Das Altpapier am 21. September 2018 Man kann nicht nicht berichten

Theoretisch könnten Medien auch mal auf einen Schnellschuss verzichten. Aber praktisch? Schwer vorstellbar. Für Reporter ist das Arbeiten gefährlicher geworden. Private Sender hätten auch gern etwas staatliches Geld. Und die amerikanischen Mediengiganten werden immer gigantischer. Müssten wir uns sorgen? Ein Altpapier von Ralf Heimann.

Teasergrafik Altpapier vom 21. September 2018: Emmy-Trophäen sowie die Logos von HBO und Netflix.
Bildrechte: Collage MEDIEN360G

Der Strafverteidiger und Menschenrechtler Bernd Docke, ehemals Anwalt des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz, hat in einem Vortrag kritisiert, wie Journalisten in Deutschland das Thema Kriminalität behandeln. Eckhard Stengel schreibt für das Verdi-Magazin MMM (Menschen Machen Medien) darüber und zitiert unter anderem den unwahrscheinlichen Satz: "Statt eines Schnellschusses kann man auch mal nicht berichten."

Ich habe versucht, mir in verschiedenen Konstellationen vorzustellen, wie dieses Vorhaben umgesetzt werden könnte, wie also ein Reporter versucht, seinen Chef mit dem Satz "Ich würd sagen, da machen wir erst mal gar nichts" zu überzeugen – oder wie der CvD nachmittags seinen Reporter anruft, um ihm zu sagen: "Zu morgen brauchen wir von dir erst mal nichts." Aber es will mir einfach nicht gelingen.

Bernd Docke räumt nun selbst ein, dass das, wie Eckhard Stengel schreibt "für Medien wegen des Wettbewerbsdrucks schwer zu realisieren sei". Wobei ich selbst glaube, es wäre hier und da durchaus möglich, wenn man erklären würde, dass… oder nein, vergessen Sie das.

Sicher einen Gedanken wert ist aber die Frage, ob Docke Recht hat, wenn er sagt (wie Eckhard Stengel hier zitiert):

"Im Spannungsverhältnis zwischen der Pressefreiheit einerseits und der Menschenwürde, der Unschuldsvermutung und dem Anspruch auf ein faires Verfahren andererseits habe sich 'der Regler zwischen diesen Polen in den letzten Jahren deutlich zulasten der Beschuldigten verschoben'."

Eine oft bemühte Erklärung dafür, wäre – falls es denn stimmen sollte –, dass Berichte in größerer Schlagzahl erwartet werden und Reporter notwendigerweise irgendwas sagen müssen, wenn sie vor dem Gerichtsgebäude stehen und zugeschaltet werden. Docke selbst macht sich jedenfalls, so steht es im Text, keine großen Illusionen, dass sich daran etwas ändern könnte. Und ich ehrlich gesagt auch nicht.

Wo Rechte marschieren, wird’s gefährlich

Bevor die Laune sich jetzt so früh am Morgen genauso sehr eintrübt wie der Himmel vor meinem Fenster in diesem Moment, kommen wir besser zu etwas anderem. Aber ich sehe gerade, es wird nicht besser. Denn: Die Zahl der Angriffe auf Journalisten hat zum ersten Mal seit drei Jahren wieder zugenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der European Center for Press & Media Freedom.

Wer sich schnell einen Überblick verschaffen möchte, liest am besten diese Meldung von Maria Gramsch bei Turi2. Wer etwas mehr Zeit hat, bekommt hier die Zusammenfassung der Studie. Und wer heute gar nichts mehr vor hat, kann hier die gesamte Studie herunterladen.

Ansonsten auch noch mal hier: 13 der insgesamt 22 tätlichen Übergriffe auf Journalisten fanden in Sachsen statt, neun davon im Umfeld der Geschehnisse in Chemnitz. Und selbst wenn man die abziehen würde, wären es immer noch deutlich mehr als im Jahr 2017, als fünf Übergriffe registriert wurden – wobei die Zahl schwankt: 2016 waren es 19.

