Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 25. April 2018: Die ARD hat für die Fußball-WM eine sehr fragwürdige Personalentscheidung getroffen.
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Das Altpapier am 25. April 2018 Ein wenig Distanz, bitte!

Die ARD hat für die Fußball-WM eine sehr fragwürdige Personalentscheidung getroffen. Facebook erklärt jetzt so genau wie noch nie, was man auf Facebook nicht darf. In Russland droht gerade eine Art "Bürgerkrieg", und zu tun hat das mit dem Messenger-Dienst Telegram. Ein Altpapier von René Martens.

Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 25. April 2018: Die ARD hat für die Fußball-WM eine sehr fragwürdige Personalentscheidung getroffen.
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Wird die ARD bei der Berichterstattung von Parteitagen künftig namhafte Mitglieder der jeweiligen Parteien als Journalisten mitwirken lassen? Ist es vorstellbar, dass bei einer Dokumentation über ein großes Unternehmen dessen Ausbildungsleiter als Co-Autor mitwirkt?

Die Fragen mögen abwegig klingen, aber angesichts einer gerade bekannt gewordenen Personalie sind sie nicht völlig abwegig: Während der kommenden Fußball-WM in Russland ist Stefan Kuntz für die ARD im Einsatz, er wird gemeinsam mit Hannes Wolf, dem früheren Trainer des VfB Stuttgart, ein Expertenduo bilden, das, im Wechsel mit Thomas Hitzlsperger, dem Moderatorenteam Alexander Bommes/Matthias Opdenhövel zur Seite steht.

Seit dem 23. August 2016 ist Kuntz beim DFB als Trainer der deutschen U21-Auswahl beschäftigt, er ist, verkürzt gesagt, ein Zuarbeiter für den A-Nationalmannschaftstrainer Joachim Löw, er bildet gewissermaßen Talente weiter, die dann in der A-Elf zum Einsatz kommen. Kuntz ist, anders gesagt, Trainer der mindestens drittwichtigsten DFB-Mannschaft. Und für ein paar Wochen ist er nun also bald im Einsatz bei jenem Turnier, bei dem die wichtigste DFB-Mannschaft ihren WM-Titel verteidigen möchte.

Kuntz selbst sagte bei der gemeinsamen Pressekonferenz von ARD und ZDF in Hamburg (siehe Altpapier von Dienstag), er werde nicht bei den Spielen der deutschen Mannschaft als Experte zum Einsatz kommen. Erfahrungsgemäß ist es bei Welt- und Europameisterschaften aber so, dass bei den ausführlichen Diskussionen rund um Spiele ohne deutsche Beteiligung nicht selten auf Spiele der DFB-Elf Bezug genommen wird, sei es auf vergangene oder kommende.

Der Deutschlandfunk meint jedenfalls:

"Kritiker befürchten, dass diese Experten sich nicht unabhängig an der Berichterstattung beteiligen können."

So ist es in einer Fließtext-Zusammenfassung eines Beitrags von Sebastian Wellendorf für "@mediasres" formuliert. Der Plural ("diese Experten") erklärt sich dadurch, dass ein weiterer Experte, Philipp Lahm (siehe ebenfalls Altpapier von gestern), dem DFB eng verbunden ist, und zwar als "Bewerbungsbotschafter" für die EM 2024.

Warum es eigentlich nicht zulässig ist, dass die ARD Kuntz verpflichtet hat, verdeutlicht ein Beitrag auf der Website des DFB. Dort wird Kuntz folgendermaßen zitiert:

"Ich freue mich sehr auf die Aufgaben während der WM. Einerseits als Spielbeobachter für den DFB und andererseits in der neuen Rolle als TV-Experte für die ARD." 

