Boxen | Schwergewicht Tyson Fury müht sich gegen tapferen Schweden Otto Wallin

Schwergewichts-Boxer Tyson Fury bleibt auch nach seinem zweiten Kampf in Las Vegas ungeschlagen. Gegen den Schweden Otto Wallin hatte der Brite aber mächtig Probleme. Fury musste über die volle Distanz gehen.

Schwergewichtsboxer Tyson Fury bleibt ungeschlagen. Der 31-jährige Brite besiegte am frühen Sonntagmorgen mitteleuropäischer Zeit den Schweden Otto Wallin. Bei seinem einstimmigen Punktsieg (116:111, 117:111 und 118: 110) hatte der "Gypsy King" aber mächtig Probleme.

Cut nach Schlagwirkung in Runde drei

Tyson Fury mit Cut über rechtem Auge
Die schlimme Verletzung bei Fury. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Grund dafür beim Kampf in Las Vegas war ein Cut über dem rechten Auge, den Wallin dem großen Favoriten bereits in der 3. Runde mit einem Schlag zufügte. Die teilweise stark blutende und tiefe Wunde brachte Fury vor allem in den Runden nach dem Cut komplett aus dem Konzept. Wallin, dem vor dem Kampf kaum Chancen auf einen Sieg zugesprochen wurden, setzte dagegen immer wieder nach und schlug auf die Wunde.

Wallin couragiert - Fury wütend

"Ich habe auf dem rechten Auge nicht gesehen", sagte Fury nach dem Kampf und lobte seinen Kontrahenten: "Otto Wallin ist ein großer Kämpfer." Für Fury sollte das Duell mit dem international eher unbekannten Schweden eigentlich nur eine Zwischenstation auf dem Weg zum großen Fight gegen den US-Amerikaner Deontay Wilder sein.

Gegen den kämpferisch starken und couragiert auftretenden Wallin hatte Fury aber deutlich mehr Mühe als noch im Juni, als der Hallenser Tom Schwarz in der zweiten Runde K.o. ging. Auch wenn Fury gegen seinen unbequemen Kontrahenten nie wirklich in ernste Gefahr kam: Nach dem Cut brauchte der Brite ein paar Runden, um in den Kampf zurückzufinden. Erst ab der siebten Runde übernahm Fury wieder das Kommando. Der Brite deckte den 28-jährigen Schweden mit wütenden Angriffen und harten Händen ein. Wallin wackelte mehrfach, doch zu Boden ging der Mann aus der Nähe von Stockholm trotz deutlicher Treffer zum Körper und zum Kopf aber nicht. Im Gegenteil: In einer mutigen zwölften Runde konnte Wallin sogar nochmal richtig austeilen. Der klare und verdiente Punktsieg ging aber an Fury.

Tyson Fury erschöpft nach seinem Sieg
Fury nach der Urteilsverkündung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Rematch Fury vs. Wilder im Februar

Wallin, der in der Vorbereitung auf den Kampf gegen Fury seinen Vater durch eine tödliche Herzattacke verlor, sagte nach seiner erstn Niederlage im 21. Kampf: "Ich habe alles gemacht, was ich konnte. Tyson Fury ist ein richtiger Champion. Ich habe versucht, ihn zu treffen. Ich habe großes Herz gezeigt."

Fury lobte seinen Gegner und blickte schon in die Zukunft: "Otto Wallin ist ein großer Schwede. Sein Vater wäre stolz auf ihn. Aber auch ich bin ein großer Kämpfer. Deontay Wilder, Du kannst mit nicht entkommen." Das Duell zwischen Fury und dem us-amerikanischen WBC-Weltmeister Wilder (42 Kämpfe, 41 Siege, 40 K.o., 1. Remis) soll am 22. Februar in den USA steigen. Im ersten Aufeinandertreffen hatten sich beide im Dezember 2018 in einem epischen Kampf Remis getrennt.

Dirk Hofmeister

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 15. September 2019 | 05:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. September 2019, 07:12 Uhr

1 Kommentar

tobi vor 9 Wochen

Hoffentlich hat Schwarz mal zugesehen, wie man gegen Fury bestehen kann. Klasse Kampf von Wallin. Im Gegensatz zum überbewerteten Schwarz, der lediglich mit großer Klappe und infantilen Geschwätz auffällt, hat er auch boxerische Qualitäten gezeigt.