Was man sicher sagen kann: Die Agressionen gegen Journalisten haben zugenommen, seit das Wort "Lügenpresse" die Runde macht. Das stellen auch die Autoren der Studie fest, wie unter anderem im Artikel von Julian Dörr für die SZ nachzulesen ist. Und sie kommen meistens von rechts.

Julian Dörr dazu:

"Die These: Dort, wo Rechte marschieren, werden Journalisten angegriffen. Die Daten bestätigen das, nur zwei von 27 Übergriffen in den vergangenen beiden Jahren waren laut ECPMF politisch links motiviert. (…) Seien es früher vor allem Neonazis gewesen, die Journalisten bedrohten und angriffen, zeigten heute mehr und mehr Menschen aus dem bürgerlichen Milieu Gewaltbereitschaft, heißt es im Report. Belegen lässt sich das nur schwer. Die Berichte von geschlagenen Journalisten aber deuten in diese Richtung."

Das Problem betrifft nicht nur Journalisten, sondern auch andere, die sich kritisch mit Rechtsextremismus beschäftigen – zuletzt den Satiriker Schlecky Silberstein (Altpapier).

Der Deutsche Presserat hat nun gestern, wie auch die Autoren des Berichts, die Forderung erhoben, dass die Sicherheitsbehörden, also vor allem die Polizei, Journalisten bei ihrer Arbeit beschützen müssen.

"Das Recht auf ungehinderte Beobachtung sei kein Anspruch, den sie (Journalisten, Anm. Altpapier) selbst gegen den Staat durchsetzen müssten."

Der Presserat hat dazu auch eine Pressemitteilung herausgegeben.

Der Schutz von Journalisten ist noch in einem anderen Zusammenhang Thema. Wenn Heiko Maas in der kommenden Woche zur UN-Generalversammlung nach New York fliegt, wird er einen offenen Brief von fünf Bundestagsabgeordneten im Gepäck haben, die erreichen wollen, dass ein UN-Sonderbeauftragter zum Schutz von Journalisten eingesetzt wird.

"Für den Schutz von Journalisten sei ein 'konkreter Mechanismus' notwendig, heißt es im Brief an Maas. 'Ein Sonderbeauftragter würde solch einen Mechanismus in Gang setzen können.' Diese Person wäre in ihrer Funktion in der Lage zu überwachen, inwieweit die Mitgliedstaaten völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen. Darüber hinaus hätte sie dann die Befugnis zu eigenständigen Untersuchungen für den Fall, dass Staaten nach Gewalttaten gegen Journalisten nicht ermitteln."

Anonymität kann überlebenswichtig sein

Es wird nun leider nicht besser heute Morgen. Wir kommen zum nächsten unerfreulichen Punkt. Es geht weiterhin Journalisten, die bei ihrer Arbeit bedroht werden. Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen in Deutschland, hat in einem Gastbeitrag für die taz darauf hingewiesen, dass die Anonymität für Journalisten überlebenswichtig sein kann (nicht nur für Journalisten übrigens, wie Moritz Tschermak für das Bildblog hier in einem Tweet anmerkt. Aber Julian Reichelt muss man mit so was wohl nicht kommen).

Im Teaser von Mihrs Text steht die Einschränkung "für Menschen, die nicht in Demokratien leben". Für mein Empfinden könnte man auf sie auch verzichten. Es ist ja nicht so, dass es an Morddrohungen mangeln würde. Und dass noch keine in die Tat umgesetzt wurde, bedeutet ja nicht unbedingt, dass keine Bedrohung besteht. Der Text beginnt dann auch mit dem Absatz:

"Presse- und Meinungsfreiheit zu verteidigen, macht nicht immer Freude: 'Keine Sorge: Wir kriegen dich! Egal, wo du dich versteckst, wir spießen dich auf,' lautete etwa eine anonyme Drohung per Twitter, nachdem ich in einem Radiointerview die ‚Lügenpresse’-Rufe von Pegida-Demonstranten kritisiert hatte. Ja, ich wüsste nur allzu gern, wer mir für meine Meinung de facto einen Mord androht. Das Twitter-Konto wurde gesperrt, sonst passierte nichts. Trotzdem bin ich gegen eine Klarnamenpflicht in sozialen Medien."

