Teaserbild zur Medienkolumne Das Altpapier  vom 6. August 2018
Bildrechte: Collage MEDIEN360G/Panthermedia

Das Altpapier am 6. August 2018 Rosens Räuberleiter

Ist Agenda Setting jetzt eigentlich gut oder schlecht? Und kann es den Journalismus vor dem Populismus retten? Jay Rosen macht ne Räuberleiter für Ulrich Wilhelm. Und bräuchten wir ein Medienpolitik-Erklär-Tutorial von Malu Dreyer? Ein Altpapier von Nora Frerichmann.

Teaserbild zur Medienkolumne Das Altpapier  vom 6. August 2018
Bildrechte: Collage MEDIEN360G/Panthermedia

Ja, was denn nun? Sind wir Journalisten jetzt der "Volksfeind", oder doch nicht? In den USA scheint man sich da gerade nicht so ganz einig zu sein. Jedenfalls wollte sich Ivanka Trump den Aussagen ihres Vaters bei einer Veranstaltung am Wochenende in dieser Hinsicht wohl nicht anschließen. Und dann ist es ausgerechnet Donald Trump, der meint, zum Differenzieren aufrufen zu müssen. In der FAZ schreibt Ursula Scheer:

"Auf Twitter schrieb Trump zur Äußerung seiner Tochter: Sie habe ganz richtig geantwortet, dass die Medien nicht 'Feinde des Volkes' seien. Die 'FAKE NEWS' seien die 'Volksfeinde', und die machten einen großen Prozentsatz der Medien aus."

Und:

"Und so haben wir uns nun einmal im Kreis gedreht, denn Fake News sind für Trump, was Trump zu Fake News erklärt. Die immer neuen Runden, in denen er mit solch tautologischen Manövern das Publikum und die Medienschaffenden wie am Nasenring durch die Manege führt, dienen seinem Zweck: Sie ermüden, sie verwirren, sie lassen es am Ende so aussehen, als wüsste wirklich niemand, was Fakt und was Fake ist, oder als wäre das letztlich ohnehin egal, weil der große Volkstribun immer recht hat. Dafür gibt es auch eine Bezeichnung, eine ganz sachliche. Sie lautet: 'demokratiefeindlich'."

Dabei stellt sich natürlich immer wieder auf’s Neue die Frage, wie umgehen mit so einem Präsidenten? Was in vielen Redaktionen wohl zu Diskussionen führt, darüber sind sich auch Forscher und Medienbubblepromis nicht einig. Die Einstellung des Washington-Post-Chefredakteurs ist bekanntlich: "We‘re not at war, we‘re at work." Journalisten sollten sich seiner Einstellung nach nicht auf die gleiche Ebene herab begeben, wie Trump und nicht zu seinen Feinden machen lassen.

Her mit der Agenda

Der renommierte US-Medienwissenschaftler Jay Rosen vertritt einen anderen Ansatz. Da Rosen ja aktuell für einen Forschungsaufenthalt beim Robert Bosch Institut das Berufsverständnis deutscher Journalisten analysieren will (das er in seiner Forschung und auf seinem Blog als "pressthink" bezeichnet), ist er aktuell gern und oft gesehener Gast auf den deutschen Medienseiten (was sich natürlich auch im Altpapier niederschlägt, z.B. hier und hier).

Nun hat es ihn zur Zeit verschlagen, für die Tobias Haberkorn und Dirk Peitz ein großes Interview aufgelegt haben. Darin erklärt er z.B., wie er Trumps Strategie deutet und was er als angebrachtes Gegenmittel ansieht:

"Das Herzstück von Trumps Strategie besteht nun darin, den Glauben an eine allgemein anerkannte Faktenbasis zu untergraben. Meine Auffassung ist, dass die Presse sich dagegenstellen muss. Nicht gegen Donald Trumps politischen Erfolg sollte sie arbeiten, sondern gegen die Erosion der Demokratie und der Welt der Fakten. Ich glaube nicht, dass Journalisten dabei neutral bleiben können und einfach weiter ihre Berichte schreiben können. Sie müssen einen Weg finden, sich dagegenzustemmen. Natürlich kann die Presse nicht die politische Opposition werden. Aber sie muss sich Donald Trumps politischem Stil widersetzen."

