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Beim Einzelhändler online oder telefonisch bestellen - und persönlich abholen: Click & collect - das Verkaufsmodell der Corona-Krise? Bildrechte: imago images / Hans Lucas

Online bestellen, vor Ort abholen

Einkaufen in Corona-Zeiten: Wie funktioniert click & collect in den einzelnen Bundesländern?

Stand: 11. Januar 2021, 20:51 Uhr

Click and collect gab es bereits vor der Corona-Krise - und war ein besonderer Service für Kunden. In der Corona-Krise ist click and collect eine Möglichkeit, dem geschlossenen Einzelhandel vor Ort die Treue zu wahren und trotzdem einkaufen zu können. Außer in Sachsen ist dieser Service deutschlandweit erlaubt. Dennoch gelten überall etwas andere Regeln. Was muss man beachten?

Online aussuchen - und vor Ort abholen: Click and collect heißt das Einkaufsmodell, das Kunden vor der Corona-Krise den Gang durchs Geschäft und das Suchen der gewünschten Waren abnehmen sollte. Ein Service, den sich so manches Warenhaus stattlich bezahlen ließ.

Mit "click and collect" den lokalen Einzelhandel unterstützen

In der Corona-Krise hat das Prinzip click and collect eine komplett neue Bedeutung bekommen - vor allem im Lockdown. Und: Click and collect ist eine prima Möglichkeit, den lokalen Einzelhandel zu unterstützen und nicht alles bei großen Online-Anbietern zu bestellen.

Einzelhandel geht ins Netz

Für die Buchhändler war es vergleichbar einfach, click and collect anzubieten. Ein Buchtitel ist schnell im Netz recherchiert und ebenso flink per E-Mail bestellt. Andere Einzelhändler stampften in Windeseile eigene Online-Seiten aus dem Boden, um ihre Waren zu präsentieren.

In einigen Ländern muss die vorab bestellte Ware außerhalb der Geschäftsräume übergeben werden. Bildrechte: imago images / Le Pictorium

Außer in Sachsen überall erlaubt

In einigen Bundesländern war selbst das Abholen der bestellten Waren vor Ort im Weihnachtsgeschäft nicht gestattet. Das Verbot sollte lange Schlangen vor den Geschäften vermeiden und den Bewegungsradius der Menschen möglichst klein halten. Mittlerweile haben - mit Ausnahme von Sachsen - alle Länder click and collect möglich gemacht.

Click & collect - was gilt in den einzelnen Bundesländern?

Baden-Württemberg

Abholangebote waren in Baden-Württemberg bislang verboten. Eine Ausnahme galt für Baumärkte, Verkaufsstätten für Baustoffe und Gartenbaubedarf sowie den Landhandel - allerdings nur für gewerbliche Kunden und Landwirte.

Doch da mit dem Ende des Weihnachtsgeschäfts keine langen Schlangen mehr vor den Geschäften zu erwarten sind, ist das Verbot zum 11. Januar aufgehoben werden. Online bestellte Ware darf jetzt auch in Baden Württemberg vor Ort abgeholt werden. Allerdings muss man dafür eine feste Abholzeit vereinbaren.

Bayern

Zunächst durfte der Einzelhandel in Bayern keine Abholdienste für Waren anbieten. Mit der Verlängerung des Lockdowns hat sich das geändert. Seit dem 11. Januar ist es auch in Bayern gestattet, online bestellte Ware vor Ort abzuholen. Allerdings muss dabei eine FFP2-Maske getragen werden. Lieferungen sind weiterhin erlaubt.

Berlin

Click and collect ist erlaubt, ebenso die Lieferung bestellter Waren an den Kunden. Bestellt werden kann telefonisch oder online.

Brandenburg

Click and collect ist möglich, ebenso die Lieferung von Ware. In Brandenburg ist auch der Großhandel geöffnet.

Bremen

Bremen gestattet die Abholung zuvor bestellter Ware in den Geschäften. Allerdings dürfen die Kunden die Läden nur einzeln betreten.

Hamburg

Hamburg erlaubt Verkauf und Abholung. Bestellungen sind telefonisch oder online möglich. Allerdings muss die Übergabe der Ware kontaktlos und außerhalb des Ladens erfolgen.

Hessen

Vom Lockdown betroffene Geschäfte dürfen Abhol- und Lieferdienste anbieten.

Mecklenburg-Vorpommern

Abholung und Lieferung zuvor bestellter Waren ist gestattet.

Niedersachsen

Die Abholung und Lieferung jeglicher Waren ist gestattet. Die Übergabe muss außerhalb der Geschäftsräume erfolgen.

Nordrhein-Westfalen

Die Abholung und Lieferung jeglicher Waren ist gestattet. Die Übergabe muss kontaktlos erfolgen.

Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz sind Abhol-, Liefer- und Bringdienste nach vorheriger Bestellung zulässig.

Saarland

Abhol- und Lieferdienste sind weiterhin erlaubt.

Sachsen

Die Abholung von Waren ist explizit untersagt, die Lieferung hingegen erlaubt.

Sachsen-Anhalt

Abhol- und Lieferdienste sind weiterhin erlaubt.

Schleswig-Holstein

Die Abholung bestellter Waren in Geschäften ist gestattet. Allerdings muss die Ware zuvor verbindlich gekauft worden sein. Trotzdem reicht es, erst vor Ort zu bezahlen. Ansammlungen von Kunden müssen vermieden werden. 

Thüringen

Click ann collect gab es in Thüringen bislang nur für Buchhandlungen. Alle anderen Waren durfte man sich lediglich nach Hause liefern lassen.

Seit dem 11. Januar dürfen auch andere Einzelhändler und Baumärkte vorab bestellte Ware an ihre Kunden abgeben. Aber: nur außerhalb der Geschäftsräume und kontaktlos - auch bei der Bezahlung.

Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 11. Januar 2021 | 17:15 Uhr