Es scheint also darauf hinauszulaufen, dass Kuntz seine Beobachtungen doppelt verwerten kann: zum einen für seinen eigentlichen Brötchengeber DFB, der wissen will und muss, wie die anderen Mannschaften bei der WM drauf sind, zum anderen für die ARD. Das Statement wirft viele Fragen auf: Inwiefern wird es bei der Erstellung des Arbeitsplans von Kuntz Absprachen geben zwischen dem DFB und der ARD, die den Verband eigentlich als Objekt der Berichterstattung betrachten sollte und nicht als Partner in Mitarbeiterbeauftragungsangelegenheiten? Teilen sich der DFB und die Rundfunkbeitragszahler die Reisekosten? Schließlich muss Kuntz viel hin und her jetten zwischen Russland und dem WM-Studio in Baden-Baden.

Im WM-Programmheft von ARD und ZDF ist folgende Aussage von Harald Dietz, dem Sportchef des SWR, zu finden:

"Ein wenig Distanz zur Fifa sowie dem Ausrichterland ist ob der nicht-sportlichen Begleiterscheinungen journalistisch nicht schädlich."

Ein wenig Distanz zum DFB ist journalistisch aber auch nicht schädlich. Dass die ARD grundsätzlich dazu in der Lage ist, diese Distanz einzunehmen, zeigt dieser relativ frische, von Alexander Bommes anmoderierte (!) NDR-"Sportclub"-Beitrag über das nepotistische Netzwerk rund um den DFB-Präsidenten Reinhard Grindel.

Als dem rundfunkbeitragsfinanzierten System prinzipiell in kritischer Solidarität verbundener Zeitgenosse fragt man sich, warum es innerhalb der ARD keine, tja, moralische Instanz gibt, die die Zusammenarbeit mit Kuntz verhindert hat, zumal angesichts der in diesen heftigen Zeiten fatalen Außenwirkung.

Dass mit Thomas Hitzlsperger auch ein weiterer ARD-"Experte" eine Verbindung zum DFB hat, sei nur der Vollständigkeit halber angemerkt.

Ach, etwas Gutes hat es dann aber doch, dass Kuntz gerade im Gespräch ist: Es animiert dazu, mal wieder über die Butthole Surfers nachzudenken.

In Sachen Zukunft

Der Meinung, dass die ARD gleich vier "Experten" für die WM braucht (wir fassen noch einmal zusammen: Kuntz, Wolf, Lahm, Hitzlsperger), wird Hans Demmel ganz gewiss nicht sein. Der Vorstandsvorsitzende des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) und Geschäftsführer von n-tv hat gerade einen Beitrag für die Tagesspiegel-Debattenreihe zur "Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks" – es ist die zweite Folge, die erste siehe Altpapier - geschrieben. Die nicht furchtbar originelle Überschrift lautet: "Weniger ist mehr." Für diese, sagen wir mal: Kernthese, liefert Demmel zahlreiche Argumente. Zum Beispiel dieses:

"Auch eine breitere Präsenz von ARD und ZDF in sozialen Netzen durch eine gezielte Beauftragung von Produktionen für diese Plattformen halten wir für den falschen Weg. Es ist durchaus zu hinterfragen, wenn ausgerechnet Beitragsgelder Facebook und Co. stärken sollen, die die größten Konkurrenten der deutschen und europäischen Inhalteindustrie – einschließlich ARD und ZDF – sind und in einem ungleichen Wettbewerb einer viel weniger strengen medienrechtlichen Regulierung als klassische Fernsehanbieter unterliegen. So stärken beitragsfinanzierte Angebote nicht nur US-Giganten, sie schwächen gleichzeitig auch die bundesdeutsche Produktionslandschaft."

Spoiler: Der darauf folgende Absatz beginnt ebenfalls mit dem Wörtchen "auch".

