Teasergrafik Altpapier vom 29. Juli 2019: Ein Portrait der deutschen Bloggerin Marie Sophie Hingst (blonde kurze Haare, blaue Augen). Darunter das Logo von funk.
Bildrechte: MEDIEN360G / Europaverlag

Das Altpapier am 29. Juli 2019 Sondern im Gegenteil

Nach dem Tod einer deutschen Bloggerin werden "große medienethische Fragen" gestellt, aber auch bereits entschiedene Antworten gegeben. Andere Fragen werden auch aufgeworfen: Sollten AfD-Mitglieder öffentlich-rechtliche Videoformate bekommen? Sind ARD und ZDF auf dem Weg, der HSV des Fernseh-Fußballs zu werden? Ein Altpapier von Christian Bartels.

Teasergrafik Altpapier vom 29. Juli 2019: Ein Portrait der deutschen Bloggerin Marie Sophie Hingst (blonde kurze Haare, blaue Augen). Darunter das Logo von funk.
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Marie Sophie Hingst kam in dieser Kolumne bislang nur einmal vor. Anfang Juni wurde sie im Altpaperkorb via uebermedien.de als "Fall publizistischer Täuschung, der dem Fall Relotius nahe kommt", erwähnt. Da war durch eine Recherche des Spiegel bekannt geworden, dass die deutsche, in Irland lebende Bloggerin für ihren Blog, den es online nicht mehr gibt, und weitere Gelegenheiten "eine jüdische Familiengeschichte erfunden" hatte.

Jetzt ist Hingst tot, wie zunächst durch die lange und mit einem großen Foto ihres lächelnden Gesichts illustrierten Artikel "The life and tragic death of Trinity graduate and writer Sophie Hingst" (irishtimes.com) bekannt wurde. Unter den meisten deutschen Artikeln dazu stehen Formulierungen wie "Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe?" oder "Wenn es Ihnen nicht gut geht oder Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen ...", die immer unter Artikeln stehen, in denen es eines der Themen geht, über das Medien nur dann berichten, wenn es nachrichtlich geboten ist: um Selbsttötung (z.B.: Spiegel Online, Tagesspiegel).

Besonders, weil der englischsprachige Irish Times-Bericht neben vielen Fotos aus Hingsts Leben auch viele Aussagen der nun Verstorbenen über ihre Begegnung mit Martin Doerry enthält, dem Autor des Spiegel-Berichts aus dem Juni, werden nun "große medienethische Fragen" (Laura Hertreiter, Süddeutsche) gestellt. Wie: "in welchen Fällen der Mensch, über den ein Journalist schreibt, wichtiger ist als seine Geschichte". Oder: "Wie weit geht die journalistische Pflicht zur Aufklärung?" (Tsp.). Oder, von Boris Rosenkranz im uebermedien.de-E-Mail-Newsletter formuliert: "ob es einen Weg gegeben hätte, Hingst nicht nur zu verteufeln, sondern ihr zu helfen"?

Antworten liegen auch bereits vor, nicht auf die letztgenannte Frage, aber auf die davor zitierten. Die FAZ und die taz geben sie. "Wie Claas Relotius bediente Marie Sophie Hingst bestimmte Erwartungshaltungen von Journalisten, Hörern und Lesern. Durch ihr öffentliches Auftreten machte sie sich zu einer Person der Zeitgeschichte, deren Angaben nach Überprüfung drängten", schreiben Ursula Scheer und Michael Hanfeld im Feuilleton der Frankfurter Zeitung. Und noch einen Tick entschiedener argumentiert Peter Weissenburger in der taz: Die Vorwürfe, dass der Mensch Marie Sophie Hingst in den Berichten zu wenig beachtet worden sei, träfen nicht zu. Es verhalte sich

"genau andersherum. Viel eher gibt es ein Zu-Viel von dem Mensch Sophie Hingst in dem Spiegel-Text, im Report der Irish Times und in der Debatte um den Fall."

Das sei aber auch der einzige Vorwurf, der Doerry gemacht werden könne (und der ja jedem Reporter mindestens des Spiegels gemacht werden kann). Ansonsten gebe es bei dem Thema keinen, ist Weissenburger sich sicher:

"Es wäre keine Option gewesen, weder für Doerry noch für irgendwen, eine Berichterstattung über all das einfach zu unterlassen. Die Hauptverdächtige dabei aus Rücksicht aus dieser Geschichte herauszuhalten, war wiederum auch nicht möglich. Sie stand ja mit ihren Geschichten in der Öffentlichkeit."

