Neue Daten aus Israel Biontech-Impfstoff auch gegen Weiterverbreitung des Virus wirksam

Die Wirksamkeit des Corona-Impfstoffes von Biontech und Pfizer ist hoch. Das bestätigen neue Daten aus Israel. Beobachtungen legen auch nah, dass das Präparat auch die Weitergabe des Virus verringert oder verhindert.

Ampulle mit dem Pfizer/Biontech Corona-Impfstoff
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Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer verhindert nach Angaben des israelischen Gesundheitsministeriums nach der zweiten Impfung zu rund 99 Prozent schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle. Das geht aus Daten hervor, die das Ministerium am Sonntag (21.02.) veröffentlichte.

Hohe Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffes

Demnach wurde eine Corona-Erkrankung nach der zweiten Dosis zu 95,8 Prozent verhindert, zu 98 Prozent das Auftreten von Symptomen wie Fieber und Atembeschwerden und zu rund 99 Prozent Krankenhausaufenthalte, schwere Erkrankungen und Tod. Gemessen wurde der Grad der Wirksamkeit des Impfstoffs 14 Tage nach der zweiten Impfung. Das Ministerium verglich die Erkrankungs- und Sterberaten zwischen denen, die geimpft worden waren und jenen, die nicht geimpft wurden.

Impfung
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Impfung verhindert schwere Krankheitsverläufe

Israels Corona-Beauftragter Nachman Asch sagte am Sonntag, die Daten seien mit Vorsicht zu genießen: "Wir wissen noch nicht genug über Infektionen, das ist die große Unbekannte." Es sei klar, dass die Impfung schwere Krankheitsverläufe verhindere. "Ich weiß aber nicht, in wieweit sie verhindert, dass Geimpfte das Virus in sich tragen und weitergeben." Er hoffe, dass man in den kommenden Wochen mehr darüber herausfinden werde.

Unklar, ob Geimpfte das Coronavirus übertragen

Mehrere deutsche Medien berichten in diesem Zusammenhang von einer israelischen Beobachtungsstudie, die sich mit der Weitergabe des Virus' durch Geimpfte befasst. Demnach könne die Übertragung des Virus' druch den Biontech/Pfizer-Impfstoff zu 89,4 Prozent verhindert werden. Das würde bedeuten, dass nicht nur der Geimpfte selbst, sondern auch seine Mitmenschen geschützt wären. Das Ergebnis sei überraschend eindeutig, schreibt der "Spiegel". Die Untersuchung basiere auf Daten von 1,7 Millionen Geimpften. Sie sei in Zusammenarbeit mit dem israelischen Gesundheitsministerium vorgenommen worden und noch nicht als sogenannter Preprint oder in einem wissenschaftlichen Fachmagazin veröffentlicht worden. Ob der Impfstoff von Biontech und Pfizer also tatsächlich einen hohen Schutz vor einer Übertragung des Virus bietet, ist wissenschaftlich bislang nicht belegt und auch von offizieller Seite noch nicht bestätigt.

Für die anderen bislang entwickelten Corona-Impfstoffe liegen noch keine großen Beobachtungsstudien zur Weitergabe des Virus vor. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass auch das Vakzin von Astrazeneca die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung verringert. Die Universität Oxford hatte Anfang Februar entsprechende Ergebnisse präsentiert, die auf den Daten von etwa 330 Menschen aus drei Ländern beruhen.

ten/dpa/afp

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 21. Februar 2021 | 17:00 Uhr

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