Wie genau das nun umsetzbar sei, dafür hat Rosen natürlich auch keine Zauberformel parat.

"Es ist schwierig. Ich behaupte nicht, dass ich weiß, was genau Journalisten tun sollten. Es ist auf jeden Fall gut, sich von den Angriffen des Präsidenten nicht ablenken zu lassen und weiter seine Arbeit zu machen. Lasst euch nicht von seinem Twitter-Feed irritieren, reagiert nicht auf alles, was er tut. Lasst die Beleidigungen unkommentiert."

Rosens Rat ist also: nicht in Aktivismus verfallen, sich aber doch gegen den politischen Stil solcher Politiker zu stellen. Auch für deutsche Journalisten – konkreter: den Umgang mit der AfD – hat Rosen einen Tipp.

"Sie zitieren natürlich auch Leute, die die populistischen Taktiken der AfD kritisieren. Doch allein durch ihre Berichterstattung haben die Reporter es der AfD erlaubt, dass sie und ihre Themen politischen Raum einnehmen. Die hergebrachten Vorstellungen über journalistische Professionalität reichen nicht mehr aus, um darauf eine Antwort zu finden. Journalisten in Deutschland werden sich etwas Neues überlegen müssen, sie brauchen andere Inspirationsquellen."

Statt den Idealen von Neutralität oder Objektivität hinterherzulaufen, schlägt Rosen deshalb vor, eine klare Agenda zu verfolgen und die öffentlich mit maximaler Transparenz zu kommunizieren:

"Wenn ein Medium nicht zu einem Teil der rechtspopulistischen Agenda werden möchte, dann muss es eine eigene reporting agenda entwickeln und öffentlich machen. (…) Es ist mehr als eine Absichtserklärung, es ist auch eine Art, die Gegenwart zu analysieren. Redaktionen sollten ganz offen sagen: 'Diese Themen halten wir derzeit für besonders wichtig in der deutschen Politik und Gesellschaft, sie werden für die Zukunft des Landes einen Unterschied machen. Diese Themen sind unseren Lesern wichtig, und wir Journalisten halten sie für essenziell. Wir werden diese Agenda verfolgen. Wir werden alles im Auge haben, was ansonsten geschieht, aber von dieser Agenda werden wir uns nicht ablenken lassen.'"

Dabei muss aber sicher besonders darauf geachtet werden, dass diese Agenda sachlich verfolgt wird und Journalisten dabei nicht in die Falle der Emotionalisierung oder Empörung tappen. Aber das ist es wohl auch, was Rosen meint, wenn er sagt, Journalisten sollten sich von Angriffen nicht ablenken lassen.

Und dann erinnert Rosen noch an ein besonderes Element im Selbstverständnis deutscher Journalisten "das vielleicht ein wenig eingeschlafen ist, das in Zukunft aber sehr wichtig werden wird":

"die Selbstverpflichtung, Deutschland vor einem Rückfall in den Extremismus zu bewahren. Davon sprechen viele deutsche Journalisten, die ich getroffen habe. Diese Tradition haben wir in den Vereinigten Staaten nicht. (…) und dieser Aspekt wird in naher Zukunft sehr wichtig werden. Wenn es weiterhin eine öffentliche Debatte geben soll, dann muss die Öffentlichkeit selbst verteidigt werden. Die gesamte Gesellschaft muss im Gespräch sein, und Journalismus liefert einen essenziellen Teil der Gesprächsgrundlage."

Neben diesen Ansichten sind aber auch Rosens Einschätzungen zur aktuellen Situation bei der Washington Post (ja nun seit fünf Jahren im Besitz von Amazon-Chef Bezos, siehe Altpapier) lesenswert.

Sparen und reformieren, reformieren und sparen

Außerdem stellt Rosen einem Kollegen in Deutschland quasi eine Räuberleiter, also, argumentativ. Wobei das physisch sicher auch amüsant wäre, der Kollege ist nämlich der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm. In dem Zeit-Interview sagte Rosen nämlich noch:

"Ich verstehe, dass es viel Kritik am öffentlich-rechtlichen Rundfunk gibt, dass politische Spannungen mit hineinspielen. Trotzdem haben Sportübertragungen eine immense Wirkung auf die Wertschätzung dieses Rundfunksystems in der Gesellschaft. Das System ist natürlich nicht perfekt. Aber es existiert, es ist sehr solide, sicher finanziert, es besetzt den kulturellen Raum, es ist gemeinwohlorientiert, nicht hyperkommerziell."