Und der hauptsächliche Skandal bleibe darin bestehen, dass ihre "fabrizierten Erinnerungen bei allen beteiligten Institutionen jahrelang unhinterfragt durchgekommen sind". Dass Verteufelungen, wie uebermedien.de sie anspricht, selten in eine Richtung verlaufen – sondern eher: Teufelskreis-förmig? – zeigt ein in den Artikel auf taz.de eingebundener Tweet. "Es ist infam, meinem Kollegen Martin Doerry, dessen Großmutter in Auschwitz ermordet wurde, vorzuwerfen, er habe 'grausam verantwortungslos' gehandelt, weil er es nicht hinnehmen wollte, dass #Hingst sich fälschlicherweise als Nachfahrin von Holocaust-Überlebenden ausgab ... ", twitterte ein weiterer Spiegel-Redakteur, Felix Bohr, inklusive der Belegstelle für den in einem weiteren Tweet erhobene Vorwurf.

Sich daran zu erinnern, dass hinter praktisch allen Nachrichten (auf allen Seiten) Menschen stehen, so wie auch hinter vielen Tweets, bleibt natürlich richtig und wichtig. Es muss vielleicht nicht immer durch Menschenbeschreibungs-Adjektive aus der klassischen Reporterschule betont werden.

Die Links-rechts-Konfliktlinie im Jugendangebot Funk 

Eine Frage, bei deren Beantwortung es zumindest auf die ersten Blicke schönen Pluralismus gibt: die Frage, ob es in der deutschen Medienlandschaft noch genug Pluralismus gibt. Ungefähr so vehement wie manche einen "Rechtsruck" in Gesellschaft und Medien als bekannt voraussetzen, um ihn umso entschlossener zu bekämpfen, wird auf einer anderen Seite behauptet, dass es "vom öffentlichen Fernsehen über investigative Nachrichtenmagazine bis zu grossen Tageszeitungen ... es in deutschen Medien einen neuen", nämlich grünen "Mainstream" gebe. So wie die Neue Zürcher Zeitung das formuliert hat, wird es durch viel Medien-Empörung ja mindestens so sehr bestätigt wie widerlegt.

Leider unwahrscheinlich, dass die Wahrheit einfach in der Mitte liegt. Eher dürfte sie bei der Binse liegen, dass halt alle Milieus sich mit großem Erfolg selbst bestätigen und danach streben, ihre Überzeugungskraft (zumindest auf sich selbst) noch zu erhöhen. Schon weil das durch die, von den Datenströmen abgesehen, kostenlosen Angebote der sog. soz. Medien prima geht ...

Bei Funk, also dem öffentlich-rechtlichen Jugendangebot, kommen "oft linke und grüne Positionen zu Wort". Dieser Beobachtung würde wohl niemand entschieden widersprechen. Doch bemühe Funk sich auch um "Meinungspluralismus", so wie er "in den Programmgrundsätzen öffentlich-rechtlicher Sender festgeschrieben" ist, und hat daher seine "konservative Lücke gefüllt", die lange bestanden habe. All diese Zitate stammen aus dem Artikel "Ein bisschen radikal" von der Süddeutschen-Medienseite vom Samstag. Da hat Berit Dießelkämper sich den Youtube-Kanal "Franziska Schreiber" (den es, wie alle Funk-Angebote, auch ohne Datenspenden an Datenkraken auf funk.net gibt) gründlich angesehen.

Schreiber ist – relativ – bekannt geworden als AfD-Aussteigerin, die ein entsprechendes Buch geschrieben hat und dazu in vielen der sehr vielen Formate, die die an Zahl unterschiedlicher Anbieter weiterhin sehr große deutsche Medienlandschaft zu bieten hat, häufig interviewt worden. Und seit vier Monaten sendet sie auf Funk. Dass sie, obwohl aus der AfD ausgetreten, nicht sehr links und grün steht, zeigen womöglich schon ihre Frisur und Kleidung (das müssten aber Experten für so etwas entscheiden ..). Jedenfalls zeigen es Video-Titel wie "Schluss mit linker Doppelmoral!" oder aktuell "Tierschützer wie PETA: Skrupellos und verlogen!".

Sehr viel dahinter steckt allerdings nicht, analysiert Dießelkämper scharf:

"Schreiber hält sich argumentative Schlupflöcher offen und führt immer wieder entschuldigende Floskeln an ('Man kann das natürlich alles nicht verallgemeinern'), sodass man am Ende überhaupt nicht mehr weiß, wofür sie eigentlich argumentiert. Die Themen verlaufen immer entlang der klassischen Links-rechts-Konfliktlinie, wobei sich mal für die eine und mal für die andere Seite entschieden wird. Das Ganze steht dann unter einer selbst für Youtube-Verhältnisse reißerischen Überschrift ..."

