Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 19. Dezember 2018: Ein stilisierte Person mit einer roten Schussweste mit der Aufschrift Presse. Die Person befindet sich im Fadenkreuz. Im Hintergrund eine Liste mit Namen der 2018 getöteten Journalisten. Unten der Schriftzug von "Reporter ohne Grenzen"
Bildrechte: MEDIEN360G / Reporter ohne Grenzen

Das Altpapier am 19. Dezember 2018 Im Querschnitt ist niemand zuständig

Die "gefährlichsten Länder" für Reporter sind die üblichen Verdächtigen: Afghanistan, Syrien, Mexiko. Allerdings hat sich ein großer nordamerikanischer Staat auf Augenhöhe herangepirscht. Zunehmend "medienfeindlich" geht es auch in Europa zu. Hat die EU zu wenig auf Pressefreiheit als Aufnahmekriterium geachtet? Immerhin will die Bundesregierung ein neues "digitales Phantomproblem" bekämpfen. Wo die Medienvielfalt jedenfalls wächst: auf dem Apotheken-Tresen. Ein Altpapier von Christian Bartels.

Collage zur Medienkolumne Das Altpapier vom 19. Dezember 2018: Ein stilisierte Person mit einer roten Schussweste mit der Aufschrift Presse. Die Person befindet sich im Fadenkreuz. Im Hintergrund eine Liste mit Namen der 2018 getöteten Journalisten. Unten der Schriftzug von "Reporter ohne Grenzen"
Bildrechte: MEDIEN360G / Reporter ohne Grenzen

Als Reporter wissen die Reporter ohne Grenzen, was Medien brauchen, zum Beispiel schnell und einleuchtend vergleichbare Zahlen wie

"Im zu Ende gehenden Jahr sind weltweit mindestens 80 Journalisten, Bürgerjournalisten und andere Medienmitarbeiter in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden, 15 mehr als im Vorjahr",

und griffige Zeilen wie "Gefährlichste Länder: Afghanistan, Syrien, Mexiko, Jemen, Indien".

Darum erscheint immer gegen Ende des Jahres die "Jahresbilanz der Pressefreiheit". Sie ist nicht ganz so nachhaltig einsetzbar wie die Rangliste der Pressefreiheit, die immer im Frühjahr erscheint und in diesem Jahr in Formulierungen wie "Die Türkei steht auf der aktuellen Rangliste der Pressefreiheit ... auf Platz 157 von 180 Ländern" in sehr, sehr vielen Meldungen und Artikeln zitiert wurde. Aber eine Meldung wert ist sie immer. Am Dienstag erschien sie als Pressemitteilung wie als visuelleres, 25-seitiges PDF-Dokument und machte in den meisten Medienmedien ziemlich ähnlich lautend die Runde (z.B.).

Die oben bereits zitierte "Gefährlichste Länder"-Zeile steht als Zwischenüberschrift über dem Absatz, der die fünf "Länder mit den meisten getöteten Journalisten, Bürgerjournalisten und Medienmitarbeitern" in absteigender Folge nennt – und eigentlich noch größeres Potenzial enthält. Der Absatz lautet vollständiger:

"Die Länder mit den meisten getöteten Journalisten, Bürgerjournalisten und Medienmitarbeitern waren 2018 Afghanistan (15 Medienschaffende getötet), Syrien (11), Mexiko (9), Jemen (8) und Indien (6). Auch in den USA starben in diesem Jahr sechs Journalisten, vier von ihnen wurden beim Anschlag auf die Lokalzeitung Capital Gazette am 28. Juni gezielt getötet."

Die Zeilen "Gefährlichste Länder: Afghanistan, Syrien, Mexiko, Jemen, Indien, USA" oder "Gefährlichste Länder: Afghanistan, Syrien, Mexiko, Jemen, USA" wären also genauso legitim und würde in Ländern, die sich sehr viel mehr an den USA als an Indien orientieren, mehr hermachen.