Unter anderen Gesichtspunkten über die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen denkt nun "seit mehreren Wochen" eine bisher unbekannte Arbeitsgruppe der Länder nach, "die sich explizit mit einer Reform des Auftrags der öffentlich-rechtlichen Sender befasst". Das berichtet Volker Nünning für die Medienkorrespondenz. Diese Arbeitsgruppe ist nicht zu verwechseln mit der (jedenfalls Altpapier-Lesern und anderen tendenziellen Medienpolitik-Nerds) sehr bekannten Arbeitsgruppe "Auftrag und Strukturoptimierung der Rundfunkanstalten" und beschäftigt sich mit etwas spannenderen Fragen als letztere. Nünning dazu:

"Die inzwischen aus fünf Ländern bestehende Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, in dem dann folgende Aspekte berücksichtigt sein dürften (…): Den Sendeanstalten würde jährlich ein bestimmtes Finanzbudget zugewiesen; zugleich erhielten sie Freiräume, um selbst zu entscheiden, für welche inhaltlichen Angebote (Fernsehen, Hörfunk, Internet) sie dieses Geld im Rahmen eines flexibler gefassten Auftrags ausgeben möchten."

Wenn es denn so käme, wären für einen neuen Spezialkanal nicht mehr zeitaufwändige Staatsvertragsänderungen nötig, die sich angesichts der immer dynamischeren Medienentwicklung als sehr kontraproduktiv erweisen. Den theoretischen Überbau für diese Überlegungen lieferte – ebenfalls in der Medienkorrespondenz, siehe auch Altpapier – im vergangenen Sommer Matthias Knothe, der in der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei die Stabsstelle Medienpolitik leitet.

"Flächenbombardierung des Internets" (in Russland)

Aus aktuellem Anlass müssen wir noch einmal auf den WM-Austragungsort zurückkommen, dieses Mal allerdings ohne Fußball-Bezug. Schließlich droht dort gerade ein Bürgerkrieg. Okay, das war jetzt ein Clickbaiting-Versuch. To put it into context:

"Kirill Martynow (sieht) einen 'Bürgerkrieg' heraufziehen und fragt, wie weit die 'Flächenbombardierung des Internets' noch gehen kann."

So leitet dekoder.org in dem oben verlinkten Beitrag die Übersetzung eines Artikels aus der Novaya Gazeta ein. Konkret geht es um eine Art Hase-und-Igel zwischen Kommunikations-Aufsichtsbehörde Roskomnadsor und dem Messaging-Dienst Telegram, der in Russland eine ungleich höhere Bedeutung hat als etwa in Deutschland:

"Roskomnadsor (versucht) weiter mit allen Mitteln, Telegram zu blockieren: Mittlerweile sind in Russland fast 20 Millionen IP-Adressen gesperrt, ein großer Teil davon dürfte gar nichts mit dem Messenger zu tun haben."

Martynow schreibt weiter:

"Wie Fachleute berichten, hatte Telegram eine Funktion namens DC_update aktiviert. Diese dient unter normalen Umständen dazu, die Server-Adresse, mit der sich der Nutzer verbindet, ständig zu aktualisieren und so die Geschwindigkeit und Stabilität der App zu erhöhen. Bei einer Sperrung erlaubt diese Funktion, in Echtzeit zig Millionen von IP-Adressen, die Google, Apple oder Microsoft gehören und auf welche Telegram zugreifen kann, nach verfügbaren Adressen zu durchsuchen und den Datenverkehr [der App – dek] darüber zu leiten. Die Telegram-Weboberfläche bleibt dabei aufgrund der technischen Besonderheiten der verwendeten Protokolle weiterhin blockiert.

Anders gesagt: Um Telegram zu sperren, müsste Roskomnadsor im ganzen Land sämtliche internationalen Dienste abschalten – darunter Finanz-, Office- und Unterhaltungsdienste, von Apple Pay bis Xbox Live. Die Zahl der blockierten IP-Adressen würde auf Dutzende von Millionen ansteigen, die Provider hätten entsprechende Ausfälle, und Russland wäre de facto abgeschnitten vom World Wide Web."