Und untendrunter, in den Kommentaren, sei zwar "die Kommentar-Hölle" los, aus der sich Schreiber aber immer schnell zurückziehen. Das kann niemand, der ein wenig die gängigen Kommentarschlachten kennt, jemandem verdenken. Doch es bleibe "Klick- und Effekthascherei". Insofern macht die Süddeutsche am Ende einen Vorschlag, der es in sich hat:

"Würde Funk sich an die eigenen Grundsätze halten, dann wäre es sehr viel konsequenter, ein aktives AfD-Mitglied vor die Kamera zu stellen – niemanden, der menschen- oder verfassungsfeindliche Dinge verbreitet, aber die Meinungsvielfaltslücke bei Funk eben wirklich füllen kann."

Was natürlich allerheftigste Diskussionen auslösen würde. Was würde Georg Restle, der mit am heftigsten gegen die AfD austeilt und kürzlich eine Morddrohung erhielt (Altpapier), dazu sagen? Im aktuellen Tagesspiegel-Interview wurde er nicht danach gefragt; da bekundet er, nicht überraschend, dass die Drohung ihn nicht überrascht habe. Andererseits, wenn der zu Pluralismus verpflichtete öffentlich-rechtliche Rundfunk in seiner sehr großen Gesamtzahl von Sendungen und Formaten einzelne etablieren würde, deren Gastgeber (oder Gastgeberinnen) offen unterschiedliche politische Meinungen vertreten und sich dann Gäste mit anderen Meinungen einladen, könnte das womöglich die erstarrten Selbstbestätigungs-Fronten beleben, die im linearen Fernsehen stets in die ermüdenden Diskussionsschleifen über die Plasberg-Show-Castings münden (und an denen sich Franziska Schreiber sich sozusagen auch abmüht ...).

Saisonstart im Fernseh-Fußball (und in der Beitrags-Debatte)

Geht es um "Kitt der Gesellschaft" geht, sprechen die  Öffentlich-Rechtlichen gerne über sich selbst oder, besonders, ihre Sportübertragungen. Zumindest können Fußballer und auch (auf Nationalteams-Ebene ja etwas erfolgreichere) Fußballerinnen größere Teile der Gesellschaft vor den Bildschirmen zusammenschweißen. Und die neue Bundesliga-Saisons laufen derzeit an. Das ist immer um diese Zeit ein klassisches Medienmedien-Thema.

Vielleicht ist es jenseits von München recht egal, ob den "Supercup" (in dem streng genommen der FC Bayern München, der unangefochtene Platzhirsch in allen Wettbewerben ohne internationale Gegner, gegen sich selbst spielen müsste ...) in Fußballkneipe ansehen lassen kann. Es ist wegen der kurzfristigen Rechteverschiebung von Discoverys Eurosport zu DAZN aber auch ungeklärt, wie die Münchener SZ ansprach.

Großflächiger sprach das Themenfeld Fußball-Bewegtbild-Dschungel die FAS (45 Cent bei Blendle) an, in der Peter Körte das Bild aus dem Altpapier "Transfermarktgeflüster" übernahm ("Kurz bevor es richtig losgeht mit der ersten Liga, hat der Streamingdienst DAZN noch einen größeren Transfer getätigt"), die damit verknüpfte Preiserhöhung bezifferte ("Wie bei Netflix steigt bei DAZN der Preis jetzt über die Marke von 9,99 Euro pro Monat. Es werden nun 11,99 Euro (oder 119,99 Euro im Jahresabo) sein") und eine Menge weitere, hohe Zahlen zusammengetragen hat. Z.B., dass der Streamingdienst "Magenta Sport" der Deutschen Telekom "alle 380 Spiele der dritten Liga live zeigt, wobei die dritten Programme der ARD insgesamt 86 Partien live übertragen", und dabei auf einen "Zuschauerschnitt von fast 24.000 pro Partie" käme: "Diese Resonanz hat mit den zahlreichen Anhängern tief gefallener Traditionsclubs wie dem 1. FC Kaiserslautern oder München 1860 zu tun."

Da ließen sich auch andere Vereine nennen. Die einstigen deutschen Meister bzw. Europapokalsieger aus Braunschweig bzw. Magdeburg kicken auch wieder in der Dritten Liga. Die FAS hebt dann aber auf einen anderen gefallenen Club, der sich vorige Saison in der Zweiten halten konnte, um so wieder auf die übertragenden Sender zu kommen:

"Warum allerdings die öffentlich-rechtlichen Sender weiterhin eine Gebührenerhöhung verlangen können und müssen, nachdem sie im Fußballgeschäft keine nennenswerte Rolle mehr spielen, dürfen sie einem gerne mal erklären. Das Quantum Bundesliga, das es da noch gibt, ist nicht der Rede wert. Die Länderspiele zur EM-Qualifikation über trägt RTL und hat auch den derzeit besten Experten gecas tet, den Ex-Profi Steffen Freund. ARD und ZDF präsentieren  sich nicht erst in der kommenden Saison wie ein Erstliga absteiger, der noch immer einen viel zu großen Kader und zu  hohe Gehälter hat. So eine Art HSV des Fußballfernsehens. Es ist ja bekannt, wo so etwas endet."