Meldungen, in denen es um von wem auch immer bedrohte Journalisten geht, sind heute tatsächlich nicht allzu schwer zu finden. In der taz berichtet Bernhard Clasen über eine Eilentscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, die es den ukrainischen Behörden verbietet, beim Mobilfunkprovider der Investigativjournalistin Natalia Sedletska persönliche Daten über sie einzuholen.

Warum nicht eine Förderung?

Wir kriegen jetzt doch noch die Kurve, hin zu etwas nicht ganz so Betrüblichem – jedenfalls für alle, die nicht bei einem Privatsender arbeiten. Dort muss man nämlich dabei zusehen, wie öffentlich-rechtliche Sender mithilfe der Rundfunkbeiträge nichtsnutzige Unterhaltungsformate wie "Das Traumschiff" oder "Der Bergdoktor" produzieren, während man selbst nicht mal dann öffentliches Geld sehen würde, wenn man die Absicht hätte, Formate zu schaffen, die zwar unattraktiv sind für Werbekunden, aber gesellschaftlich auf irgendeine Weise hilfreich.

Conrad Albert, stellvertretender Vorstandsvorsitzende von ProSiebenSat1 regt in einem Beitrag auf der FAZ-Medienseite () einen Gedanken an, der auf den ersten Blick ganz vernünftig erscheint. Auf den zweiten auch. Ich habe Alberts Text allerdings auch erst gestern zum ersten Mal gelesen.

Man muss sich ein bisschen durch wie fürs Bullshit-Bingo gemachte Sätze kämpfen ("Um das erforderliche gemeinsame Mindset zu schaffen, brauchen wir eine branchenübergreifende Struktur-Taskforce"), aber dann gelangt man irgendwann an die folgende Stelle.

"Daher wäre es nur konsequent, Projekte, die zur Sicherung eines pluralistischen Medienangebots und einer freien Meinungsbildung beitragen, aus öffentlichen Mitteln zu finanzieren – unabhängig ob privater oder öffentlich-rechtlicher Anbieter. Wir Medienhäuser stehen alle in der Verantwortung, Inhalte zu kontextualisieren, Fakten zu prüfen und softwarebasierten Relevanzfiltern mit Vielfalt zu begegnen – in einer Koalition für Meinungsvielfalt."

Das Problem betrifft natürlich nicht nur Privatsender, sondern auch regionale Medienhäuser, die etwa Zeitungen produzieren – im Grunde den Lokaljournalismus generell. Warum sollte man nicht darüber nachdenken, bestimmte wünschenswerte, aber schwer finanzierbare Angebote zu subventionieren? Etwa die lokale Politikberichterstattung.

Gut, das klingt in der Theorie vielleicht gut, scheitert in der Praxis aber schon daran, dass zum Beispiel Regionalverlage der eigenen Wahrnehmung nach eine für die Demokratie ganz essenzielle Rolle einnehmen, während man von außen, wie etwa diese vor ein paar Tagen erschienene Studie, eher zu dem Ergebnis kommt: Das ist doch alles sehr unkritisch und oberflächlich.

Das aber nur als kleiner Exkurs.

Die Sorgen der Mediengiganten

Wir sind nach wie vor bei den privaten Medienunternehmen, aber jetzt bei den amerikanischen, die vermutlich andere Probleme haben als Geld.

Altpapier-Autor Christian Bartels gibt in seiner Medienkolumne bei evangelisch.de einen sehr umfassenden Überblick über Rangfolge und Verflechtungen auf dem weltweiten Medienmarkt, was im Grunde bedeutet. Wir schauen rüber in die USA. Nur um kurz einen Eindruck von der finanziellen Ausstattung an der Spitze zu geben.

"Der Umsatz, anhand dessen das Kölner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) die Liste (die '50 größten Medien- und Wissenskonzerne der Welt 2018', Anm. Altpapier) erstellt, stieg bei Alphabet von umgerechnet fast 82 auf über 98 Milliarden Euro 2017 – um über 16 Milliarden Euro in einem Jahr also. (…) Die AT&T Entertainment Group aus dem kalifornischen El Segundo hat für 'rund 73 Milliarden Euro' Time Warner Inc. aus New York übernommen und führt nun 'mit einem konsolidierten Umsatz von fast 170 Milliarden Euro' die Liste an."