Die anderen interessanten aktuellen Netzpolitik-Artikel widmen sich Facebook. Der Guardian etwa schreibt:

"Can Facebook be replaced? The prominent Silicon Valley investor Jason Calacanis, who was an early investor in several high-profile tech companies including Uber certainly hopes so. He has launched a competition to find a 'social network that is actually good for society'."

Ein Beispiel dafür, dass Facebook nicht gut ist für die Gesellschaft, greift Ingrid Brodnig auf. Spiegel Online hat einen Beitrag aus einem Buch von ihr veröffentlicht, in dem sie beschreibt, wieviel es kostet, 2000 gefälschte Fans auf Facebook zu kaufen.

Mit den gerade veröffentlichten "neuen detaillierte Regeln", in denen Facebook darlegt, "was Nutzer auf der Plattform dürfen und was nicht", befasst sich derweil Sebastian Meineck bei Vice Motherboard:

"Wer sich durch Facebooks ausführliche Liste an Verboten wühlt, merkt schnell: Der Konzern steht vor einem großen Dilemma. Das Regelwerk ist einerseits zu ausführlich und andererseits: nicht ausführlich genug (…) Problematisch sind etwa Facebooks Richtlinien zu sogenannten Hassorganisationen (Kapitel I, Abschnitt 2). Facebook meint damit, einfach ausgedrückt, Zusammenschlüsse von mehr als drei Menschen, die andere wegen unter anderem Religion, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder schweren Krankheiten angreifen – beispielsweise durch ihre Aussagen. Solche Organisationen dürfen laut Facebook nicht im Netzwerk vertreten sein. Die offen islamfeindliche Organisation Pegida zum Beispiel ist aber trotzdem auf Facebook vertreten."

Meinecks Fazit:

"Würde Facebook seine Richtlinien zu sogenannten Hassorganisationen wörtlich nehmen, müsste der Konzern nicht nur Hassbotschaften entfernen, sondern auch die dahinterstehenden Facebookseiten. Das würde eine hoch problematische Debatte um Redefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe im Netz auslösen."

Altpapierkorb (Zeitungsredakteursstreik, Pressefreiheits-Rangliste, G+J ohne Cord, Loriot, Otto Waalkes, Oury Jalloh, Nico Hofmann)

+++ Altpapier-Leser, die eine Tageszeitung abonniert haben also eigentlich alle, gell? , werden’s womöglich wissen: Bei vielen Blättern wird derzeit gestreikt, etwa bei der Ostsee-Zeitung in Rostock, wo die Arbeitskämpfer sich in einem offenen Brief an Geschäftsleitung und Chefredaktion sowie den BDZV gewandt haben: "Geben Sie uns endlich das, was wir verdienen, egal ob Feste oder Freie: Respekt, Anerkennung, Wertschätzung! Wissen Sie überhaupt, wie es mittlerweile in den Redaktionen aussieht? Seit Jahren bauen Sie massiv Personal ab, überschütten die Verbliebenen mit zusätzlichen Aufgaben für alle Kanäle und drücken immer weiter die Preise." Dies zitiert das Verdi-Organ M Menschen Machen Medien mit Blick auf die heute um 12 Uhr im Mercure Hotel MOA Berlin beginnende fünfte Verhandlungsrunde mit dem BDZV.

+++ "In über 40 Prozent der Länder hat sich die Lage der Journalisten im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert" die KNA bzw. faz.net fasst so die aktuelle Rangliste der Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen zusammen, die die Organisation selbst hier ausführlich erläutert.

+++ Nach der Verkündung des Endes von Neon in der vergangenen Woche (Altpapier) kommen schon wieder Todesnachrichten von Gruner + Jahr: Die Zeitschrift Deli und das Männermagazin Cord (Deutsche Medien-Manufaktur, zu 50 Prozent Gruner + Jahr gehörend) werden eingestellt. Darüber berichtet meedia.de (hier und hier). Dass die sinkende Auflage der Männerzeitschrift auch damit zu tun hat, dass ein paar Manager-Dödel das Blatt nach erfolgreichem Start unter dem Namen Wolf in Cord umbenannt haben, ist zumindest keine unsubstanzielle Vermutung. Unsere Slogan-Empfehlung für G+J: Wir können gar nichts, außer Möbel.

