Die Astronauten Alexander Gerst und Serena Auñón-Chancellor üben in blauen Anzügen und mit Schutzbrille an einer Nachbildung von ISS-Technik.
Alexander Gerst (links) biem Einsatz an Bord der ISS. Bildrechte: ESA

Internationale Raumstation ISS "Astro-Alex" ist der neue Chef im All

BRISANT | 04.10.2018 | 17:15 Uhr

Die Hälfte seiner Weltraum-Mission ist rum, jetzt kommt der Höhepunkt für den deutschen Astronauten Alexander Gerst: Er übernahm als erster Deutscher das Kommando und somit die Gesamtverantwortung auf der ISS.

 Die Astronauten Alexander Gerst und Serena Auñón-Chancellor üben in blauen Anzügen und mit Schutzbrille an einer Nachbildung von ISS-Technik.
Alexander Gerst (links) biem Einsatz an Bord der ISS. Bildrechte: ESA

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hat am Mittwoch das Kommando auf der Internationalen Raumstation ISS übernommen. Damit schreibt "Astro-Alex" Geschichte: Als erster Deutscher und zweiter Europäer ist der 42-Jährige zum Chef im Weltall befördert worden. Bislang hatte der US-Austronaut Drew Feustel die Mission geleitet.

Rückreise im Dezember

Mit der Übernahme des Kommandos beginnt der zweite Teil von Gersts sechsmonatiger Mission auf der Raumstation - im Dezember wird der Astronaut der europäischen Weltraumagentur ESA dann wieder zur Erde zurückkehren.

Astronaut Alexander Gerst Faszination Weltall

NASA-Astronautin Serena Aunon-Chancellor, Roskosmos-Kosmonaut Sergej Prokopjew ESA-Astronaut Alexander Gerst
Die NASA-Astronautin Serena Auñón-Chancellor, Roskosmos-Kosmonaut Sergej Prokopjew und ESA-Astronaut Alexander Gerst vor dem Start. Bildrechte: IMAGO
NASA-Astronautin Serena Aunon-Chancellor, Roskosmos-Kosmonaut Sergej Prokopjew ESA-Astronaut Alexander Gerst
Die NASA-Astronautin Serena Auñón-Chancellor, Roskosmos-Kosmonaut Sergej Prokopjew und ESA-Astronaut Alexander Gerst vor dem Start. Bildrechte: IMAGO
 Die Astronauten Alexander Gerst und Serena Auñón-Chancellor üben in blauen Anzügen und mit Schutzbrille an einer Nachbildung von ISS-Technik.
Der Umgang mit der Technik will geübt sein: Alexander Gerst und Serena Auñón-Chancellor führen Reparaturen an einer Nachbildung von ISS-Technik durch. Bildrechte: ESA
Alexander Gerst schaut aus der Raumstation auf den blau leuchtenen Erdball.
1. Juni 2014 – Alexander Gerst genießt von der Kuppel der ISS den unglaublichen Ausblick auf die Erde. Bildrechte: NASA
Zwei Astronauten posieren mit ihren Raumanzügen für ein Foto.
Reid Wiseman (l.) und Alexander Gerst bereiten sich auf ihren Weltraumausstieg vor, der meist alles andere als ein Spaziergang ist. Bildrechte: NASA
Der Astromaut Alexander Gerst ist in einem Raumanzug außerhalb der ISS zu sehen.
Selfie mit ISS und Sonne. Alexander Gerst am 7. Oktober 2014. Bildrechte: Alexander Gerst
Alexander Gerst schwebt durch die ISS.
Der langweilige Teil der Weltraumarbeit. Nichts darf rumfliegen. Alles muss immer irgendwo verstaut werden. Bildrechte: NASA
Ein Astronaut schaut von der ISS auf die Erde.
SpaceX Dragon – ein kommerzieller Transporter auf dem Weg zur ISS. Astronaut Gerst filmt den Anflug. Bildrechte: NASA
Alexander Gerst wird von einem Computer erkannt.
Begleiter CIMON soll im Sommer mit auf die ISS fliegen. Der fliegende Roboter muss die AstronautInnen immer erkennen – auch kopfüber. Bildrechte: Airbus/DLR
Ein Monitor mit einem freundlichem Gesicht schwebt durch eun Modul der ISS.
CIMON  ist der Crew Interactive Mobile CompanioN – vorerst kann er nur mit Worten und Bildern helfen. Die nächste Generation könnte bereits einen Greifarm haben. Bildrechte: Airbus/DLR
Alle (9) Bilder anzeigen

Vor Gerst hatte mit dem Belgier Frank de Winne im Jahr 2009 erstmals ein westeuropäischer Astronaut das Kommando auf der seit dem Jahr 2000 bemannten ISS inne. Gerst hatte am 8. Juni seinen zweiten Langzeitaufenthalt nach 2014 auf der Internationalen Raumstation angetreten. Seither nahmen der unter seinem Twitternamen "Astro-Alex" populär gewordene ESA-Raumfahrer und seine Kollegen auf der ISS eine Vielzahl von Experimenten im Rahmen der Mission "Horizons" in Angriff.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 04. Oktober 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Oktober 2018, 11:30 Uhr

Das könnte Sie auch interessieren