Eine Frage, die sich auf diesem Markt zurzeit stellt, ist: Wer bekommt den Bezahlsender Sky, der bislang noch Rupert Murdoch gehört? Seit Donnerstag ist immerhin klar: Er wird versteigert. Das berichtet das Handelsblatt.

"Für ein börsennotiertes Unternehmen ist dieses Verfahren sehr ungewöhnlich. Sky ist derzeit mit rund 30 Milliarden Euro bewertet. Dieser Preis könnte bei der Versteigerung noch übertroffen werden."

Die Gefahr, dass die Amerikaner nicht wissen, wohin mit dem ganzen Geld und aus Verzweiflung noch das deutsche Fernsehen übernehmen, besteht aber laut Ufa-Geschäftsführer Nico Hofmann nicht, wie er im Spiegel-Online-Interview mit Christian Buß erklärt:

"War es in den letzten Jahren nahezu schon die Regel, dass der Pay-TV-Sender HBO die Emmys in den wichtigsten Kategorien einkassierte, so hatte sich heuer bereits bei den Nominierungen gezeigt, dass Netflix dem alteingesessenen Sender heftig Konkurrenz machte. Zum ersten Mal in den vergangenen 17 Jahren konnte HBO diesmal nicht die Spitze aller Nominierungen erobern: HBO schnitt mit 108 Nennungen ab, Netflix mit 112 (vgl. MK-Meldung) . Dieser Trend setzte sich nun bei der Preisverleihung fort: HBO lag nicht vorne, sondern musste sich die Spitzenposition mit Netflix teilen. Beide Programmanbieter hatten am Ende des Abends je 23 Emmy Awards eingesammelt."

Und das steht gleichzeitig für einen enormen Prestige-Gewinn der Streaming-Plattformen:

"Immer mehr bewährte und renommierte Autoren, Regisseure und Darsteller laufen zu den Streaming-Anbietern über. Selbst für die Stars des Filmgeschäfts gilt die einstige Verachtung des Bildschirms längst nicht mehr."

Und damit nun zum Altpapierkorb.


Altpapierkorb (Facebooks "War Room", Proteste gegen Erdogan-Besuch in Brüssel, Konkurrenz für die Apotheken-Umschau)

+++ Ulrike Simon war in den vergangenen Tagen beruflich auf sehr vielen Geburtstagsfeiern zugegegen. Für ihre Spiegel-Plus-Kolumne () hat sie eine kleine Typologie erstellt. Der Text trägt bezeichnenderweise den Titel "Feiern und Saufen".

+++ In der Zusammenfassung noch ein paar Facebook-Meldungen: Für die bevorstehenden Wahlen hat Mark Zuckerberg in der Zentrale einen "War Room" einrichten lassen, wie unter anderem FAZ auf ihrer Medienseite berichtet. Ich muss gestehen, im ersten Moment habe ich das mit einem "Panic Room" verwechselt, in den man sich zurückziehen kann, wenn es heikel wird. Tatsächlich geht es aber vor allem darum, während der in den USA bevorstehenden Wahlen, schnell auf sich ausbreitende Falschmeldungen reagieren zu können, also gewissermaßen um Deeskalation, worauf man bei den Wort jetzt tatsächlich nicht kommen würde.

+++ Gleichzeitig droht Facebook Ärger aus Brüssel, gegen den auch ein "War Room" nicht helfen wird. Wie Futurezone berichtet, ist Facebook schon sieben Monate mit der Anpassung der Nutzungsbedingungen in Verzug. Meine Vermutung wäre: Die kommen halt auch nicht zum Arbeiten, wenn sie den ganzen Tag bei Facebook rumhängen.

+++ Und wirklich nur der Vollständigkeit halber, weil wir das Fass jetzt schon mal aufgemacht haben. Unter anderem Spiegel Online berichtet, dass Facebook (zunächst nur in Kolumbien) seine neue Dating-Funktion freigeschaltet hat, die sie im Mai angekündigt hatte. Und was jetzt schon spannend klingt: Die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer dabei auf entfreundete Ex-Partner treffen, soll gar nicht so klein sein. Tipp an alle Zeitungen: Auf der Panorama-Seite schon mal Platz für eine Meldung freihalten.

