Praktisches Tool Unterschiedliche Corona-Regeln - "Darf ich das?"-App sorgt für regionalen Durchblick

Noch immer gibt es viele Corona-Regeln, die zudem von Bundesland zu Bundesland sehr verschieden umgesetzt werden. Und das zieht viele Fragen nach sich: Wo muss man eine Maske tragen? Wie viele Menschen dürfen sich in der Öffentlichkeit aus wie vielen Haushalten treffen? Wo darf ich zum Friseur? Die kostenlose App "Darf ich das?" sorgt für schnelle Antworten im Regel-Chaos.

App "Darf ich das?"
Die App "Darf ich das?" will für Ordnung im Coronaregel-Chaos sorgen. Bildrechte: Intradesys GmbH

Gegen das Chaos im Verordnungsdschungel

"Wir hatten im Team den Eindruck, dass bei diesem Verordnungsdschungel keiner mehr richtig durchblickt. Also wollten wir helfen, für Durchblick zu sorgen", sagt Lisa Hees von der Sofwarefirma, die die App entwickelt hat, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Wie funktioniert die App? Grundsätzlich informiert sie auf einen Blick, welche Corona-Regeln an einem bestimmten Ort gerade gelten. Und dabei ist sie ziemlich genau. Außerdem zeigt sie die aktuelle 7-Tage-Inzidenz für diesen Ort an. Also: Wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den letzten sieben Tagen mit dem Corona-Virus in dieser Stadt oder diesem Kreis infiziert haben.

Alle relevanten Informationen auf einen Blick

Als Nutzer können relevante Orte selbst festgelegt werden. Dazu lassen sich Ortsname oder Postleitzahl eingeben oder der "aktuelle Standort" auswählen. Dann erscheinen die gewünschten Orte in einer Liste, die beim Start der App als erstes erscheint. Direkt hinter den Ortsnamen steht die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz. Änderungen im Vergleich zum letzten Start der App werden mit einem roten Balken gekennzeichnet.

App "Darf ich das?"
Ein Blick in die Menü-Führung der App. Bildrechte: Intradesys GmbH

Regelungen per Ampelsystem

Die App unterscheidet zwischen regionalen Einschränkungen für die hinzugefügten Orte und Regeln, die für ein Bundesland gelten. Zusätzlich können per Herzchen "Meine Themen" wie Einreisebeschränkungen oder Biergärten festgelegt werden. Bei allen Orten, die hinzugefügt wurden, werden die Regeln von "Meinen Themen" zuerst angezeigt. Alle weiteren folgen alphabetisch. Praktisch: Ein farbiger Punkt vor dem jeweiligen Thema zeigt an, ob alles erlaubt ist (grün), leichte Einschränkungen (gelb) oder gar Verbote (rot) gelten.

Datenschützer können aufatmen

Die App sammelt keinerlei privaten Daten wie Standort oder Ähnliches und man muss sich auch nicht registrieren. Wie bei allen Apps gilt: Zu 100 Prozent sollte man sich nicht auf die Inhalte verlassen. Die Daten holt sich die "Darf ich das?"-App vom Server des "Kompetenz-Zentrums Tourismus des Bundes". So können die Angaben in der App also immer nur so gut sein wie die Daten auf diesem Server. Erhältlich ist die App sowohl für Apple- als auch Android-Geräte.

(BRISANT/wdr/rnd)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 29. Mai 2021 | 17:15 Uhr

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