Halleluja, wird sich Wilhelm da wohl gedacht haben. Denn in einem Gastbeitrag beim Tagesspiegel nimmt er die Räuberleiter gerne an und versucht u.a. zu rechtfertigen, warum die von manchen als exzessiv angesehene Ausstrahlung von Sportevents bei den Öffentlich-Rechtlichen wichtig sei (auch schon in diesem und jenem Altpapier diskutiert).

"Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk alle Menschen erreichen will und erreichen soll, dann gehören Sport und Unterhaltung genauso dazu wie Bildung, Kultur und Information. Die große Mehrheit der Bevölkerung erwartet und schätzt zudem Unterhaltung und Sport bei uns im Programm - das hat auch die jüngste Fußball-WM wieder gezeigt."

Kritik gibt es ja immer wieder an den horrenden Ausgaben für die Übertragungsrechte. Dessen ist sich Wilhelm wohl auch sehr bewusst – und auch dass es noch diverse andere Kritikpunkte gibt. Statt mal ganz klar auf die Stärken und Alleinstellungsmerkmale der Öffis hinzuweisen (ja, das würde ich hier auch so schreiben, wenn der Text nicht beim öffentlich-rechtlichen MDR online ginge) und offen Selbstkritik zu äußern, findet sich in dem Text erstmal einiges an bravem Gesülze, das etwas danach klingt, als sei sein Ursprung in einer PR-Abteilung zu suchen, z.B.:

 "Der Auftrag, Angebote für die ganze Gesellschaft zu machen, bleibt aktuell. Denn es ist schädlich, wenn jeder in seiner eigenen Welt lebt. Doch wir müssen auch selbstkritisch und sparsam sein."

 "Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sieht heute anders aus als noch vor zehn Jahren und kann es sich auch in Zukunft nicht leisten, in seinen Reform- und Sparbemühungen nachzulassen."

"Und wir werden im digitalen Wandel besonders innovativ sein und unsere Strukturen und Angebote immer wieder anpassen müssen."

Liest man darüber aber hinweg, tauchen auch noch zwei Punkte auf, die durchaus Substanz haben.

"Pay-Modelle und Marktlösungen können für die unterschiedlichsten Interessen in unserer Gesellschaft kein für alle bezahlbares Angebot in dieser Vielfalt und Qualität liefern, wie ARD und ZDF es tun – mit umfassenden Nachrichten- und Informationsangeboten, dem weltweiten Korrespondentennetz, hochwertigen Hör- und Fernsehspielen, den Klassikprogrammen sowie Spitzenorchestern und -chören, den Kultur- und Bildungssendungen, den Unterhaltungs- und Sportangeboten, dem Programm des Kinderkanals KiKA oder Arte, um nur einige Beispiele zu nennen."

Auch wenn das Korrinetz immer weiter eingedampft wird, man sich die Frage stellen darf, welche Unterhaltungsformate angemessen sind und in welchem Umfang (Krimis, Schlagerrevues und so fort…) und inwiefern junge Zielgruppen sich angesprochen fühlen, ob die Anstalten nicht mal mehr auf die Inhalte und weniger auf die Quoten achten sollten und man viele Einzelheiten kritisieren kann, so sind die Punkte Vielfalt und Qualität (ja, auch deren Ausmaße kann man diskutieren) grundsätzlich unter den aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen für Medienunternehmen wohl ziemliche Totschlagargumente für das öffentlich-rechtliche Modell.

Und daran anknüpfend gibt’s den zweiten Punkt:

"Es kann nicht im gesellschaftlichen Interesse liegen, dass sich ARD, ZDF und Deutschlandradio darauf beschränken müssen, die Lücken und Nischen zu füllen, die kommerzielle Anbieter nicht abdecken, weil sie damit kein Geld verdienen können."