+++ Immerhin ist auch die Geburt einer Zeitschrift zu vermelden. Sie soll "bei Erfolg am Markt zweimal im Jahr erscheinen". Die Rede ist von Zeit Verbrechen, also einem Ableger der Wochenzeitung. "Man hätte das Magazin, auch 'Warum?' nennen können, aber das schöne deutsche Wort Verbrechen passt natürlich besser zur Zeit, auch weil so etwas Abstand geschaffen wird zum bunteren Konkurrenzprodukt Stern Crime von Gruner + Jahr, das sich schon eine Weile im Genre tummelt und viel bildgewaltiger auftritt", schreibt Hans Hoff in der SZ.

+++ Welche Bert-Donnepp-Preisträgerin moderiert künftig das "Sportstudio" im ZDF: Diemut Roether? Ulrike Simon? Silke Burmester? Weder noch.

+++ Was man ja eher selten findet: Leute, die nichts von Loriot halten. Das Online-Magazin Kaput hat gerade einen Rant gegen den TV-Humoristen (und seine Fans) veröffentlicht.

+++ In Sachen Humor (II): Was Otto Waalkes jenseits von Film und Fernsehen produziert hat, ist ab Donnerstag im Caricatura Museum Frankfurt zu sehen. hessenschau.de und das ARD-Magazin "Brisant" berichten.

+++ Die Tötung des Flüchtlings Oury Jalloh vor 13 Jahren in einer Dessauer Polizeizelle ist heute Thema in der Reihe "Exakt Die Story" (MDR-Fernsehen). Die Mitteldeutsche Zeitung empfiehlt den Film mit dem Titel "Der Feuertod und die Mauer des Schweigens": "Sind die existierenden Beschwerdestellen der Polizei wirklich unabhängig oder 'zahnlose Tiger', wie Menschenrechtler bemängeln? Welche Maßnahmen sind notwendig, um Polizeiarbeit besser zu kontrollieren?" Zu diesen Fragen äußerten sich "Whistleblower, Prozess-Beteiligte, Politiker und Experten".

+++ Ab heute (wieder) online: der unter sehr, sehr seltsamen Begleitumständen gelöschte "Zapp"-Beitrag über Sodom und Gomorrha in Köln (siehe Altpapier). Der Tagesspiegel berichtet.

+++ Heute erstmals zu sehen: die Serie "The Imposters" bei Vox. Es geht um Heiratsschwindel. Aber: Die Serie zeigt, "ohne den Boden der Doppelmoral allzu schmierseifenschlüpfrig werden zu lassen, teils witzig, teils etwas tiefgründiger, mit spitzen Dialogen und vergnüglicher Lust am Spiel mit Schein und Sein nicht nur klassisches Heiratsschwindel-Theater", differenziert Heike Hupertz (FAZ, nicht frei online).

+++ "Unsere demokratische Gesellschaft (…) wirkt angesichts der Unverfrorenheit und der provozierenden Regelbrüche der Populisten nicht kämpferisch, sondern wie gelähmt." Na, wer hat’s geschrieben bzw. schreiben lassen? Nico Hofmann, der große Produzenten-Zampano, und zwar in dem autobiographiesken, gemeinsam mit Thomas Laue verfassten Buch "Mehr Haltung, bitte! Wozu uns unsere Geschichte verpflichtet", in dem es, wie sowohl das Zitat als auch der Titel erahnen lassen, um mehr geht als Fernsehen. Torsten Zarges (dwdl.de) war bei der Präsentation des Buchs in Berlin.

Neues Altpapier gibt es wieder am Donnerstag.

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