Waldbrand Lübtheen
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Flammen bei Lübtheen Feuer in Mecklenburg-Vorpommern - Brandgeruch zieht über Brandenburg nach Sachsen

BRISANT | 01.07.2019 | 17:15 Uhr

Ein bereits gelöschter Waldbrand ist bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern erneut aufgeflammt. Etwa 500 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden. Der Brandgeruch reicht bis Sachsen.

Waldbrand Lübtheen
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500 Menschen in Sicherheit gebracht, darunter 100 Kinder

Lübtheen liegt rund 50 Kilometer südwestlich von Schwerin. An gleicher Stelle hatte es erst vor wenigen Tagen gebrannt. Am Freitag gaben die Behörden zunächst Entwarnung und teilten mit, das Feuer sei gelöscht. Am Sonntag brannte es nun erneut und in deutlich größerem Ausmaß. Betroffen seien etwa 300 Hektar Wald, hieß es von der Einsatzleitung. Die Behörden vermuten bei dem zweiten Feuer Brandstiftung. Etwa 500 Menschen wurden in Sicherheit gebracht. Diese Zahl nannte ein Sprecher des Landkreises Ludwigslust-Parchim am Montagmorgen. Betroffene der Evakuierung in Lübtheen können in einer Halle unterkommen.

Feuerwehrleute löschen in der Nähe der evakuierten Ortschaft Alt Jabel einen großflächigen Waldbrand.
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Weitere Evakuierungen nicht ausgeschlossn

Es sei nicht ausgeschlossen, dass weitere Wohnungen und Häuser in anliegenden Dörfern oder Ortschaften evakuiert werden müssten, sagte die Sprecherin weiter. Das geschehe, wenn sich das Feuer auf rund einen Kilometer an Ortschaften nähere. Rund 350 Einsatzkräfte sind demnach im Einsatz, um Orte zu schützen. Bereits am Sonntagabend mussten mehrere Hundert Menschen ihre Wohnungen verlassen: Am Abend entschied die Einsatzleitung der Feuerwehr, das rund 280 Einwohner zählende Alt Jabel zu evakuieren. Das Feuer habe sich rasant ausgebreitet. Betroffen sei auch ein Ferienlager mit etwa 100 Kindern. Die Eltern seien informiert und gebeten worden, ihre Kinder abzuholen. Am Montagmorgen wurde damit begonnen, etwa 130 Menschen in der Ortschaft Trebs in Sicherheit zu bringen.

Munition erschwert Löscharbeiten

Die Gegend grenzt direkt an einen früheren Truppenübungsplatz. Die dort noch im Boden liegende Munition erschwert die Löscharbeiten. Feuerwehrleute müssen einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern einhalten. Deshalb kam bei der Brandbekämpfung jeweils ein Löschpanzer aus Brandenburg zum Einsatz.

Brandgeruch zieht über Brandenburg und Berlin bis nach Sachsen

In der Nacht zum Montag herrschte Wind aus nördlichen Richtungen. Der beförderte den Brandgeruch von Mecklenburg-Vorpommern aus bis nach Sachsen. Ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Dresden und die Rettungsleitstelle in Dresden-Übigau bestätigten, dass der Geruch von dem Großbrand in 300 Kilometer entfernten mecklenburgischen Lübtheen stamme. Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg kurz vor Mitternacht meldete, zogen die Rauchschwaden zunächst nach Südosten bis in die Prignitz. Die Feuerwehr registrierte Notrufe besorgter Bürger in Berlin, Potsdam, Cottbus, Leipzig und Dresden. Wie die Dresdner Rettungsleitstelle erklärte, könne anhand der Notrufe der Weg des Brandgeruchs verfolgt werden.

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Quellen: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 01. Juli 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. Juli 2019, 18:56 Uhr

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