Ein Rottweiler trägt einen Maulkorb.
Bildrechte: dpa

Aus eingezäuntem Areal entwichen Blutige Hundeattacke: Rottweiler fällt fünfjähriges Mädchen an

BRISANT | 20.08.2018 | 17:15 Uhr

Aggression, die wie aus dem Nichts kommt: In Dortmund hat ein Rottweiler ein fünfjähriges Mädchen attackiert und schwer verletzt. Doch oft ist nicht das Tier schuld, wie manchen sogenannten Kampfhunden nachgesagt wird.

Ein Rottweiler trägt einen Maulkorb.
Bildrechte: dpa

Ein Rottweiler hat in Dortmund ein fünfjähriges Mädchen angefallen und durch Bisse schwer verletzt. Das ausgewachsene Tier war aus einem eingezäunten Gelände entwichen, wie die Polizei mitteilte. In der Nähe traf der freilaufende Hund auf eine 55-jährige Dortmunderin und deren fünfjährige Enkelin. Erst Passanten und der herbeieilende Hundehalter konnten das Tier dazu bringen, von dem Mädchen abzulassen. Die Fünfjährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht laut Polizei nicht.

Veterinäramt entscheidet

Nach der Hundeattacke ermittelt nun die Polizei. Der Hund wurde in ein Tierheim gebracht. Was mit dem Rottweiler passiert, darüber muss jetzt das Dortmunder Veterinäramt entscheiden. Das Tier wird dafür erst einmal begutachtet. Die Polizei sucht Zeugen, um zu klären, wie es zu dem Angriff kam.

PETA: "Kein Hund ist von Natur aus aggressiv"

Immer wieder kommt es zu Übergriffen durch sogenannte Kampfhunde. Erst am Donnerstag hatte ein Rottweiler in Wesel in Nordrhein-Westfalen einen zehnjährigen Jungen angegriffen und schwer verletzt. Das Kind trug ebenfalls Bisswunden am Oberschenkel davon. Doch nicht das Tier ist schuld, wie so manchen sogenannten Kampfhunden nachgesagt wird. In der Regel liegt das eigentliche Problem am anderen Ende der Leine: "Kein Hund ist von Natur aus aggressiv", meint PETA.

Hundeführerschein gefordert

Sowohl die Tierschutzorganisation PETA als auch der Deutsche Kinderschutzbund fordern einen Hundeführerschein. In Niedersachsen gibt es den schon - aber auch spezielle Trainingsprogramme für Hunde, nicht jedem Bewegungsreiz zu folgen.

PETA fordert bundesweit die Einführung eines Hundeführerscheins und spricht sich zudem für einen Zuchtstopp sogenannter Kampfhunde aus. Dies sollte in einem ersten Schritt vor allem für vermeintlich gefährliche Rassen gelten, da sie häufiger Opfer von falscher Haltung, Missbrauch oder Überforderung sind.

PETA Deutschland e.V.

Frühere Meldungen

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 20. August 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. August 2018, 20:20 Uhr

Das könnte Sie auch interessieren