Ein Kämpfer trifft auf einen Techniker! Robin Krasniqi, der Europameister im Super-Mittelgewicht, trifft in seiner zweiten Titelverteidigung auf den Berliner Stefan Härtel. Mit dem Europameisterschaftskampf von Titelverteidiger Robin Krasniqi gegen seinen SES-Stallkollegen Stefan Härtel hat diese Veranstaltung in dem herausragenden Baudenkmal der späten 20-iger Jahre einen besonderen und brisanten Hauptkampf.
Bildrechte: Team SES/P. Gercke

Boxen | Europameisterschaft in Magdeburg Krasniqi vs. Härtel: "Ein bisschen Ballyhoo gehört dazu"

Ungeduld und Vorfreude waren bei allen Beteiligten vor dem lang herbeigesehnten Kampf im Supermittelgewicht um die Europameisterschaft mit den Händen greifbar. Verbal zeigten sich Titelverteidiger Robin Krasniqi und Herausforderer Stefan Härtel auf der Pressekonferenz jedenfalls schon in bester Verfassung, bevor am Samstag (11. Mai, ab 22:35 Uhr live im MDR) in der Magdeburger Stadthalle der eigentliche Schlagabtausch ansteht.

Ein Kämpfer trifft auf einen Techniker! Robin Krasniqi, der Europameister im Super-Mittelgewicht, trifft in seiner zweiten Titelverteidigung auf den Berliner Stefan Härtel. Mit dem Europameisterschaftskampf von Titelverteidiger Robin Krasniqi gegen seinen SES-Stallkollegen Stefan Härtel hat diese Veranstaltung in dem herausragenden Baudenkmal der späten 20-iger Jahre einen besonderen und brisanten Hauptkampf.
Bildrechte: Team SES/P. Gercke

Das Warten seit November hat ein Ende

Der Countdown läuft. Vier Tage vor jenem Aufeinandertreffen, das SES-Promoter Ulf Steinforth immerhin als "Kampf des Jahres" anpries, saßen Krasniqi und Härtel zwar knapp außerhalb der Schlagdistanz auf dem gleichen Podium. Stattdessen überbrückten beide Kontrahenten die augenblickliche Entfernung mit selbstbewussten Spitzen in Richtung des anderen. "Er kann gerne träumen und soll seine letzte große Bühne genießen", empfahl der amtierende Europameister Krasniqi seinem kommenden Gegner und meinte: "Ich bin technisch-taktisch besser, konditionell besser und besser in der Ringschlacht – das werden wir am Samstag sehen können."

Es sei nun "genug geredet" worden, mahnte Krasniqis Trainer Magomed Schaburow daraufhin – er fand zuvor allerdings immerhin noch die Zeit, seine Freude darüber auszudrücken, "dass Härtel hier ist, kein Durchfall, Mandelentzündung oder Kopfschmerzen hat". Der 31-jährige Berliner hatte bekanntermaßen den eigentlich schon vergangenen November angesetzten Kampf damals kurzfristig aufgrund eines Magen-Darm-Infekts platzen lassen, weswegen Krasniqi auf den Spanier Ronny Landaeta traf und deutlich nach Punkten gewann.

Magdeburg ein besonderer Ort für beide

Härtel ließ die spöttische Erleichterung der Konkurrenz vor dem jetzigen zweiten Versuch betont cool abperlen. "Ein bisschen Ballyhoo gehört dazu", lächelte der Olympiateilnehmer von 2012 in London. Und außerdem werde Krasniqi ihn auch am Samstag "nicht sehen – ich bin zu schnell". Darüber hinaus pflege Härtel sein "‚work smart‘ - das ist der Vorteil im Vergleich zu Robin". Rückendeckung gab es wenig verwunderlich von seinem Trainer Stephan Kühne: "Die Tagesform wird entscheiden, aber Stefan ist der besser ausgebildete Boxer."

Neben der großen Titelchance betonten beide Kämpfer noch einen zusätzlichen Reiz. Das Schönste sei, dass dieser Kampf in Magdeburg stattfinde, unterstrich Krasniqi, und warb um die Gunst des heimischen Publikums: "Ich habe hier sechs Jahre gelebt, noch viele Freunde und Fans hier." Da wollte Härtel natürlich genauso mithalten: "Für mich ist Magdeburg auch ein gutes Pflaster – hier ist meine Karriere richtig gestartet."

mhe

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 11. Mai 2019 | 22:35 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 09. Mai 2019, 18:06 Uhr

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