Teasergrafik Altpapier vom 20.Juni 2018: Die "untoten" Fußballkommentatoren Basler und Matthäus lästern über Mezut Özil
Bildrechte: dpa / IMAGO / panthermedia / MEDIEN360G

Das Altpapier am 20. Juni 2018 Zombies gegen Heidegger

Wem nutzt das NetzDG? Der rechtsradikalen Szene allemal. Wer hetzt gegen Mesul Özil? Untote Alte. Zudem auf der Agenda: Meta-Medienkritik. Kritik an Talkshow-Kritikern und BAMF-Berichterstattungskritikern etwa. Ein Altpapier von René Martens

Teasergrafik Altpapier vom 20.Juni 2018: Die "untoten" Fußballkommentatoren Basler und Matthäus lästern über Mezut Özil
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Der ehemalige Fußballer und ehemalige "Promi Big Brother"-Mitspieler Mario Basler hat am Sonntag getwittert:

"Wenn ich hier einige Kommentare über Mesut Özil lese, wird mir schlecht."

Außerdem tat er in diesem Zusammenhang kund, er sei "gegen Nazis!" und "gegen die AFD!"

Was aber sagte Basler rund einen Tag später bei "Hart aber fair"? "Er demontierte", wie Christoph Cöln (Die Welt) schreibt, Özil "mit gestrecktem Bein und von hinten":  

"'Dem seine Körpersprache ist die von einem toten Frosch', sagte Basler in seiner gewohnten Mundart in der Sendung. 'Jämmerlich, erbärmlich, grottenschlecht.' Applaus im Publikum, hämisches Grinsen. Basler (…) verstieg sich schließlich zu der These, dass Özil auch zum WM-Titel 2014 nicht allzu viel beigetragen habe."

Ralf Wiegand, der Basler zu den "untoten Alten" zählt, deren, tja, Expertise derzeit sehr gefragt ist, beschreibt eine Reaktion auf eine andere nach "Max-Merkel-Gedächtnisfibel" (Wiegand) klingende Basler-Äußerung in der SZ so:

"Kicherkicher, kam aus dem Off, ungefähr von dort, wo man den Fußball-Laien Plasberg vermuten konnte, der bei den letzten etwa neun Weltmeisterschaften in einem Bergwerk gelebt haben muss - sonst hätte er sich über diesen 90er-Jahre-Unsinn nicht so amüsiert. Der ist heute noch, was er damals war: falsch."

Baslers politische Selbsteinordnung ist selbstverständlich glaubhaft. Dass die "Hart aber fair"-Redaktion ihn für die Rolle des rüpeligen Kasperles gebucht hatte, für die sie sonst Politiker bucht, "gegen" die Basler ist, und dass er die Buchung (wenn man sich jetzt mal in die Perspektive der Sendungsmacher versetzt) gerechtfertigt hat - das ist ihm aber möglicherweise nicht klar.

Welt-Sportreporter Cöln geht auch darauf ein, was der Superzombie unter den Untoten von sich gegeben hat:

"Ähnlich pseudoseriös und verschwörerisch unkte Weltmeister Lothar Matthäus kürzlich. Özil fühle sich im Nationaltrikot nicht wohl, so Matthäus. Das ist infam. Die Aussage suggerierte, dass der in Gelsenkirchen geborene Sohn türkischer Einwanderer Identitätsprobleme hat, dabei spielt Özil seit seiner Jugend in der Nationalmannschaft, er ist einer ihrer verdientesten Repräsentanten. Dass solche auf Vernichtung der öffentlichen Person abzielenden Angriffe weitgehend unwidersprochen bleiben, ist der eigentliche Skandal. Es scheint wieder salonfähig zu sein, jemanden aufgrund seiner Herkunft zu diskreditieren und ihm die Zugehörigkeit zu einer imaginierten Volksgemeinschaft abzusprechen."

