Impfstopp Weitere Thrombose-Fälle nach Impfung mit Astrazeneca-Impfstoff

Wegen einiger weniger Fälle einer seltenen Hirnvenen-Thrombose in zeitlichem Zusammenhang mit Corona-Schutzimpfungen sind am Montag auch in Deutschland die Impfungen mit dem Vakzin des Herstellers Astrazeneca vorerst gestoppt worden. Wie jetzt bekannt wurde, ist es zu noch weiteren Fällen von Sinusvenen-Thrombosen nach Impfungen gekommen.

Illustration - Thrombose - Klumpen von Blutplättchen
Verstopft ein Blutgerinnsel ganz oder teilweise ein Blutgefäß, spricht man von einer Thrombose. Bildrechte: imago images/Kateryna_Kon

Nach dem vorsorglichen Stopp der Corona-Impfungen mit dem Impfstoff des Herstellers Astrazeneca sind weitere Vorfälle in Deutschland bekannt geworden. Inzwischen gebe es 13 gemeldete Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang zu Impfungen, wie das Bundesgesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Drei Patienten seien gestorben.

Bei den bekannt gewordenen Fällen soll es sich um zwölf Frauen und einen Mann zwischen 20 und 63 Jahren handeln.

Impfstopp mit Astrazeneca-Vakzin seit Montag in Deutschland

Angesichts derartiger Vorfälle sind die Impfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin am Montag vorsorglich ausgesetzt worden - damals gab es sieben bekannte Fälle.

Trotz der hohen Zahl von mehr als 1,6 Millionen Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff ist dies demnach überdurchschnittlich viel. Voraussichtlich am 18. März will die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) eine Einschätzung zum weiteren Vorgehen abgeben.

dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 18. März 2021 | 17:15 Uhr

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