Fragen und Antworten Das sollten Sie über Corona-Schnelltests wissen

Seit der vergangenen Woche ist die neue Teststrategie in der Corona-Pandemie in Kraft. Zentrale Elemente sind dabei Massen-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Reha-Einrichtungen. Die Antigen-Schnelltests sollen binnen weniger Minuten Ergebnisse liefern.

Blick auf einen Corona-Schnelltest
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Wie funktioniert der Antigen-Test?

Der Test basiert auf dem Nachweis von Sars-Cov-2-Eiweißen. Dazu muss ein Abstrich im Nasenrachenraum vorgenommen werden. Der entscheidende Unterschied: Der Abstrich muss nicht in einem Labor ausgewertet werden - dies geschieht innerhalb kurzer Zeit direkt vor Ort. Deshalb heißt der Antigen-Test auch "Schnelltest". Alle derzeit auf dem Markt befindlichen Antigen-Schnelltests müssen von geschultem, medizinischem Personal vorgenommen werden.

Welche Regelung gelten für die Allgemeinbevölkerung?

Anspruch auf einen bezahlten Schnelltest haben Menschen mit Kontakt zu einem bestätigtem Corona-Fall - etwa wenn sie im gleichen Haushalt wie der Infizierte leben, mit ihm einen mindestens 15-minütigen Kontakt hatten oder über die Corona-App gewarnt wurden. Übernommen werden die Test-Kosten zudem in Einrichtungen wie Arztpraxen, Kitas, Schulen oder Asylbewerberheimen.

Was ist für Krankenhäuser und Heime vorgesehen?

In Krankenhäusern, Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und zur Rehabilitation werden Patienten, Betreute sowie das Personal getestet - und zwar im Fall eines Corona-Falls oder auch ohne Infektions-Ausbruch. Besucher müssen sich ebenfalls testen lassen. In Arztpraxen wird das Personal getestet - mit oder ohne Corona-Fall. Die Regelung gilt ausdrücklich für Menschen ohne Symptome.

Entfallen die bisherigen Tests?

Die sogenannten PCR-Tests gelten als zuverlässiger als die neuen Schnelltests und sollen deshalb weiter angewandt werden.

Was ist für Reisende geplant?

Die zur Reisesaison eingeführte Regelung, dass sich Rückkehrer aus einem ausländischen Risikogebiet testen lassen müssen und dies bezahlt bekommen, ist am 15. Oktober ausgelaufen. Ab dem 8. November gilt für alle Rückkehrer aus Gebieten, die vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft werden, eine Pflichtquarantäne von zehn Tagen. Diese Pflichtquarantäne kann verkürzt werden, wenn der oder die Betroffene "frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise" einen negativen Corona-Test vorlegen können.

ten/afp/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 04. November 2020 | 17:15 Uhr

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