Auch sonst enthält die Bilanz nützliche Informationen, zum Beispiel, dass nur wenig mehr Medienschaffende "in Gebieten mit bewaffneten Konflikten" wie außerhalb solcher Gebiete starben. Und dass die Länder, die für Reporter nicht die lebensgefährlichsten sind, aber die, in denen am meisten eingekerkert werden, fünf andere sind: China (60), Ägypten (38), der Türkei (33), Iran (28) und Saudi-Arabien (28). Da fällt bei der Interpretation dann die Unterscheidung zwischen "Journalisten" und "Bürgerjournalisten" ins Gewicht: Während in China "unter den Inhaftierten 46 Bürgerjournalisten" seien, die sich also leichter als etwas anderes als Journalisten bezeichnen lassen und international weniger Unterstützung erfahren, bleibe weiterhin die Türkei "das Land, in dem weltweit die meisten professionellen Journalisten wegen ihrer Arbeit im Gefängnis sitzen."

Weiter unten in der Mitteilung, im Absatz, der der ROG-Forderung nach Einsetzung eines Sonderbeauftragten der Vereinten Nationen für den Schutz von Journalisten gilt, steht der schöne Satz:

"Als weltweit erstes Parlament stellte sich der Deutsche Bundestag am 23. Juni 2017 hinter die Forderung von ROG",

der dem deutschen Selbstbild, ethisch-moralisch immer vorne dabei zu sein, prima entspricht. Allerdings hat Frederik Schindler für die taz nachgehakt und -fragt:

"Doch der zuständige Außenminister Heiko Maas (SPD) hat bislang die Chance vertan, sich in der UN-Generalversammlung für einen Sonderbeauftragten einzusetzen. Als sich mehrere Medien- und Menschenrechtspolitiker aus den grünen und linken Bundestagsfraktionen im September mit der Forderung in einem offenen Brief an den Außenminister wandten, erhielten sie drei Wochen später eine ernüchternde Antwort ..."

Schindler zitiert dann noch eine ebenfalls nicht prickelnde Antwort, die die taz aktuell vom Auswärtigen Amt bekam, sowie weitere Ernüchterung des deutschen ROG-Geschäftsführers Christian Mihr ("Es reiche offenkundig nicht aus, wenn der Schutz von Journalisten eine Querschnittsaufgabe verschiedener UN-Gremien ist").

Wobei wichtige Themen zu Querschnittsaufgaben zu erklären ja bewährte politische Praxis ist – etwa auch in den Bundesregierungen, denen Heiko Maas angehörte und angehört. Da wurde bekanntlich der Themenkomplex Internet/ Netzpolitik/ Digitalisierung zur Querschnittsaufgabe ernannt, was es einerseits sämtlichen Mitgliedern der Regierung erlaubt, bei jeder Gelegenheit das Stichwort "Digitalisierung" in die Diskussion zu werfen, ohne andererseits bei irgendeiner Gelegenheit hart nach eventuellen Erfolgen gefragt werden zu können. Alle anderen Ressorts sind ja mindestens genauso zuständig. Ähnlich verhält es sich beim Themenkomplex Presse-/ Medienfreiheit auch.

"Das Volk ruft nach Pressefreiheit" (Ungarn und übriges Europa)

So übel sich die Lage in den USA entwickeln mag, Europa hat überhaupt keinen Grund, zufrieden zu sein. Das "zunehmend medienfeindliche Klima" auch in Europa (epd-Meldung) ist bekannt. Dazu passend hat Handelsblatt-"Medienkommissar" Hans-Peter Siebenhaar, noch ohne ROG-Bilanz-Zusammenhang, aber eindrücklich den lauten "Ruf des Volkes" "nach Pressefreiheit" in Ungarn geschildert: "Die Auseinandersetzung erlebte mit der Besetzung des staatlichen Senders MTV am Sonntagabend einen neuen Höhepunkt", schrieb er (und betont auch die Bedeutung, die der "zu Bertelsmann gehörende Privatsender RTL Klub", der "noch außerhalb des Einflusses der Regierung" berichten könne, hat bzw. hätte, denn "RTL Klub ist vor allem ein Unterhaltungssender, in dem Nachrichten nur eine bescheidene Nebenrolle" spielten).

