Die Reste des alten Tagebaus in Altenberg
Bildrechte: imago/Werner Otto

Wandertipp 14 Achttausender im Osterzgebirge

Erklimmen Sie auf dieser 50 Kilometer langen Tour die höchsten Punkte des Osterzgebirges. Genau 14 Gipfel sprengen die magische 8.000er-Grenze - in Dezimetern gemessen.

Die Reste des alten Tagebaus in Altenberg
Bildrechte: imago/Werner Otto

Die Tour im Überblick:

  • Gesamtlänge der Strecke: ca. 50 km
  • Wanderung in 1-2 Etappen

Parkplatz Altenberg bis Geisingberg (ca. 1 km)

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz Altenberg (in Richtung Geising / oberhalb der Pinge). Von dort führt ein Wanderweg (blauer Punkt) hinauf zum Gipfel des Geisingberg (824 m), wo eine Einkehr ins Wirtshaus und das Erklimmen des 18 m hohen Louisenturms locken. Schaut man von der Aussichtsplattform gen Südosten, sieht man links von der Kohlhaukuppe (markanter Aussichtsturm auf dem Gipfel) schon den weiteren Wegverlauf in Richtung Fürstenau.

Vom Geisingberg zur Traugotthöhe (ca. 5 km)

Vom Geisingberg geht es entweder die Schneise der "Sachsen-Abfahrt" oder aber den markierten Wanderweg (blauer Balken) hinab nach Geising und von dort weiter der Markierung folgend in Richtung Fürstenau. Kurz vom Ortseingang in Höhe eines großen Stallgebäudes biegt der Weg rechts ab über einen langgezogenen Hügel hinauf zur Traugotthöhe (806 m) - ein kleiner Betonpfahl markiert den höchsten Punkt.

Von der Traugotthöhe zum Fuchshübel (ca. 4 km)

Im Abstieg zurück in Richtung Geising (gleicher Weg), bis links der Wanderweg Richtung Silberstollen / Zinnwald abbiegt. Von hier südlich der Kohlhaukuppe vorbei (Markierung: Gelber Punkt) bis zum Sommerweg - dort der blau markierten Skiloipen-Markierung ("Skiwanderweg Fuchshübel") in nördlicher Richtung folgen bis zum höchsten Punkt im Wald - Fuchshübel (813m).

Vom Fuchshübel über die Scharspitze zur BIWAK-Kuppe (ca. 3 km)

Zurück auf den Sommerweg und hinab nach Zinnwald führt der Weg weiter, im Ort zweigt unweit der Straßenkreuzung in Richtung Geising ein markierter Wanderpfad (roter Balken) nordwärts in Richtung Altenberg. Ca. 1 km geht es den sogenannten "Langen Gassenweg" bergauf bis zum "K-Flügel" - eine Waldschneise, der wir rechts etwa 300 m folgen und dann linkerhand einen kleinen Pfad hinauf bis zur Scharspitze (Schutzhütte) folgen. Zurück auf dem K-Flügel überquert die Tour erneut den rot markierten "Gassenweg", diesmal biegt ein kleiner Pfad rechts in den Wald, wo man leicht im Gebüsch den höchsten Punkt findet - eine Aufschichtung spitzer Gesteinsbrocken auf einer Mini-Lichtung. Dieser "Gipfel" heißt "BIWAK-Kuppe" und trägt ein Gipfelbuch.

Von der BIWAK-Kuppe zu den Lugsteinen (ca. 3 km)

Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg wieder bis nach Zinnwald, an der Wegkreuzung "Neue Strasse" rechts halten in Richtung B 170 (Hochmoor, Lugstein), die oberhalb der Tunnelausfahrt am Grenzübergang überquert wird (Wanderweg ist rot + grün markiert). Unübersehbar unter dem großen Umsetzer-Turm die beiden zerklüfteten "Brocken": Großer und Kleiner Lugstein.

Ein Wegweiser mit vielen Richtungen.
Der Weg zu den Lugsteinen ist ausgeschildert. Bildrechte: dpa

Vom Lugstein zur unbenannten Spitze (ca. 3 km)

Vom Hotel "Lugsteinhof" wandern wir die "Schneise 30" in Richtung Kahleberg (Markierung: grün) nach etwa 600 Metern biegt links der Georgenfelder Weg ab, der entlang der Biathlonstrecken im Hofmannsloch zur Schneise 28 führt. Diese wird überquert, weiter geht es auf dem Georgenfelder Weg bis zur Wegkreuzung "Gabelweg". Dem rechts ca. 100 Meter folgen (Richtung Nordwest), dann einem kleinen Trampelpfad linkerhand in den Wald folgen, bis man der Meinung ist, es geht nirgends mehr höher (so richtig haben wir auch auf unserer BIWAK-Tour keinen "Gipfel-Punkt" festlegen und ausmachen können).
Achtung: Diese Passage ist eher unübersichtlich und im Wege- und Schneisengewirr rund um den Kahleberg nur mit guter Karte und/oder dem Rat Ortskundiger zu empfehlen!