Was man eventuell als kleinen Hieb gegen die Verleger und die Einigung in Sachen "Presseähnlichkeit" sehen kann, mit der ja die Öffentlich-Rechtlichen eingeschränkt werden, was das Textangebot im Netz angeht (in Altpapier x, y und z nachzulesen). Die Regelung soll ja im neuen Medienstaatsvertrag verändert werden.

Mehr Medienpolitik-Menuette

Was auch anders gemacht wird, ist der Weg auf dem dieser Staatsvertrag zustande kommen soll. Denn es sind ja nun auch Max und Ulrike Mustermann aufgerufen, diesen mit auf die Beine zu stellen (läuft noch 20 Tage) und Ideen einzusenden. Ob das eher eine Pseudomaßnahme ist, um Gestaltungsspielraum und Einbindung der Gebührenzahler zu suggerieren oder die Vorschläge tatsächlich eine Chance haben, später im Gesetzestext aufzutauchen, sei mal dahingestellt.

300 Einsendungen seien dabei schon bzw. erst zusammengekommen, schreibt Benedikt Frank auf der Medienseite der heutigen SZ (nicht frei online).

"In der Begleitinformation der Beteiligung heißt es, die Öffentlichkeit solle darüber diskutieren können, ob das 'Zulassungsregime zur Regulierung audiovisueller Internet-Bewegtbild-Angebote noch zeitgemäß ist'. Womöglich schwierig ohne medienrechtliches Detailwissen. Dabei geht es um etwas, das alle betrifft: Jeder ist heute potenzieller Medienproduzent, jeder kann dank Smartphone-Apps zum TV-Sender werden - lange bevor ihm die juristischen Konsequenzen bewusst sind. Worum geht es also, jenseits der sperrigen Fachbegriffe?"

Und:

"Zur bürokratischen Sprachverwirrung trägt bei, dass Videos auf Youtube zwar eine Plattform geboten wird, Youtube im Sinne des Staatsvertrags aber keine Medienplattform ist. Da die Rundfunkkommission selbst kein prägnantes Beispiel für eine solche Plattform nennt, muss, wer wirklich mitreden will, auch noch die Geschichte der Plattformregulierung kennen."

Was aber bedeutet hier denn eigentlich "mitreden" und was sind die Voraussetzungen dafür? Wenn man nicht gerade zufällig ein Mediennerd ist, müsste man sich erstmal grundsätzlich einlesen. Denn der bisherige Rundfunkstaatsvertrag, die geplanten Änderungen und die erklärenden Seiten zu den Themen Rundfunk, Plattformen und Intermediäre sind in schönster Juristensprech-Pracht aufgemacht. Frank hat dazu mal bei der Pressestelle nachgefragt, dort

"widerspricht man nicht, dass die Erklärungen der Kommission sehr kompliziert sind. Vielmehr noch bestätigt man, dass die Rundfunkkommission ausgerechnet bei einer Bürgerbeteiligung ihre Pressestelle nicht beauftragt hat, die in Fachsprache gehaltene Vorlage ins Allgemeinverständliche zu übersetzten."

So wirkt der ganze Aufruf leider wirklich wie ein Pseudoversuch, der eine tatsächliche Mitsprache der Nutzer/Hörerinnen/Zuschauer/Leserinnen nicht unbedingt mit allen Mitteln begünstigen will. Frank formuliert das etwas zurückhaltender und fragt sich:

"Wissen sich Medienpolitiker, die vorgeben, auch aus Sorge um die Meinungsvielfalt zu handeln, wirklich nicht besser auszudrücken? Jedenfalls verwechseln sie offenbar zwei Dinge: Bürger zum Mitreden zu ermächtigen, ist nicht dasselbe, wie ihnen die rein technische Möglichkeit zu geben, sich zu äußern."

Wenn jemand ein Klavier hat, heißt das ja auch nicht, dass man einfach so die Goldbergvariationen aus dem Ärmel schütteln kann. Aber mit guter Erklärung kriegt man vielleicht ein kleines Mozart-Menuett hin. Vielleicht dürfen wir also gespannt sein, auf das Youtube-Tutorial "Deutschland, deine Medienpolitik", das Malu Dreyer dann für die nächste Medienstaatsvetragsänderung vorbereitet, um wirkliche Partizipation möglich zu machen?

