Viertes Vakzin Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson zugelassen - Was kann das Vakzin?

Nun kommt Bewegung in den Impf-Plan. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat am Donnerstag grünes Licht für den vierten Corona-Impfstoff gegeben. Was das Vakzin von Johnson & Johnson kann, erklärt BRISANT hier.

Johnson & Johnson Corona Impfstoff
Ab April soll der Impfstoff in Deutschland verfügbar sein. Bildrechte: IMAGO / Christian Ohde

Grünes Licht für den Einsatz des Vakzins von Johnson & Johnson für Europa! In den USA hatte der Impfstoff bereits Ende Februar eine Notfallzulassung erhalten.

Die EMA empfahl eine Zulassung des Impfstoffs für alle Personen ab 18 Jahren. Die EU muss nun noch formal zustimmen. 200 Millionen Impfdosen sind schon bestellt, ab April sollen sie geliefert werden. Damit kommt nach Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca der vierte Corona-Impfstoff nach Deutschland.

Eine Spritze reicht aus

Der Impfstoff "Ad26.COV2.S" , ist ein Vektor-Impfstoff. Er schleust über harmlose Schnupfenviren den Bauplan für ein bestimmtes Eiweiß des SARS-CoV-2-Virus in die menschlichen Körperzellen. Die produzieren dann Antikörper gegen das Virus.

Eine einzige Dosis reicht schon aus, um den vollen Impfschutz zu bekommen. Das macht diesen Impfstoff einzigartig unter allen anderen. Durch die Einmal-Dosis dürfte sich das Impfen in Deutschland deutlich beschleunigen. Weiterer Vorteil: Der Impfstoff kann bei Kühlschranktemperaturen von zwei bis acht Grad Celsius über Monate gelagert werden.

Entwickelt wurde er vom belgischen Pharmaunternehmen Janssen, einem Tochterunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson.

Impfung
Voller Schutz nach einer Spritze - das bietet nur der Impfstoff von Johnson&Johnson. Bildrechte: imago images/Political-Moments

Wie gut wirkt der Impfstoff?

Zwar bietet das Vakzin im Vergleich zu den mRNA-Wirkstoffen von Biontech und Moderna "nur" einen 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Verläufen. Vor schweren bis lebensbedrohlichen Erkrankungen ist der Geimpfte aber zu 85 Prozent geschützt. Jeweils gemessen nach 28 Tagen.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Ad26.COV2.S waren ähnlich zu denjenigen, die auch bei den anderen Corona-Impfstoffen und bei Grippeschutzimpfungen auftreten: Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und Müdigkeit.

Gegen die südafrikanische Corona-Mutante B.1.351 wirkt der Impfstoff laut Studien nur zu 57 Prozent. Wie gut er gegen die britische Variante B.1.1.7 wirkt ist unklar, da er in Großbritannien nicht eingesetzt wird.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 11. März 2021 | 17:15 Uhr

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