Von der unbenannten Spitze zum Hemmschuh (ca. 4,5 km)

Am besten folgt man jetzt dem Gabelweg wieder in südlicher Richtung gen Rehefeld (hier verlaufen gemeinsam der Europäische Fernwanderweg "Eisenach - Budapest" und der Europäische Fernwanderweg E3 "Atlantik - Erzgebirge - Schwarzes Meer). Im Ort Rehefeld angekommen rechts halten bis zum Skihang "Fleischerhang", dort hinauf zum höchsten Punkt, zum "Hemmschuh".

Vom Hemmschuh zur Schickelshöhe (ca. 5-6 km)

Abstieg vom "Hemmschuh" auf der entgegengesetzten Seite in Richtung Grenzübergang Neurehefeld (der Weg ist als Skiloipe markiert). Von dort immer dem Kammweg entlang der Grenze folgen bis nach Neuhermsdorf. Am Sporthotel rechts über die Straße queren (Anhaltspunkt: Hotel "Wettin"), dann in Richtung Nordwest am "Alten Zollhaus" vorbei auf der (Sommer) oder parallel zur (Winter) Straße in Richtung Hermsdorf. Unübersehbar die riesigen Windräder, von dort aus noch ca. 1 km bis zur Schickelshöhe - ein kaum erkennbarer Höhenzug, auszumachen durch zwei Pfosten (je 2 m hoch) auf dem höchsten Punkt. Dieser Teil gehört bei gutem Wetter (Fernsicht) zu den landschaftlich schönsten Abschnitten der Tour!

Von der Schickelshöhe zur Steinkuppe (ca. 5-6 km)

Folgt man der Strasse zurück in Richtung Neuhermsdorf, so biegt man in Höhe der Windräder rechts ab, folgt ca. 150 m der kleinen Nebenstrasse bis zum Parkplatz und findet dort einen gelb markierten Wanderweg, der in östlicher Richtung in den Wald führt ("T-Weg"). Nach ca. 2 km ist man zurück auf den Kammweg, der ehemaligen Eisenbahnstrecke nach Moldau. Am "Teichhaus" den alten Bahndamm verlassen, links führt der gelb markierte Pfad weiter aufwärts Richtung Fischerbaude und Steinkuppe, die man mit einem kleinen Abstecher links des Weges durch den Wald erreicht. Die Basaltkuppe wird gekrönt von einer Bank und sogar einem Gipfelbuch!

Wanderschuhe
Feste und vor allem gut eingelaufene Wanderschuche sind für die Achttausender-Tour Pflicht. Bildrechte: Colourbox.de

Von der Steinkuppe zum Kannelberg (ca. 4 km)

Abstieg vom Gipfel ins Ortszentrum von Holzhau - gegenüber vom Bahnhof befindet sich ein kleiner Parkplatz, über den sogenannten "Kalksteig" oder den "Dreitellenweg" kommt man direkt zum Langlaufzentrum Holzhau. Dort orientiert man sich am besten anhand des Loipenplans an Start/Ziel und folgt etwa 500 m der Langlauf-Schneise zum kleinen Obelisken, der den Gipfel des Kannelberg markiert.

Vom Kannelberg zur Stephanshöhe (ca. 9 km)

Vom Kannelberg nordwärts absteigen bis zur Fahrstrasse (Kalkstrasse), der gelben Wanderwegmarkierung nach rechts folgen bis zum Kalkwerk, dort rechts abbiegen, den Weg übers Feld nach Hermsdorf. An der Kirche der grünen Markierung in Richtung Seyde folgen. An der Straßenkreuzung in Richtung Schellerhau. Rechts zweigt nach 1 km der Aufstieg zur Putzmühle ab, oberhalb der höchste Punkt ist die Stephanshöhe.
Achtung: Ortskenntnis bzw. gute Karte erforderlich

Von der Stephanshöhe zum Pöbelknochen (ca. 3,5 km)

Abstieg von der Stephanshöhe über den Skihang hinunter in den Ort Schellerhau. Dort auf der Strasse in Richtung Altenberg, ca. 1 km nach dem Botanischen Garten zweigt rechts an einer Schutzhütte die "Schneise 30" in den Wald ab. Dieser einen Kilometer folgen, an der nächsten Schneisenkreuzung rechts bis zu einem Jäger-Hochstand direkt auf den höchsten Punkt des letzten Achttausenders - Pöbelknochen.

Zuletzt aktualisiert: 28. Juni 2018, 22:53 Uhr