Wiederum im Jahresbilanz-Zusammenhang brachte der schon erwähnte ROG-Geschäftsführer Mihr im SWR-Radio das Argument, dass die EU "Pressefreiheit als Beitrittskriterium nicht ernst genug genommen" habe (das ein SWR-Tweet mit Quotecard, entsprechendem Audioausschnitt und Link zum ganzen, knapp sechsminütigen Audio vorbildlich aufbereitet hat).

Vom "Rückbau von demokratischen Verfasstheiten" in Ungarn und Polen sprach auch Deutsche-Welle- (und Ex-taz-)Chefredakteurin Ines Pohl, die gegenüber Deutschlandfunks "@mediasres" einiges Instruktives sagte. Sie nennt die USA, Russland und die Türkei in einem Atemzug als Staaten, in denen "seitens der Regierung kontinuierlich daran gearbeitet" werde, Journalisten "in Misskredit zu bringen", und empfiehlt als konkretes Gegenmittel gegen solchen Misskredit etwa "Making-ofs" zu Berichten, um zu "belegen, dass wir mit den Menschen wirklich sprechen". Sowie einen alten Hut, der aber auch in Deutschland häufig auf der Hutablage liegen bleibt:

"Wir müssen uns alle immer wieder fragen: Sind wir sauber in der Trennung zwischen Bericht und Kommentar, in der Trennung zwischen Information und Einordnung."

Bundesregierung gegen Bots

Wo sich der Querschnitt der Bundesregierungs-Groko immerhin ziemlich einig ist, nachdem mehrere unterschiedliche Studien binnen Kurzem es nahelegten (zuletzt am Montag hier Thema): dass Bots gekennzeichnet werden müssen.

Was solche Bots noch mal sind, erläutert heute in der FAZ (S. 8, online €) Carsten Knop, seines Zeichens "Chefredakteur digitale Produkte":

"Die Bandbreite reicht von einfachen Algorithmen bis hin zum Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). Ein KI-Bot ist sogar lernfähig: Er erkundet seine Umgebung und passt sich ihr an. Social Bots verrichten ihr Werk meist zu Tageszeiten, zu denen auch Menschen meist aktiv sind. Außerdem posten sie ihre Beiträge meist in variierenden Zeitabständen – all das verschleiert, dass in Wirklichkeit eine Maschine hinter den Beiträgen steckt."

Was u.a. es eben schwierig macht, solch eine Kennzeichnungs-Pflicht in ein sinnvolles Gesetz zu gießen, wie Juliane hier schon am Montag schrieb, dann auch netzpolitik.orgs Markus Reuter ("Warum wir die panische Bot-Debatte beenden sollten" – u.a., "weil Grundrechte dabei unter die Räder kommen könnten") und mit Hendrik Wieduwilt ("Deutschland macht sich einmal mehr auf, mit Hurra ein digitales Phantomproblem zu bekämpfen" ...) ein weiterer FAZ-Redakteur kommentierten.

Einen weiteren Experten, der ausdrücklich nicht pauschal vor Bots warnen möchte ("Davon, dass sie jemanden politisch überzeugen könnten, sind wir Jahrzehnte entfernt"), hat Marc Felix Serrao für die Neue Zürcher Zeitung gefunden. Der Nürnberger Medieninformatik-Professor Florian Gallwitz erklärt im Interview auch, was seiner Meinung nach allein gegen Bots hülfe:

"Es gibt technisch keine Möglichkeit, zu verhindern, dass ein Programm so tut als wäre es ein Mensch. Das Einzige, was es gibt, sind die kleinen Rätsel, bei denen Sie Buchstaben eingeben oder Bilder identifizieren, um zu zeigen, dass sie ein Mensch sind. Wenn Sie das allerdings vor jedem Tweet machen müssten, würde es das Geschäftsmodell von Twitter zum Einsturz bringen."

Interessant am oben erwähnten Carsten-Knop-Text ist noch, dass er botswatch.de, das Unternehmen, das die neue deutsche Bots-Debatte vorige Woche anstieß (Altpapier) als "CDU-nahes Unternehmen" bezeichnet. Und so etwas dürften FAZ-Redakteure ja einzuschätzen wissen.

