Schnell und zuverlässig Der "beste der Welt": Sonderzulassung für Corona-Schnelltest aus Bayern

Schneller, billiger, zuverlässiger und mobil - das ist der neue Corona-Schnelltest aus Bayern. Er soll schon innerhalb einer Stunde Daten liefern. BRISANT erklärt, wie das neue Verfahren funktioniert und wo es eingesetzt werden soll.

Das Gerät "Octea" des Herstellers GNA Biosolutions
Das Gerät "Octea" des Herstellers GNA Biosolutions Bildrechte: Reuters Germany

Der "weltbeste Schnelltest" soll er sein - der neue PCR-Test eines bayerischen Startup-Unternehmens, der jetzt vorgestellt wurde. Entwickelt wurde das Gerät von GNA Biosolutions in Martinsried und hat die Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten.

Bayern teste im Januar sechs Geräte auf seine Praxistauglichkeit, habe sich aber schon einmal das Vorkaufsrecht für 1.000 Geräte plus einer Million Tests gesichert, sagte Wirtschaftsminister Aiwanger am Dienstag in München.

PCR-Tests gelten als zuverlässig, aber langsam. Sie weisen das Erbgut des Coronavirus direkt nach. Bei diesem Verfahren wird eine Lösung mehrfach erhitzt und wieder abgekühlt. Bis das Ergebnis da ist, dauert es normalerweise ein bis zwei Tage - auch, weil die Proben erst in ein Labor geschickt werden müssen.

Ergebnisse in einer Stunde

Die neuen Geräte von GNA-Biosolutions liefern die Ergebnisse in weniger als einer Stunde!

Der Chef von GNA Biosolutions, Federico Bürsgens, erklärt, seine Firma habe ein Verfahren entwickelt, das diesen Heiz- und Kühlprozess örtlich begrenzt in der Probenflüssigkeit durchführt: "Wir heizen nicht die ganze Flüssigkeit, sondern nur da, wo die Virus-RNA ist".

Das Gerät "Octea" des Herstellers GNA Biosolutions
Handliches Format - geeignet für den mobilen Einsatz. Bildrechte: Reuters Germany

Das Testgerät, das auf den Namen "Octea" getauft wurde, ist transportabel, ungefähr so groß wie eine Haushaltswaage und kann acht Proben gleichzeitig analysieren. Gut geeignet wäre Octea daher nach Aussage von Aiwanger für Krankenhäuser, Seniorenheime, Flughäfen, Bahnhöfe, Schlachthöfe und an Autobahnen.

GNA Biosolutions will im März die EU-weite Zulassung beantragen.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 29. Dezember 2020 | 17:15 Uhr

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