Dass das infame Geunke des Untoten auf der Seite 1 einer Welt-Schwesterzeitung stattfand, erwähnt Cöln nicht. Man muss ja jetzt schon hoffen, dass die deutsche Mannschaft mindestens die Vorrunde übersteht weil man sich nicht ausmalen möchte, was die Jünger der Zombies, der Bild-Zeitung und Frank Plasbergs sonst anzurichten in der Lage wären.

Aber den impliziten Binnenpluralismus im Hause Springer wollen wir hier ja gar nicht klein reden, zumal er auf der heutigen Welt-Titelseite eine Fortsetzung findet, denn die kann man wiederum als Antwort auf die der Bild-Zeitung am Dienstag sehen.

"Mit seiner (…) existenziellen Sorge im heideggerschen Sinne" sei Özil "deutscher und europäischer" als gewisse "Lärm-Patrioten", salbadert Welt-Chef-Ulf Poschardt oben auf der Seite (es handelt sich um das Remake eines Tweets vom Dienstag). Jaja, der Heidegger, der war zwar ein Nazi, aber immerhin kein "Lärm-Patriot".

Dass eine Fußball-WM "niedere Instinkte" (Cöln im Basler-Kontext) freizusetzen zu vermag, ist nicht neu. Das zeigt dieses Mal nicht zuletzt der Hass, mit dem sich die ZDF-Reporterin Claudia Neumann konfrontiert sieht, die am Dienstag ihr drittes Spiel bei dieser WM kommentierte. ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann sagte dazu gegenüber dpa (u.a. Spiegel Online und faz.net haben’s aufgegriffen):

"Wir akzeptieren natürlich Kritik, auch bei den Kommentatoren – was aber bei Claudia Neumann passiert, sprengt alle Grenzen (…) Hier wird offensichtlich etwas Grundsätzliches berührt: Eine Frau kommentiert ein Spiel der Männer-WM. Manche drehen da im Netz völlig durch, das ist unterste Schublade."

In einem Irgendwas-mit-Buzz-Portal aus dem Hause Madsack findet sich jemand, der schreibt:

"Fakt ist: Die Neumann-Auftritte spalten das Netz."

Sieben Worte, zwei Alarmsignale - gar nicht schlecht. Wer "Fakt ist" und "spaltet das Netz" sagt, ertränkt auch Katzenbabys.

Der NDR wehrt sich

Kritik an der BAMF-Berichterstattung (siehe Altpapier) und immer noch kein Ende. Vom Wochenende stammt das Interview, das Markus Sehl für Legal Tribune Online mit Henning Sonnenberg, einem der Anwälte der beschuldigten Anwälte, geführt hat. Sonnenberg sagt:

"In dem Durchsuchungsbeschluss werden als Belastungszeugen genannt, Herr L. und ein anderer Mitarbeiter des BAMF, dann der Bericht von Frau Schmid, kurzzeitig Leiterin beim BAMF in Bremen (…) Zudem gibt es Berichte der internen Revision des BAMF. Was spannend ist: Alle Medienvertreter, mit denen ich bislang zu tun hatte, hatten alle den Bericht von Frau Schmid, teilweise auch die Revisionsberichte und die Drucksachen für den Innenausschuss im Bundestag vor ein paar Wochen. Auf allen diesen Dokumenten muss eigentlich stehen: Verschlusssache - nur für den Dienstgebrauch (…) Das heißt, die Sachen sind zielgerichtet durchgesteckt worden, von wem auch immer."

Ich bilde mir ein, dass es Zeiten gab, in denen Journalisten etwas intensiver darüber nachgedacht haben, warum jemand einen Haufen von Dokumenten durchsteckt, aber ich will hier natürlich auch nicht die Vergangenheit verklären.