Altpapierkorb (Buzzfeed Recherchen, Facebooks Interesse an Medienhäusern, FPÖ, mehr Transparenz bei Fotos)

+++ Nach einigen investigativen Recherchen von Buzzfeed und Co. (z.B. hier) stellt sich Daniel Bouhs bei "Breitband" im Deutschlandfunk Kultur die Frage: "Lässt sich das "Boulevardeske" mit seinen eigenen Mitteln schlagen? Indem mit Boulevard-Mitteln harter Journalismus gemacht wird? Wenn man so will, dann sind die Mechanismen des Boulevards in diesem Fall das Vehikel für den Journalismus. Das ist gerade für die Verbreitung in den sozialen Netzwerken geeignet, wo es meist witzig oder emotional zu geht."

+++ Die österreichische FPÖ (ja, diese Partei mit, sagen wir mal, Sympathien für mindestens rechtspopulistisches Gedankengut) war ja noch nie der größte Fan bzw. die flammendste Unterstützerin der Presse. Diese Tradition setzt nun Außenministerin Karin Kneissl weiter fort. Bei ihren Besuchen in anderen Ländern wolle sie sich nicht mehr "von mitreisenden Journalisten auf die Finger schauen lassen", berichtet der Standard. "'Die Moskau-Reise war mir eine Lehre', fügte die Außenministerin mit Blick auf die Visite im April, die kritisch kommentiert worden war, hinzu. Es 'macht nichts', wenn nicht über ihre Besuche berichtet werde, beantwortete sie die anschließende Frage. 'Ich habe angefangen, Gastkommentare zu schreiben'." Achso, na dann kann ja nix mehr schief gehen. Sie wird schon selbstkritisch sein.

+++ In der Süddeutschen schrieb Karoline Meta Beisel am Wochenende über Facebook und deren Förderung von Lokalzeitungen. Das Ganze sei nicht nur scheinheilig: "Neben der Freude über ein paar dringend nötige Pluspunkte fürs Image dürfte Facebook tatsächlich ein echtes Interesse daran haben, dass Medienhäuser wirtschaftlich überleben: Ohne deren Inhalte wäre das soziale Netzwerk deutlich weniger attraktiv für seine Nutzer. Lokale Medien sind dabei besonders wichtig, weil deren Nachrichten sich nicht eben mal so durch andere Quellen ersetzen lassen."

+++ Die Staatsanwaltschaft München ermittelt wegen des Verdachts auf Marktmanipulation gegen Viceroy. Warum das für’s Altpapier interessant ist? Es geht um ProSiebenSat.1, denn, so schreibt Stefan Reccius beim Handelsblatt: "Seit einiger Zeit entdecken auch in Finanzkreisen kaum bekannte Akteure das Geschäft mit Leerverkäufen für sich. So auch Viceroy Research. Unter der Überschrift 'ProSieben – das wahre House of Cards' lancierte Viceroy Anfang März seine Attacke auf Pro Sieben Sat1. In dem Bericht wirft Viceroy dem Unternehmen Manipulationen vor und attackiert deren 'Wachstumsgeschichte' als 'Lüge'."

+++ Ist ein Bild eher Tatsache oder Meinung? Im Interview mit der NZZ erklärt Fotografie-Experte Fred Ritchin, warum er mehr Transparenz bei der Verbreitung von Bildern fordert, z.B. "(a) zum Hintergrund der Geschichte, (b) zum Kontext des Fotos, (c) weiterführende Links und (d) Bildunterschriften sowie den Namen und den Ehrenkodex des Fotografen, der das Bild gemacht hat."

+++ Über den "eigentlich unmöglichen Erfolg des California Sunday Magazine" schreibt Florentin Schumacher auf der FAS-Medienseite.

+++ Es war wieder "Tatort"-Zeit, zeigt sich auf den Medienseiten. Der neue, experimentellere Film "Die Musik stirbt zuletzt" bekam überwiegend gute Kritiken. "Ein Entfesselungsakt in Echtzeit", schreibt SpOn. "Hervorragender Auftakt" heißt es beim Hamburger Abendblatt. Und die Süddeutsche macht sich einen Jux daraus, sich weitere "Tatort"-Szenarien auszudenken.

Neues Altpapier gibt es morgen wieder.

Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen. Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.