Festzuhalten bleibt: Unter Experten gibt es eine recht breite Koalition gegen Bots-Kennzeichnungs-Gesetzespläne, für die es in der Regierung eine Mehrheit gibt. Andererseits besitzen "digitale Phantomprobleme" (Wieduwilt), genau wie analoge, aus dem Blickwinkel regierender Politiker den Vorzug, dass immer, wenn über sie diskutiert wird, über anderes nicht diskutiert wird.

Meinungsvielfalt auf dem Apotheken-Tresen

Rasch noch in eine – zunächst – völlig andere Ecke der Medienblase. Manchmal ist auch jenseits des schnellen Verbreitungswerts relativer Neuigkeiten meedia.de lesenswert. Das gilt besonders für den aktuellen Gregory-Lipinski-Artikel.

Nicht nur enthält er mehr konkrete Zahlen über das immer wieder gern beschriebene Zeitschriftenwunder Apotheken Umschau aus dem Baiersbrunner Wort & Bild-Verlag als viele sonstige Artikel. Z.B.:

"Rein rechnerisch nimmt damit jeder Apotheker alle zwei Wochen im Schnitt rund 250 Exemplare ab. Doch die Hefte sind für die Inhaber nicht gratis. 'Die Apotheken zahlen für die Apotheken Umschau im Schnitt zwischen 50 Cent und einem Euro pro Heft. Dies variiert je nach Zusatzleistungen, beispielsweise, ob ein Rätsel- oder Fernsehteil beilegt', rechnet der Wort & Bild-Chef vor. Doch das Investment lohnt sich. 'Untersuchungen zeigen: Jeder Leser der Apotheken Umschau bringt der stationären Apotheke 18 Euro mehr Umsatz im Monat', betont [Andreas] Arntzen."

Dann geht es um die Neuigkeit, dass einer der noch großen Hechte im verbliebenen Karpfenteich des Zeitschriftengeschäfts, Hubert Burda Media, in denselben Markt einsteigen möchte, und zwar "in enger Zusammenarbeit mit einem bundesweiten Apotheker-Beirat". Aus dem Erbe des "sagenumwobenen Verlegers der Verlagsgruppe Milchstraße", die ja ins Burda-Imperium eingegangen ist, liegt mit "My Life" auch ein top-attraktiver Titel vor. Dazu hatten die Füchse von Burda die tolle Idee, auf die Titelseite "2,50 Euro" als Verkaufspreis draufzuschreiben, was bei Apothekenkunden den Wunsch, das Heft, das ihnen wie die Umschau natürlich gratis mitgegeben werden soll, tatsächlich einzustecken, verstärken dürften.

So könnten Apotheker künftig vor dem Luxusproblem stehen, zwischen zwei Heftstapeln auswählen zu können, die sie auf ihre Tresen legen (oder sogar beide auszulegen). Was aber ihr perspektivisches Hauptproblem, Kunden, die Medikamente womöglich sogar beim top-beliebten Datenkraken Amazon bestellen zu können, überhaupt weiter in ihre Ladengeschäfte zu locken, nicht zwangsläufig lösen dürfte. Womit das Querschnittsproblem Digitalisierung also auch in den Apotheken ankommt ...


Altpapierkorb (Youtube gegen Microsoft? Frauendiskriminierung im ZDF? "Journalist des Jahres 2018". Rotkehlchen. Glückwunsch, Medienkorrespondenz! Später Triumph für Heinz Dunkhase)

+++ Kürzlich ging's im Altpapier um die Gefahr noch weiter wachsender Google-Dominanz, weil Microsoft seine eigene Browser-Entwicklung einzustellen ankündigte. Über Folgediskussionen u.a. darüber, ob Google den Microsoft-Browser durch Veränderungen bei Youtube "torpediert" und so dessen Vorzug niedrigeren Akkuverbrauchs erledigt hat, berichtet der Standard.

+++ Vor dem Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg wurde am Dienstag der Fall Birte Meier vs. ZDF bzw. "der schwierige Fall der angeblichen Frauen­diskriminierung im ZDF" (Juliane Wiedemeier bei uebermedien.de) verhandelt, aber noch nicht entschieden. Siehe auch Berliner Zeitung, SZ-Medienseite (zurzeit nicht frei online).