Den zentralen medienkritischen Text der bisherigen Debatte hat Übermedien am Dienstag republiziert, zunächst hatte der Autor Henning Ernst Müller ihn im Blog des Beck-Verlags veröffentlicht. Seine schärfste Kritik:

"Die Rechercheure von SZ, NDR und Radio Bremen haben etwas getan, was sie auf keinen Fall tun durften: Sie haben Menschen mit Vorwürfen maximal geschadet, um eine Geschichte zu bringen, die schlecht recherchiert und unausgegoren war und damit den Rufmord vor die Recherche gestellt. Und als sich fast zwei Monate später herausstellt, dass sie daneben lagen, haben sie sich weder entschuldigt noch ihre ursprünglichen Berichte transparent berichtigt, sondern einfach geschrieben: 'Zunächst hatte es geheißen.'"

Unter dem Übermedien-Text kommen auch die derart Angegriffenen zu Wort.

Tenor: Mag ja sein, dass die Berichterstattung eskaliert ist, aber nicht bei uns. Beziehungsweise:

"Wir haben uns (den) Verdacht (…) nicht zu eigen gemacht, sondern sofort versucht, alle Argumente ins Gesamtbild einzufügen",

meint NDR-Investigativchef Stephan Wels. Und:

"Wir haben den monströsen Anfangsverdacht immer kleiner gemacht; bei anderen wurde er zwischendurch immer größer",

sagt die ebenfalls an der Berichterstattung beteiligte Christine Adelhardt.

Datenjournalisten gegen Talkshow-Kritiker

Eine andere Form der Medienkritik-Kritik formuliert Zeit Online. Ein Team von fünf Autorinnen und Autoren, darunter ein Datenjournalist und ein "Data Scientist", sind dem "Vorwurf, dass Flüchtlingsdebatten deutsche Talkshows dominieren", mit Mitteln der Statistik nachgegangen:

"Die überraschendste Erkenntnis war, dass 2017 und im ersten Halbjahr 2018 die Themen Islam, Flüchtlinge, Integration und Terrorismus eher unterrepräsentiert waren. Insofern trifft der Vorwurf die deutschen Talkerinnen und Talker zumindest zum falschen Zeitpunkt."

Eine Schwäche benennt das Analysten-Team aber gleich zu Beginn:

"Wir haben dezidiert nur die Titel der Sendungen ausgewertet und in Kategorien wie 'Flüchtlinge/Integration', 'Innere Sicherheit/Islamistischer Terror', 'Parteipolitik/Wahlen' oder 'Internationale Beziehungen' eingeordnet. Diese Einteilung leitete sich allein aus den Überschriften ab. Natürlich ist es möglich, dass sich eine Talkrunde, die wir unter 'Internationale Beziehungen' oder 'Rechtspopulismus‘'subsumiert haben, im Verlauf der Debatte auch auf andere Themen ausweitete."

Solche Untersuchungen können hilfreich sein, aber dem Grundproblem kommt man damit nicht bei: Die Polit-Talkshows sind nicht wegen der Themen- und Gästeauswahl tendenziell gemeingefährlich, sondern wegen ihres radikalpopulistischen und antipolitischen Kerns (siehe Altpapier).

Noch mehr Meta-Medienkritik: Das Leipziger Stadtmagazin Kreuzer knöpft sich einen leicht weinerlichen, in der vergangenen Woche veröffentlichten Text des Zeit-Redakteurs Marcel Machowecz vor. Der hatte kürzlich die Forderung, dass Journalisten nicht gegen die AfD demonstrieren sollten, in die Welt gesetzt (siehe Altpapier). Juliane Streich kritisiert im Kreuzer nun seine Reaktion:

"(Er) erzählt (…) jetzt klagend in der Zeit unter dem Titel 'Klappe halten? – Wie mir nach einem einzigen journalistenkritischen Tweet vorgeworfen wurde, dem Faschismus den Weg zu ebnen.' Ob es tatsächlich so gesagt wurde, dass er dem Faschismus den Weg ebne, wird in dem Text nicht ganz klar. Machowecz bringt jedenfalls kein direktes Zitat, sondern baut sich den Vorwurf aus zwei Zitaten selbst zusammen: Er würde 'Rassismus, Islamophobie und Nationalismus' befördern und er sei unfähig, den 'Vernichtungskern des Neofaschismus' zu erkennen und zu benennen.

