Herbstferien Corona-Risikogebiete: Urlaub im Ausland einfacher als innerhalb Deutschlands?

Für viele Deutsche, die ihren Herbsturlaub im eigenen Land geplant haben, könnte die ersehnte Auszeit ins Wasser fallen. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt - und immer mehr deutsche Städte und Kreise werden als Risikogebiete eingestuft. Urlauber aus den betroffenen Regionen sind in vielen Bundesländern nicht mehr willkommen. Im europäischen Ausland gilt ein Beherbergungsverbot für deutsche Touristen bislang kaum.

Fischerboot am Ostsee Strand von Miedzyzdroje, Polen.
Wer in Mecklenburg-Vorpommern nicht beherbergt werden darf, kann an die polnische Ostseeküste ausweichen. Bildrechte: imago images/Peter Schickert

Wer aus Berlin oder Frankfurt am Main kommt und seinen Herbsturlaub an Nord- oder Ostsee verbringen wollte, hat unter Umständen schlechte Karten. Denn sowohl in Niedersachsen als auch in Schleswig-Holstein gilt für Urlauber aus sogenannten Risikogebieten ein Beherbergungsverbot. Das kann nur umgehen, wer dem Gastgeber einen negativen Corona-Test vorlegt, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Noch strenger geht es in Mecklenburg-Vorpommern zur Sache. Hier ist eine 14-tägige Quarantäne verpflichtend. Und die darf lediglich durch einen zweiten (selbst zu bezahlenden) Corona-Test nach fünf bis sieben Tagen vorfristig beendet werden. In der Regel ist der Urlaub dann bereits vorbei - und zwar ohne, dass man die Ostsee gesehen hat. Es sei denn, man fährt einfach ein paar Kilometer weiter und bucht sein Quartier in Polen.

Sonnenuntergang in Gdańsk
Sonnenuntergang in Gdańsk an der polnischen Ostsee. Bildrechte: imago images / Panthermedia

Nord- und Ostsee-Alternativen: Korsika, Italien, Portugal und Griechenland

Durchaus lockerer zeigt sich das europäische Ausland. Zwar können nur noch ausgewählte Länder - und selbst die ggf. nur in Teilen - bereist werden, doch ein negativer Corona-Test wird nur in den seltensten Fällen gefordert.

Ganz problemlos geht's wieder auf die französische Insel Korsika. Außer einem gültigen Reisedokument muss man nichts weiter im Gepäck haben. Ähnlich sieht es in Italien aus. Hier muss lediglich eine sogenannte Einreiseerklärung ausgefüllt werden. Alternativ kann man sich 48 Stunden vorab online registrieren. Gleiches gilt für Portugal und Griechenland.

Eine Familie blickt im Sonnenschein auf das Meer
Auch in Griechenland gibt es keine Einreisebeschränkungen für deutsche Urlauber. Bildrechte: Colourbox.de

Den Norden gibt's nur mit Einschränkungen: Dänemark und Schweden

Nur wen es in den hohen Norden zieht, muss mit Einschränkungen rechnen. Weder Finnland noch Norwegen möchten derzeit deutsche Touristen empfangen. In Norwegen ist es immerhin gestattet, über eine 14-tägige Quarantäne ins Land zu kommen.

Alternativ kann man nach Dänemark oder Schweden ausweichen. Zwar ist in Dänemark nach wie vor die Region Hovedstaden einschließlich der dänischen Hauptstadt Kopenhagen als Reiseziel tabu, doch die dänischen Ost- und Nordseestrände sind allemal eine Reise wert.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | BRISANT | 09. Oktober 2020 | 18:15 Uhr

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