Eine Filiale von McDonalds in Leipzig.
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Hochansteckend! Behörde warnt vor Masern in Münchener McDonalds-Filiale

BRISANT | 13.03.2019 | 17:15 Uhr

In einem Fastfood-Restaurant zu essen ist wohl immer ungesund. In einer Münchner McDonalds-Filiale stand das Gesundheitsrisiko allerdings hinter der Theke: Ein Mitarbeiter war an Masern erkrankt!

Eine Filiale von McDonalds in Leipzig.
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In einem Fastfood-Restaurant zu essen ist wohl immer ungesund. In einer Münchner McDonalds-Filiale stand das Gesundheitsrisiko allerdings hinter der Theke: Ein Mitarbeiter war an Masern erkrankt! Da Infizierte bereits acht bis zehn Tage vor den ersten Symptomen ansteckend sind, besteht nun auch Gefahr für Restaurantgäste, sich angesteckt zu haben. Wer das Restaurant in der Wasserburger Landstraße 52 am vergangenen Montag oder Mittwoch jeweils zwischen 11:00 und 19:00 Uhr besucht hat, habe sich möglicherweise infiziert, teilte das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München mit.

Wer nicht gegen Masern geimpft ist oder die Krankheit noch nicht hatte, soll sich im Sachgebiet Meldewesen des Referats für Gesundheit und Umwelt unter der Telefonnummer 089 233 47809 melden.

Schüler in Hildesheim vom Unterricht ausgeschlossen

Doch nicht nur in München sind Masern aktuell ein Problem. Plötzlich schulfrei, heißt es an einer Hildesheimer Gesamtschule. 107 Schüler sind dort wegen eines fehlenden Impfschutzes bis Ende kommender Woche vom Unterricht ausgeschlossen worden. Das teilte der Landkreis Hildesheim nach einer Überprüfung des Impfstatus aller 700 Schüler mit. Die Schule müsse in Absprache mit der Kreisgesundheitsbehörde eine rechtliche Abwägung zwischen der Schulpflicht und dem Schutz der Kinder vor einer ansteckenden Krankheit vornehmen.

"Potenziell tödlich": Kinder- und Jugendärzte fordern Impfpflicht

Nach der Häufung von Krankheitsfällen in Niedersachsen hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) eine Impfpflicht gefordert. Masernerkrankungen seien extrem ansteckend und potenziell tödlich, erklärte die Medizingesellschaft in Berlin. Infolge einer Masernerkrankung könne es teils erst Jahre später zu einer Gehirnentzündung kommen, für die es keine Behandlung gebe und an der betroffene Patienten sterben.

Es ist mir nicht verständlich, warum trotz dieser Datenlage Eltern ihre Kinder nicht impfen lassen.

Burkhard Rodeck | DGKJ-Generalsekretär

Studie: Kein Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus

Eine aktuelle Studie aus Dänemark mit 657.000 Kindern habe erneut die noch immer kursierende Fehlannahme einer möglichen Entstehung von Autismus nach einer Masernimpfung widerlegt, betont Rodeck. Je mehr Kinder geimpft seien, desto sicherer sei das Leben gerade für Kleinkinder.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 13. März 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. März 2019, 20:09 Uhr

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