Machowecz schreibt (…): 'Viele Kollegen haben mich in dieser Haltung unterstützt. Was ich aber auch erlebte, war massive Gegenwut.' Keine Rede davon, dass der DJV-Vorsitzende ihm widersprach (…) Keine Rede von dem Dossier bei Zapp, das ausführlich und begründet erklärt, wo Machowecz in seiner Annahme falsch liegt. Keine Rede von den hunderten Twitter-Nutzern, die sachlich mit ihm diskutiert haben."

Die NetzDG-Fans von der AfD

Wie Mitglieder der Partei, gegen die Journalisten laut Ansicht eines Zeit-Mannes nicht demonstrieren sollen, im Verborgenen gegen zumindest journalismusverwandte Meinungsäußerungen vorgehen - damit befassen sich die Autorinnen @apolitAsh und @zugezogenovic für Analyse & Kritik. Es geht darum, wie sich das rechte Milieu das Netzwerkdurchsetzungsgesetz zunutze macht:

"(Die Rechten) (…) beobachten ihre Gegner_innen akribisch und verabreden sich dann auf Plattformen wie pr0gramm, Discord, Twitter oder auf Facebookgruppen, um auf der Basis des Gesetzes vor allem gegen Linke vorzugehen. Linke, oft migrantische Frauen sind Rechten, aber auch dem rassistischen Durchschnittswutbürger, der im Internet sein Unwesen treibt, ein Dorn im Auge: Gerne möchte er einmal richtig zurückschlagen. Am besten so, dass sie verschwinden. So gibt es geschlossene Facebookgruppen, in denen Screenshots von Tweets linker Aktivist_innen gepostet werden mit der Aufforderung, die Tweets und den Account ständig und regelmäßig zu melden. AfD-Funktionär_innen rufen ihre Follower dazu auf, Accounts zu melden, die sich öffentlich gegen die Aussagen von AfD-Parteimitgliedern aussprechen."

Die Autorinnen sind selbst Opfer dieser auch anderswo (etwa von @marthadear bei Twitter) kritisierten Entwicklung:

"Seitdem das NetzDG erlassen wurde, sind auch wir mehrfach gezielt von Netztrollen belästigt und so oft gemeldet worden, dass unsere Twitteraccounts dauerhaft gesperrt wurden. @zugezogenovic (früher @zgzgnfmnn) berichtet seit ihrer Einwanderung 2013 nach Deutschland unter anderem über ihr Leben als Migrantin, über Kriegs- und Fluchttraumata und patriarchale Gesellschaftsstrukturen (…) Zum ersten Mal wurde ihr Account im Oktober 2017 gesperrt, dauerhaft und ohne Vorwarnung. Seitens Twitter gab es keine Erklärung über den Grund für die Sperrung. Einsprüche, die @zgzgnfmnn über die Twitter-Support-Seite einlegte, blieben unbeantwortet (…) Seit dem 1. Januar 2018 wurden wir bis zu 20 Mal täglich gemeldet, einzelne Tweets sogar über 30 Mal."

Das sei auch deshalb fatal, weil diese Menschen

"anders als (…) in konventionellen Medien (…) auf Twitter einen Ort gefunden (haben), um sich und ihre Lebensrealitäten mitzuteilen und auch Gehör zu finden. Für viele ist Twitter die einzige Möglichkeit, am öffentlichen Diskurs teilzunehmen. Doch dank NetzDG ist es nun noch einfacher geworden, die Stimmen von marginalisierten Menschen unsichtbar zu machen."

Altpapierkorb (Staatsknete für Influencer, herumwurschtelnde Kommunikationswissenschaftler, Greenpeace gegen Greepeace-Magazin, Martin Büsser, @TeraEuro)

+++ Wie viel Geld haben Bundespolizei, Bundeswehr und Bundesministerien "in Werbung mit Social-Media-Stars gepumpt" und wie viel (bzw. wenig) mussten die Influencer tun für die ihnen überwiesene Staatsknete? Das hat Sebastian Meineck fürs Motherboard von Vice aufgedröselt. "@mediasres" hat mit ihm über die Recherchen gesprochen.

