Bielefeld Ortsschild
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#Bielefeldmillion Bielefeld-Verschwörung: Eine Million Euro für Beweis ausgelobt

BRISANT | 22.089.2019 | 17:15 Uhr

Bielefeld gibt's doch gar nicht: Seit 25 Jahren geistert die witzig gemeinte Verschwörungstheorie durch die Welt. Jetzt geht die Stadt zum Gegenangriff über: Wer Bielefelds Nichtexistenz beweist, soll eine Million Euro bekommen.

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#Bielefeldmillion gehörte zum Auftakt der Aktion zu den meistgenutzten Begriffen bei Twitter: Die Stadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens hat eine Million Euro für den Beweis ausgesetzt, dass es Bielefeld nicht gibt. Die Marketing-Abteilung der Stadt will damit einer hartnäckigen Verschwörungstheorie öffentlichkeitswirksam ein Ende bereiten.

Stichwort: Bielefeld-Verschwörung Die sogenannte Bielefeld-Verschwörung hatte nach Angaben der Stadt ein Kieler Informatikstudent erfunden, der 1994 im Internet seinen satirischen Text veröffentlichte. Darin wurde behauptet, dass es die Stadt Bielefeld nicht gebe und deren angebliche Existenz eine Verschwörung sei. Damit habe sich der Kieler Achim Held über Verschwörungstheorien im Allgemeinen lustig machen wollen, hieß es. Doch der Witz wurde zum Selbstläufer.

Auch Prominente scherzen mit

Der Spruch "Bielefeld gibt's doch gar nicht" begegnet Bielefeldern immer wieder. Auch Prominente scherzten schon mit. Die Künstlerin Yoko Ono, die in der Bielefelder Kunsthalle ausstellte, schrieb vor mehr als zehn Jahren in einem Blog "The town of B definitely did exist. I was there." Auch Kanzlerin Angela Merkel hatte vor Jahren die Lacher auf ihrer Seite, als sie von Bielefeld erzählte und spontan den offiziellen Redetext ergänzte um: "...so es denn existiert".

Jahnplatz in Bielefeld
Der Jahnplatz in der Stadt, die immerhin seit dem 9. Jahrhundert in Geschichtsaufzeichnungen zu finden ist: Bielefeld. Bildrechte: dpa

 Nach 25 Jahren sollen Fakten folgen

"Dann sollen auf den Spruch doch einmal Beweise folgen", sagte Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen bei der Präsentation des Wettbewerbs. Der Kreativität bei der Beweisführung seien keine Grenzen gesetzt – "nur unumstößlich müssen die Perlen deiner Weisheit sein", heißt es auf der Wettbewerbs-Homepage. Gleichzeitig betonen die Macher der Aktion, man meine es durchaus ernst mit dem Millionengewinn, gehe aber zu 99,9 Prozent davon aus, jeden Beweis widerlegen zu können.

Immer der Gegenstand eines Scherzes zu sein, fühlt sich nicht gut an, aber wir drehen den Spieß einfach um.

Jens Franzke | Sprecher Bielefeld Marketing

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 22. August 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2019, 18:14 Uhr

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