Statt Impfzentren Corona-Impfung beim Hausarzt ab Mitte März deutschlandweit möglich?

Mecklenburg-Vorpommern hat es vorgemacht: Gegen das Coronavirus kann auch beim Hausarzt geimpft werden. Mittlerweile sollen sich Zehntausende deutsche Arztpraxen auf den rettenden Pieks gegen die Pandemie vorbereiten. Gerade für ältere Menschen könnte das eine große Erleichterung sein. Losgehen soll es mit den Impfungen in den Arztpraxen bereits ab Mitte März, spätestens ab Anfang April. Das zumindest fordert die Kassenärztliche Bundesvereinigung.

Impfung
Damit es mit der Corona-Schutzimpfung schneller vorangeht, bereiten sich deutschlandweit Zehntausende Arztpraxen darauf vor, ihren Patienten den Pieks gegen das Virus anbieten zu können. Bildrechte: imago images/Political-Moments

Noch geht es trotz extra eingerichteter Impfzentren in Deutschland eher schleppend voran mit der Impfung gegen das neuartige Coronavirus. Doch das könnte sich bald ändern.

Treffen die vereinbarten Impfdosen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca endlich ein, werden die Impfzentren, die ursprünglich die lokalen Arztpraxen entlasten sollten, selbst überlastet sein. Abhilfe schaffen könnten dann: die Arztpraxen. Dass das möglich ist, beweist ein seit Januar laufendes Pilotprojekt in Mecklenburg-Vorpommern.

Erleichterung für ältere Menschen

Gerade für ältere Menschen könnte das Impfen beim Arzt eine große Erleichterung sein. Denn dann gäbe es den Pieks gegen die Pandemie nicht nur vom Arzt des Vertrauens, sondern auch ohne lange Anfahrtswege.

Eine Impfung direkt in der Arztpraxis bedeutet für jeden Einzelnen eine deutliche Erleichterung. Gerade alten und kranken Menschen bleibt durch eine Impfung in der Arztpraxis der Weg in ein Impfzentrum erspart.

Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg Ärzte Zeitung/dpa

Der Haken: Nicht allen Praxen wird es möglich sein, die besonderen Bedingungen, die die Lagerung des Biontech/Pfizer-Impfstoffs erfordert, zu erfüllen. Verimpft werden könnte dort das Vakzin des Herstellers Astrazeneca.

Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sind Vorreiter

Dass nun auch Arztpraxen die Corona-Schutzimpfungen verabreichen sollen, ist eine Forderung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung. Umgesetzt wird sie bislang in Mecklenburg-Vorpommern - vorerst als Testlauf.

Folgen wird das Bundesland Brandenburg. Dort ist im Rahmen eines "Impfgipfels" beschlossen worden, dass perspektivisch auch Ärzte in ihren Praxen und bei Hausbesuchen Corona-Impfungen anbieten dürfen.

Deutschlandweit könnte es - so die Kassenärztliche Bundesvereinigung - ab Mitte März, spätestens ab Anfang April damit losgehen.

Quellen: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 18. Februar 2021 | 17:15 Uhr

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