+++ Gero Hocker, der agrarpolitische Sprecher der FDP, vertritt die These, dass die Bilder, die Tierschutzorganisationen zwecks Dokumentation von Missständen in der Tierhaltung heimlich aufnehmen (und ohne die kaum ein Politmagazin-Beitrag zu diesem Thema auskommt) "fast immer manipuliert" seien. Darauf geht Oda Lambrecht für den "Faktenfinder" der "Tagesschau" ein. "In mehreren Zwischenrufen im Bundestag ergänzte er, das träfe 'in 99 Prozent der Fälle' zu", schreibt Lambrecht, die im Weiteren ausführt, dass Hockers Äußerungen dadurch zu erklären sind, dass er den Begriff "manipulieren" recht exklusiv definiert.

+++ Regiert Greenpeace nach Gutsherrnart beim Greenpeace-Magazin? Die NGO hat, "dem Vernehmen nach ohne Vorwarnung, am 8. Juni die langjährige Geschäftsführerin und Co-Chefredakteurin des Magazins, Kerstin Leesch, entlassen und zumindest vorübergehend durch den Greenpeace-Kommunikationschef Michael Pauli ersetzt (…); Leeschs Chefredakteurskollege Kurt Stukenberg und ein Redakteur haben gekündigt, freie Autoren sich distanziert". Das berichtet David Denk auf der SZ-Medienseite. Von Belang ist das auch deshalb, weil die Redaktion des Greenpeace-Magazins immer ihre Unabhängigkeit von der Organisation Greenpeace herausgestellt hat. Im vergangenen Jahr etwa tat der Nun-nicht-mehr-Chefredakteur Stukenberg dies sehr eindringlich (siehe Altpapier).

+++ Was macht eigentlich die Kommunikationswissenschaft? Wurschtelt herum. Okay, das wäre jetzt eine arg kurze Zusammenfassung eines Beitrags, den Uwe Krüger für den Blog Medienrealität geschrieben hat. Die etwas längere Antwort lautet: "Die gegenwärtige Kommunikationswissenschaft in Deutschland ist (…)  – von Ausnahmen wie der Leuphana Universität Lüneburg abgesehen – (…) damit beschäftigt, überkommene Theoreme aus den Gründungsjahrzehnten der Disziplin in die neue Ära digitaler Netzwerkmedien hinüberzuretten und in empirischer Hinsicht Vermessungswissenschaft mit möglichst wenig Normativität und möglichst viel höherer Mathematik zu betreiben. Ein solches systemimmanentes Herumwurschteln ist (…) fachstrategisch unklug (weil es die Kommunikationswissenschaft isoliert) und gesellschaftspolitisch desaströs, vielleicht sogar menschheitsgeschichtlich tragisch." Letztere Formulierung merke ich mir mal, für die findet sich doch bestimmt noch Verwendung.

+++ Veranstaltungshinweis für Hamburg: Am morgigen Donnerstag findet im dortigen Polittbüro eine (mit musikalischen Beiträgen angereicherte) Gedenklesung für den vor acht Jahren im Alter von 42 Jahren an Krebs verstorbenen Musikjournalisten und Verleger Martin Büsser statt. Er stand für einen fundamentalkritischen Pop-Journalismus, für den es heute noch weniger Publikationsmöglichkeiten gibt als zu seiner Zeit. Eine Zeitlang hat Büsser beispielsweise das Magazin Intro geprägt, das bekanntlich eingestellt wird (Altpapier).

+++ Anfang Juni ist Frank Neumann verstorben, der bei Twitter unter anderem als @TeraEuro bekannt war und dem Altpapier, jedenfalls gemessen an seinen häufigen Likes und Retweets, sehr zugeneigt war. Ralf Keuper ruft ihm im Blog Westfalenlob nach, und @egghat gedenkt ihm bei Twitter auf andere Weise.

Neues Altpapier gibt es wieder am Donnerstag.

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