliarden Dollar soll der Tech-Konzern laut Wall Street Journal zahlen, wenn es einen Vergleich mit der US-Handelsbehörde FTC eingehen will. Dabei geht’s, Sie erinnern sich bestimmt, um den Cambridge-Analytica-Skandal und das massenhafte Absaugen von Daten. Ein Witz sei die Strafe trotz Facebooks extremer Finanzkraft aber nicht, kommentiert Patrick Beuth Spiegel Online: “Je nachdem, welche weiteren Auflagen nun hinzukommen, wären die fünf Milliarden Dollar ohnehin nur der symbolische Teil des Vergleichs mit der FTC. So heißt es etwa, Facebook müsse künftig möglicherweise jede ‚Entscheidung über Nutzerdaten‘ dokumentieren, wenn es ein neues Produkt auf den Markt bringen will - das wäre eine erzwungene Handbremse in einem Geschäftsumfeld, in dem Geschwindigkeit noch immer ein massiver Wettbewerbsvorteil ist.“ Und Beuth macht sich auch Gedanken über das Dilemma, in dem die FTC dabei steckt…

+++ Es sei schon immer Teil von Öffentlichkeitsarbeit gewesen, das Bild in den Medien so gut wie möglich zu kontrollieren, schreibt Mey Dudin bei epd Medien (leider bisher nicht online) über die PR-Arbeit von Parteien in eigenen sogenannten Newsrooms. Warum die Bezeichnung problematisch ist, habe ich in diesem Altpapier schon mal aufgegriffen. Dudin zitiert den Berliner Kommunikationswissenschaftler Martin Emmer: “Heute gebe es aber viel mehr Werkzeuge, um Journalisten zu umgehen und die Zielgruppe direkt zu erreichen. Dabei sei es ein Unterschied, ob die AfD diesen Weg gehe oder die CDU. Emmer, der an der Freien Universität Berlin Professor ist, betont: 'Populistischen Parteien geht es um die Frontstellung gegen einen öffentlichen Konsens.‘ Wenn aber demokratische Volksparteien sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs zurückzögen und nur noch die eigenen Anhänger über eigene Kanäle bespielten, drohe die Polarisierung der Gesellschaft.“

+++ Die Bundestagszeitung “Das Parlament“ hat laut Julian Erbersdobler in der Süddeutschen noch keinen genauen Plan, wie sie in sozialen Medien aktiv werden will. Klar ist nur, sie sollen bei der Öffentlichkeitsarbeit mehr genutzt werden: “Im Prinzip beschäftigen Biallas und sein Parlament damit jene großen Fragen, die sich jede Zeitungsredaktion sowie Unternehmen vieler anderer Branchen stellen müssen. (…) Wie transformiert man einen Laden mit 709 Abgeordneten und sechs Fraktionen? Wie macht man diesen Riesen fit für die Öffentlichkeit im Netz?“

+++ Man könnte es falsch verstehen, aber bei Hackback handelt es nicht etwa um ein Bratenrezept aus den 60er-Jahren. Hackback steht für zurückhacken und ist ein Teil der Cybersicherheits-Strategie der Bundesregierung, die Kai Biermann bei Zeit online beschreibt. Dabei führt das Wort allerdings etwas in die Irre, denn es geht nicht nur um Verteidigungsmaßnahmen: “die Pläne (…) sind eigentlich Angriffsszenarien. Deutsche Behörden sollen in fremde Rechner im In- und Ausland eindringen dürfen, sollen sie ausspähen, sie manipulieren, sie abschalten und darauf befindliche Daten löschen. Es sind gefährliche Pläne. Für Deutschland und für die Sicherheit im Internet. Sie könnten mehr Schaden als Nutzen bringen.“ Und die werden in dem Longread ausführlich beschrieben.

+++ Der Spiegel und Spiegel Online sollen ab Frühling 2020 auch äußerlich eine Einheit abgeben. Für die beiden Abteilungen Print und Online, zwischen denen lange ein tiefer Graben verlief, einigten sich die Betriebsräte im Juni über eine Fusion. Das soll nun auch mit einer gemeinsamen Dachmarke nach außen klarer gemacht werden: Auch der Web-Auftritt soll dann Der Spiegel heißten. “Ziel sei es, publizistische Heftinhalte und Online-Inhalte weiter zu verzahnen und die Markenfamilie insgesamt neu aufzusetzen“, heißt es in der Süddeutschen.

+++ Mit der BritBox soll es in Großbritannien eine neue gemeinsame Streaming-Plattform von der öffentlich-rechtlichen BBC und dem privaten ITV geben. In der taz berichtet Ralf Sotscheck.

+++ In Dänemark hat die liberal-konservative Regierung vergangenes Jahr drastische Änderungen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk Danmarks Radio (DR) beschlossen (siehe Altpapier). Im Tagesspiegel wirft nun Nantke Garrelts einen Blick auf die Entscheidung zurück, aber auch voraus auf deren Umsetzung: “Nun sind die fetten Jahre vorbei. Im Lauf des Sommers stellt DR mehrere Sendungen ein, ab dem 1. Januar 2020 wird es nur noch drei Fernsehkanäle geben. Drei Radiokanäle werden abgeschaltet.“ Ob die 2. Sparrunde, die eigentlich 2022 ansteht, ebenfalls umgesetzt wird, sei hingegen unwahrscheinlich: “Nach den Wahlen im Juni regieren die Sozialdemokraten mit der Unterstützung mehrerer linker Parteien. Der Parteienverband will mehrere Punkte des Medienvergleichs rückgängig machen. Die Schließungen und Entlassungen gehören aber nicht dazu. Denn in einem Punkt sind sich alte und neue Regierung einig: Das öffentlich-rechtliche Fernsehen muss sich fokussieren und verschlanken. Mehr Nachrichten und Kultur, mehr Kindersendungen, dafür weniger ausländische Serien, Unterhaltung und Lifestyle, außerdem weniger Sport.“ Und Parallelen zur Diskussion um die Öffis hierzulande zieht Garrelts auch noch…

+++ Kaum eine Talkshow wird so gehasst wie die von Markus Lanz. Dabei ist sie die einzige, in der die Gäste echten Gesprächen nahekommen“, schreibt Timon Karl Kaleyta in der FAS. Wenn in einer Talkshow mal ein Neuigkeitswerte entstanden sei, “weil doch mal jemand beim Denken ertappt wurde“, dann sei das zuletzt fast ausnahmslos bei Lanz der Fall gewesen. Woran das liegen könnte, analysiert Kaleyta über drei Viertel der Medienseite.

Hinweis: Ich arbeite gelegentlich für epd Medien.

Neues Altpapier gibt es am Dienstag.

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