#MatchMyMix Astrid sucht Stammzellen-Spender mit seltenem Genmix

BRISANT | 18.06.2019 | 17:15 Uhr

Rund neunzig Prozent der an Leukämie erkrankten Menschen finden mittlerweile einen passenden Stammzellenspender. Wenn die Eltern aber aus verschiedenen Kulturen kommen, dann sieht es ganz anders aus – so wie bei Astrid.

Astrid 3 min
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Im vergangenen September erfuhr Astrid, dass sie an einer aggressiven Form von Leukämie erkrankt ist. Mehr als 30 Millionen Stammzellenspender sind weltweit registriert. Vielen anderen Patienten kann geholfen werden. Das gilt aber nicht für Astrid.

Nur drei Prozent der Spender mit gemischt-ethnischem Hintergrund

Wenn die Eltern aus verschiedenen Kulturen kommen, findet sich kaum ein passender Spender in den weltweiten Datenbanken. Denn die Erkrankten brauchen einen Spender mit dem gleichen Gen-Mix: arabisch-europäisch, asiatisch-europäisch - oder afrikanisch-europäisch wie bei Astrid. Nur drei Prozent aller registrierten Stammzellenspender haben einen gemischt-ethnischen Hintergrund. Das sind viel zu wenige, um Patienten wie Astrid zu helfen.

Wenn ich es mir hätte aussuchen können, hätte ich es lieber ohne die Öffentlichkeit gehabt. Aber jetzt geht es einfach um mein Leben.

Astrid

So sucht Astrid nach einem passenden Stammzellenspender

Astrid ist an Leukämie erkrankt. Auch nach der Chemotherapie wachsen ihre Krebszellen rasant weiter. Sie leidet an myeloischer Leukämie, einer aggressiven Form. Doch die zweifache Mutter gibt nicht auf.

Astrid, die an Leukämie erkrankt ist
Astrid ist an Leukämie erkrankt.  Auch nach der Chemotherapie wachsen ihre Krebszellen rasant weiter. Sie leidet an myeloischer Leukämie, einer aggressiven Form. Bildrechte: Timeline TV
Astrid, die an Leukämie erkrankt ist
Astrid ist an Leukämie erkrankt.  Auch nach der Chemotherapie wachsen ihre Krebszellen rasant weiter. Sie leidet an myeloischer Leukämie, einer aggressiven Form. Bildrechte: Timeline TV
Astrid, die an Leukämie erkrankt ist

Obwohl 30 Millionen Menschen registriert sind, findet sie keinen genetischen Zwilling. Ihr ethnischer Hintergrund macht die Suche so kompliziert.
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Astrid, die an Leukämie erkrankt ist
Astrid braucht dringend einen Stammzellenspender. Sonst hat sie kaum Überlebenschancen. Bildrechte: Timeline TV
Astrid, die an Leukämie erkrankt ist
Für Astrid einen Spender zu finden, ist besonders schwer. Sie ist halb deutsch, halb nigerianisch. Einen Spender findet sie wahrscheinlich nur unter Menschen, die wie sie afrikanisch und europäisch sind. Bildrechte: Timeline TV
Astrid, die an Leukämie erkrankt ist
Die Familie sucht weltweit. Aber bislang wurde in den Datenbanken noch kein Spender für Astrid gefunden. Bildrechte: Timeline TV
Astrid, die an Leukämie erkrankt ist
Nur drei Prozent aller weltweit erfassten Spender sind ethnisch gemischt. Alle Patienten wie Astrid leiden darunter, auch Menschen mit asiatisch-europäischen Wurzeln. Bildrechte: Timeline TV
Astrid, die an Leukämie erkrankt ist
Vielleicht lebt Astrids genetischer Zwilling in den USA, wo sich öfter als in Deutschland die Kulturen vermischen? Ihr Mann Florian möchte erreichen, dass sich viele infrage kommende Amerikaner schnell als Spender typisieren lassen. Bildrechte: Timeline TV
Astrid, die an Leukämie erkrankt ist
Inzwischen hat sich ein großes "Help-Astrid-Team" gebildet. In ganz Deutschland organisieren sie Typisierungsaktionen. Bildrechte: Timeline TV
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Die Zeit drängt

Astrid hat zwei kleine Jungs. Sie will weiter für ihre Familie da sein und ihre Kinder aufwachsen sehen. Weil sie ohne einen passenden  Spender keine Überlebenschance hat, hat sie sich entschieden, an die Öffentlichkeit zu gehen. Astrid erzählt sie ihre Geschichte auf Facebook und Instagram und sucht unter dem Hashtag #MatchMyMix nach einem Spender. Über die Seite "Help Astrid" können sich geeignete Spender registrieren lassen. Sie müssen sich beim Arzt nur eine Blutprobe abnehmen lassen, die dann untersucht wird. Denn der Spender muss schnell gefunden werden.

Also ich brauche einen Stammzellenspender. Und am besten innerhalb der nächsten Monate.

Astrid

Leukämie-Patientin Astrid
"Der Gedanke, meine kleinen Söhne nicht aufwachsen zu sehen, ist für mich unerträglich", sagt Astrid. Bildrechte: help-astrid.com

Ihr Mann Florian gibt Astrid Kraft

Einen Schicksalsschlag konnte die Familie schon meistern. Vor fünf Jahren hatte ihr Mann einen schweren Verkehrsunfall, sitzt seitdem im Rollstuhl. Aber Florian kämpfte sich zurück und arbeitet heute wieder als Anwalt. Er gibt Astrid die Kraft, die sie jetzt braucht.

Florian ist für mich wirklich ein Vorbild. Er schafft es, andere zu motivieren. Er hat gelernt Hilfe anzunehmen. Und er ist total optimistisch.

Astrid

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 18. Juni 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2019, 18:26 Uhr

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