Corona-Schutzimpfung Nebenwirkungen durch Astrazeneca-Impfstoff?

Die Corona-Schutzimpfung ist der Hoffnungsschimmer in Pandemie-Zeiten. Dennoch lassen manche Menschen ihren lang ersehnten Termin sausen, wenn publik wird, dass sie mit dem Vakzin von Astrazeneca geimpft werden sollen. Zu Recht? Wie jetzt bekannt geworden ist, sollen einzelne Impfgruppen in Schweden und NRW mit zum Teil heftigen Nebenwirkungen auf den Impfstoff des schwedischen Pharmakonzerns reagiert haben.

Ampulle mit Astrazeneca Impfstoff wird in die Kamera gehalten.
Kommt es bei Corona-Schutzimpfungen mit dem Astrazeneca-Vakzin häufiger zu Nebenwirkungen als zunächst gedacht? Bildrechte: imago images/IP3press

In Teilen Schwedens sind Corona-Schutzimpfungen mit dem Wirkstoff von Astrazeneca vorerst gestoppt worden. Der Grund dafür sind Nebenwirkungen bei etwa einem Viertel der Geimpften. Da es sich bei denen um Krankenhaus-Mitarbeiter handelte, könnte das zu Personalengpässen führen.

Astrazeneca: Nebenwirkungen waren im Vorfeld bekannt

Bereits im Vorfeld hatte das Pharmaunternehmen Astrazeneca Fieber als relativ häufig vorkommende, aber mild verlaufende und schnell vorübergehende Nebenwirkung seines Vakzins angegeben.

Als weitere Nebenwirkungen werden vorübergehende lokale und systemische Reaktionen wie Schmerzen und Empfindlichkeit an der Injektionsstelle, leichte bis mäßige Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schüttelfrost, Fieber, Unwohlsein und Muskelschmerzen angegeben.

Größerer Anteil an Nebenwirkungen als erwartet

Was die aktuellen Daten aus Schweden von den Angaben des Herstells deutlich unterscheidet: Bei Verträglichkeitsstudien vor der Zulassung des Astrazeneca-Impfstoffs waren lediglich bei zehn Prozent der Probanden Nebenwirkungen aufgetreten. In einem Krankenhaus in der schwedischen Provinz Sörmland hatten dagegen 25 Prozent der Geimpften mit Nebenwirkungen zu kämpfen. Ähnliche Erfahrungen sollen auch Krankenhausbetriebe in den Provinzen Gävleborg und Jönköping gemacht haben.

Fälle von Nebenwirkungen nach Impfung mit Astrazeneca-Vakzin auch in Deutschland

Entsprechende Nebenwirkungen sollen nach einem Bericht der Neuen Westfälischen Zeitung auch im Kreis Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen beobachtet worden sein. Dort sei es nach Impfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff zu mehreren krankheitsbedingten Ausfällen gekommen. Insgesamt waren mindestens 21 Beschäftigte des Rettungsdienstes betroffen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Februar 2021 | 17:15 Uhr

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