+++ Wo ein Gerichtsurteil fiel, ein "spektakuläres" sogar: irgendwo in Australien. "Am vergangenen Dienstag fällte ein Gericht – wo, dürfen Medien nicht schreiben – ein Urteil – welches, dürfen Medien nicht schreiben-, gegen eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Landes – welche, dürfen Medien nicht schreiben-, der etwas Schlimmes vorgeworfen wird – was, dürfen Medien nicht schreiben", berichtet die taz so darüber, dass sie wohl auch dann nicht ins Gefängnis müsste, wenn sie in Reichweite der australischen Gerechtigkeit käme.

+++ Das "große Fressen" kleinerer Verlage durch die Südwestdeutsche Medienholding SWMH (Altpapier) war nun Thema bei "@mediasres".

+++ Der SWMH-Toptitel Süddeutsche berichtet auf seiner Medienseite heute groß über Weihnachtsfolgen US-amerikanischer Fernsehserien und über Bayern-Fernsehkrimis.

+++ Um die  Vorabendpolizistenhelden "Hubert und Staller" geht's auch auf der FAZ-Medienseite (Heike Hupertz: "Von Januar an dann 'Hubert ohne Staller'. Vorschlag für Staffel neun: 'Ohne Hubert, ohne Staller'"). +++ Sowie um "Springsteen on Broadway" auf Netflix.

+++ Die reanimierten "Lead-Awards" (Altpapier) sind ja schon vergeben (und dass Giovanni di Lorenzo mal Bronze gewann, zwei Ränge hinter Marion Horn von der Bild am Sonntag, ist ihm gewiss nicht sehr oft widerfahren ...). +++ Nun hat das traditionsreiche medium magazin "Die Journalisten und Journalistinnen des Jahres 2018" gekürt. Hauptgewinner: Dokumentarfilmer Stephan Lamby. +++ Und die erste Tranche Fernsehpreis-Nominierte ist auch raus.

+++ "Private Tragödien im protestantischen Pfarrhaus und die mit ihnen verflochtenen Glaubens-Geschichten mit existenzieller Wucht" gehen "stärker unter die Haut, als es jede gut gemeinte 'Um Himmels Willen'-Folge vermag", schreibt Renate Kortheuer-Schüring beim evangelischen Branchendienst epd medien mit Blick auf die dänische Arte-Serie "Die Wege des Herrn" (und die besondere bildsprachliche Rolle, die Rotkehlchen darin spielen).

+++ Der katholische Branchendienst Medienkorrespondenz feiert seinen 65. Geburtstag, 1953 noch als "Funkkorrespondenz" mit einem kleinen Relaunch: "Wir haben diesen Jahrestag zum Anlass genommen, das Titelseitendesign zu modernisieren und dabei die Farbe zu wechseln, wie Sie sehen werden. Fortan erscheint die MK mit rot-weißem Titel". Herzlichen Glückwunsch!

+++ Manchmal ist auch jenseits des schnellen Neuigkeitswerts sogar quotenmeter.de lesenswert. Welchen Medienbeobachtern sonst fiel auf, dass am gestrigen Dienstagabend um 23.10 Uhr "also durchaus ein Stück Fernsehgeschichte zu Ende" ging: Da endete die letzte Sat.1-Sendung "Akte" (oft mit einer zweistelligen Jahreszahl kombiniert, in den letzten Jahren mit der eigentlich ja erfolgreichen Reizfigur Claus Strunz). Wenn es weitergeht, dann aus Unterföhring statt aus Berlin. +++ Gut, dwdl.de fiel es (auch unter Quotenaspekten) auf.

+++ "Ist es nicht eigentlich ein Zeichen für Qualität, wenn man eine niedrige Einschaltquote hat?", fragt Ulrich Tukur im Verlauf eines seehr launigen Tagesspiegel-Interviews.

+++ Und welche ältere NDR-Produktion des längst verstorbenen Fernsehregisseurs Heinz Dunkhase in wenigen Wochen – trotz ihres Stars Freddie Frinton erstmals – in Großbritannien ausgestrahlt werden wird, meldet der Standard.

Neues Altpapier gibt's wieder am Donnerstag.

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