Mindestens 26 Mitarbeiter positiv, Hunderte in Quarantäne Corona-Ausbruch in Fleischbetrieb in Emsdetten – größerer Lockdown droht

Beim Fleischverarbeiter "Allfrisch" in Emsdetten wurden bei einer Routinekontrolle mindestens 26 Menschen positiv auf Corona getestet. Mehrere Hundert sind aktuell in Quarantäne. Steht ein großflächiger Lockdown bevor?

Schweinehälften
Im Juni hatten sich fast 2.000 Mitarbeiter der Schlachtbetriebe Tönnies und Wiesenhof mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Jetzt ist die Allfrisch GmbH in Emsdetten betroffen. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Täglich werden in der Allfrisch GmbH in Emsdetten in Nordrhein-Westfalen 20.000 Puten verarbeitet. 300 Menschen arbeiten in dem Betrieb, vor allem Leiharbeiter aus Osteuropa. Sie sind es auch, die jetzt positiv auf das Corona-Virus getestet wurden. Mindestens 26 sind es aktuell. Und der Kreis Steinfurt schließt nicht aus, dass die Zahl noch steigen könnte. "Unsere Ermittler arbeiten mit Hochdruck", sagte eine Sprecherin des Kreises.

Ziel: Infektionsketten unterbrechen, Lockdown verhindern

Wie es zu dem Ausbruch kommen konnte, ist noch unklar. Dazu werde jetzt fieberhaft ermittelt. Ob der Betrieb stillgelegt wird, werde noch geprüft. Die Mitarbeiter des Betriebes hatten zahlreiche Kontakte zu Familienangehörigen, Freunden und waren sogar verreist. Hunderte Personen, Arbeiter und ihre Familien sind in Quarantäne. Es gehe nun auch darum, Infektionsketten rasch zu unterbrechen, um einen größeren Lockdown zu verhindern. Denn die Arbeiter des Betriebes leben in 13 verschiedenen Kommunen des Kreises Steinfurt.

Das Ausmaß ist uns noch nicht bekannt, unsere Ermittler arbeiten mit Hochdruck.

Sprecherin des Kreises Steinfurt

Wie weiter?

Am Donnerstagmorgen soll es eine Begehung des betroffenen Betriebes in Emsdetten geben. Dann könnte entschieden werden, wie es mit dem Betrieb weitergeht.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 23. September 2020 | 17:15 Uhr

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