+++ Nach dem geschlossenen Rücktritt der österreichischen Vice-Redaktion im August (Altpapier) gibt es jetzt immerhin schon eine neue Redaktionsleiterin. Alexandra Stanić übernimmt, meldet Standard.at. Sie war zuletzt Chefreporterin beim Stadtmagazin "Biber".

+++ Malte Kreutzfeldt hat für die taz einen Nachruf auf den Journalisten und Multimedia-Künstler Steffen Meyn geschrieben, der im Hambacher Forst nach einem Sturz von einer Hängebrücke gestorben war. Anders als die meisten anderen Medien, die von "Steffen M." schrieben und das Bild verpixelt zeigten, nennt Kreutzfeldt Meyns vollen Namen, er ist auch im Bild zu sehen. Der Grund dafür: "Sein (Steffen Meyns, Anm. Altpapier) Foto und seinen Namen veröffentlichen wir im Einverständnis mit Freunden und Eltern, die die Erinnerung an Steffen Meyn und das, wofür er stand, aufrechterhalten wollen."

+++ Bernd Müllender war zufällig dabei, als Steffen Meyn starb. In einem Augenzeugenbericht für die taz schreibt Müllender über die Ratlosigkeit danach.

+++ Die EU-Parlamentarierin Julia Reda (Piraten) berichtet in einem Interview mit der Heiseshow über die Besuche von Chefredakteuren bei EU-Parlamentariern, die vor der Entscheidung über das europäische Leistungsschutzrecht deutlich gemacht hätten: "Wenn ihr nicht fürs Leistungsschutzrecht stimmt, dann berichten wir nicht mehr von eurem Besuch auf dem Volksfest."

+++ Mehrere Journalistenverbände und Amnesty International haben zu Protesten gegen den Besuch des türkischen Autokraten Erdogan aufgerufen, schreibt unter anderem Standard.at. Am kommenden Freitag (28. September) soll am Berliner Hauptbahnhof eine Kundgebung stattfinden.

+++ Burda will nicht länger hinnehmen, dass Apothekenkunden nur ein kostenloses Magazin mit nach Hause nehmen können und legt zukünftig die Zeitschrift "MyLife" neben die Apotheken-Umschau, schreibt Meedia. "Für Burda bietet das neue Magazin die Chance, im lukrativen Anzeigenmarkt mit Pharma-Unternehmen noch stärker Fuß zu fassen, denn der Werbemarkt wächst. Nach Angaben des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) stiegen die Werbeausgaben für OTC-Arzneimittel in 2017 brutto auf mehr als 1,1 Milliarden Euro. Zwei Jahre zuvor waren es lediglich rund 880 Mill. Euro."

+++ Der Tagesschau-Faktenfinder haut die Junge Union raus. Die waren nämlich laut Facebook neulich "unterwegs mit Heinrich Himmler". So stand es jedenfalls über einem Posting. Aber wie Christopher Bonnen klarstellt, ist die wahrscheinlichste Erklärung, dass jemand anders die Markierung angebracht hat.

+++ Alexander Krei hat für DWDL mit Thomas de Buhr gesprochen, dem Chef des Sportstreamingdienstes DAZN (Sprich: DaZone), der unter anderem ganz zufrieden damit ist, dass der Konkurrent Sky sich immer zuerst aussuchen kann, welches Spiel er zeigt ("können damit sehr gut leben"), der es auch nicht so schlimm findet, dass DAZN Bundesligaspiele nicht live zeigen kann ("Aktuell sind wir sehr zufrieden"), und der den Breitbandausbau in Deutschland mit dem sehr schönen Satz kommentiert: "Wäre der Strom in Deutschland so verteilt worden wie das Internet, dann säße man in Ostfriesland noch bei Kerzenschein."

+++ Die Frankfurter Allgemeine Woche, das wöchentliche Nachrichtenmagazin der FAZ, sieht ab heute etwas anders aus. Das meldet der Verlag in einer Pressemitteilung. Also bitte am Kiosk nicht erschrecken heute.

Neues Altpapier gibt es am Montag.