Auch wenn der HSV nach dem ersten Unentschieden selbstverständlich noch Chancen besitzt, 2020 wieder aufzusteigen (und die ARD zweifellose alles tun wird, ihr Fußball-Fernsehquantum umfassend auszuwerten ...), zeigt dieser Beitrag, der ja nicht aus der Michael-Hnfeld-Ecke, sondern aus dem FAS-Feuilleton kommt, dass die Auseinandersetzungen in der bevorstehenden medienpolitischen Saison heftig werden dürften.

Altpapierkorb (Detlef Berentzen, Süddeutsche-Streit, Tour de France, Googles Gewinne, genderleicht.de für Schreibende)

+++ Detlef Berentzen, der seit 1981 für die taz schrieb, ist gestorben. Ebd. ruft ihm Mathias Bröckers nach: "Er schrieb Bücher über 'Die Deutschen und ihre Hunde' ebenso wie über den Dichter Peter Härtling. Das Spektrum seiner Radiofeatures reichte von der Philosophie der Renaissance über die Geschichte und Aktualität der Situationistischen Internationale bis zur nicht mit ihm verwandten Schnapsfabrik."

+++ ... was die Auseinandersetzungen der anlaufenden medienpolitischen Saison (s.o.) angeht, siehe auch diesen Twitter-Thread.

+++ "Einzelne Redakteure" der Süddeutschen Zeitung "spekulieren mittlerweile, dass Julia Bönisch nicht mehr in den SZ-Turm an der Hultschiner Straße in München zurückkehren wird": Da facht Springers Welt den Streit um sueddeutsche.de-Chefredakteurin Julia Bönisch (siehe zuletzt hier) gerne weiter an.

+++ Heute auf der SZ-Medienseite: "eine Kulturgeschichte" der Wettervorhersage, aus Jubiläumsgründen.

+++ Zurück zum Fernsehsport: Der Tagesspiegel befasst sich mit den Einschaltquoten der Tour de France, an der die ARD und Eurosport, das trotz seines Namens ja eine Marke des US-amerikanischen Discovery-Konzern ist, gemeinsam Rechte besaßen. Discovery habe "positive Nachrichten bitter nötig", weil er ja seine Bundesligarechte abgab (s.o.) – und dadurch es, dass "Eurosport 1 und 2 nun auch bei Dazn zu sehen sind", auch schwieriger werden dürften, bei kommenden Olympischen Spielen wieder sehr viel Geld von ARD und ZDF zu bekommen (denen Discovery die Fernsehrechte ja für sehr, sehr viel Geld weggeschnappt hatte ...). +++ Bei der Gelegenheit: Beachtung verdient auch die Sicht, dass Discoverys Bundesliga-Verzicht Auswirkungen auch auf das ProSiebenSat.1-/ Discovery-Portal joyn.de haben dürfte: "Dass der Joint-Venture-Partner Discovery jüngst völlig überraschend seine Bundesliga-Rechte verkauft hat und diese nun als Wachstumstreiber für den neuen Dienst wegfallen", stand im im (hier erwähnten) dwdl.de-Beitrag zur Pay-TV-/ Streamingsdienst-Lage.

+++ Wo die ganz großen Gewinne gemacht werden: bei "Alphabet" mit "fast 10 Milliarden Dollar, und zwar innerhalb eines Vierteljahres (faz.net). Es handelt sich um den Google-Konzern, dessen Umsatz zu "mehr als 99 Prozent" von Google und dessen Aktivitäten, "darunter die namensgebende Suchmaschine, den Videodienst Youtube oder das Handy-Betriebssystem Android", kommt.

+++ Die FAS stellte dann noch das vom Journalistinnenbund initiierte, vom vom Bundesfamilienministerium geförderte Projekt genderleicht.de vor, das "nicht nur Leitfäden und Studien, die von Sendern, Verwaltungen oder Universitäten erstellt wurden", sondern auch ein eigenes "Textlabor" bietet, bei dem "Schreibende Formulierungen..., mit denen sie hadern", einreichen können. "Wir wollen explizit nicht den Chefredaktionen in Deutschland vorschreiben, dass sie ab sofort anfangen müssen, zu gendern. Unser Projekt soll Kolleginnen und Kollegen bei der Textarbeit unterstützen. Redaktionen können auf Grundlage dessen dann ihre eigenen Handhabungen entwickeln", sagt Initiatorin Rebecca Beerheide.

Neues Altpapier gibt’s wieder am Dienstag.

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