Das Wrack eines Mazda steht an der Unfallstelle.
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Prozessauftakt vor Landgericht Darmstadt Auf Parkplatz in Auto gerast - Geständnis im Mordprozess

BRISANT | 18.07.2019 | 17:15 Uhr

Er rast auf einen Autobahn-Rastplatz und kracht in den Wagen einer Familie aus Düsseldorf. Eine 39-Jährige stirbt, ihr Sohn wird schwerverletzt. Ein junger Mann gesteht die Tat zum Prozessauftakt vor dem Landgericht in Darmstadt.

Das Wrack eines Mazda steht an der Unfallstelle.
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Angeschuldigter fühlt sich verantwortlich

Ihm wird Mord vorgeworfen. Nach einem tödlichen Unfall auf einem Autobahn-Parkplatz in Südhessen hat ein 18-Jähriger zum Auftakt des Mordprozesses ein Geständnis abgelegt. Er sei verantwortlich für den Tod einer Frau aus Düsseldorf und die schweren Verletzungen ihres Sohnes. Das gestand der Mann in einer von seinem Anwalt verlesenen Einlassung am Donnerstag vor dem Landgericht Darmstadt.

Das Wrack eines Mazda steht an der Unfallstelle.
Das Wrack des Mazda, in das der 18-Jährige auf seiner Flucht vor der Polizei krachte. Bildrechte: dpa

Ohne Führerschein unterwegs - Flucht vor Polizei

Er bezeichnete sich selbst als "Autonarren" und erklärte, aus Angst vor einem weiteren Verfahren wegen Fahrens ohne Führerschein vor der Polizei geflohen zu sein. "Ich bin in den Pkw der Familie gefahren, weil ich die Situation völlig falsch eingeschätzt und die Kontrolle verloren habe." Laut Anklage raste der 18-Jährige auf den Parkplatz "Fuchsbuckel" bei Heppenheim, wo er mit seinem Wagen gegen das parkende Auto einer Familie aus Düsseldorf krachte.

Marc Euler, Vorsitzender Richter am Landgericht Darmstadt, steht vor Prozessbeginn im Gerichtssaal
Marc Euler, Vorsitzender Richter am Landgericht Darmstadt, steht vor Prozessbeginn im Gerichtssaal. Bildrechte: dpa

Mutter getötet - Sohn und Unfallverursacher schwerverletzt

Die 39 Jahre alte Frau wurde dabei tödlich verletzt. Der zehnjährige Sohn überlebte den Unfall schwerverletzt. Der Vater, der zum Zeitpunkt des Zusammenstoßes auf der Toilette war, erlitt einen Schock. Auch der 18-Jährige, der in Untersuchungshaft sitzt, wurde schwerverletzt. Er sei wegen eines Streits mit den Eltern und einem kommenden Verfahren wegen Fahrens ohne Führerschein Ende Dezember "emotional stark belastet gewesen", hieß es in der Einlassung.

Akten liegen vor Beginn eines Prozesses am Platz des vorsitzenden Richters
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Laut Anklage: 110 km/h Aufprallgeschwindigkeit

Wie in der Anklageschrift weiter ausgeführt wird, flüchtete der junge Mann am 30. Dezember 2018 streckenweise mit 180 km/h über die Autobahn A5 vor einer Polizeistreife, die ihn kontrollieren wollte. Auf dem Parkplatz raste er ungebremst mit 110 km/h in den dort geparkten Wagen der Familie, in dem die Mutter und ihr zehn Jahre alter Sohn saßen. Die Staatsanwaltschaft sieht die Mordmerkmale "Verdecken einer Straftat" und "Verwenden des Autos als gemeingefährliche Waffe! als erfüllt an. Er habe nur an seine Flucht gedacht, sagte der Ankläger. "Dass er selbst oder fremde Personen versterben können, war ihm egal."

Quelle: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 18. Juli 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. Juli 2019, 18:46 Uhr

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