Überblick Corona-Lockdown: Wann öffnen Schulen und Kitas in welchem Bundesland?

Wann sind alle Schulen wieder geöffnet? Darüber sind sich Bund und Länder nicht immer einig. Die Entscheidung über mögliche Öffnungen liegt daher in Länderhand. Die Bundesländer verfolgen dabei unterschiedliche Pläne. Ein Überblick.

An eine Schultafel in einem Klassenzimmer wurde mit Kreide das Wort Lockdown geschrieben und ein Virussymbol gemalt. An der Tafel hängt eine Mund-Nasenmaske. Im Vordergrund sind die Stühle auf die Tische gestellt.
Bis wann gilt der Lockdown auch für die Schulen? Bildrechte: imago images / Fotostand

Ob Präsenzunterricht vor halbierten Klassen oder im Wechselmodell, Regelbetrieb, weiterhin Homeschooling und wie es an Kitas weitergeht, ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt. Ein Überblick.

Baden-Württemberg

Kitas und Grundschulen werden seit den Faschingsferien (22.02.) schrittweise für den Wechselbetrieb geöffnet. Ab Klasse 5 soll es mindestens bis zu den Osterferien im Homeschooling weitergehen.

Seit 22. Februar ist zudem in allen Kindertagesstätten in Baden-Württemberg die Notbetreuung vorbei. Seit dem findet in allen Krippen und Kitas im Land "Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen" statt.

Bayern

In Bayern sind Grundschulklassen seit dem 22. Februar zurück an den Schulen - aber nur im Wechselunterricht und nur in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100. Auch Kitas sind seit dem 22. Februar im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet. Für Abschlussklassen gibt es Präsenzunterricht.

Ab dem 15. März dürfen alle weiterführenden Schulen in Bayern wieder öffnen - im Wechselunterricht und nur in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100.

Berlin

Für die ersten bis dritten Klassen der Grundschulen gibt es aktuell Wechselunterricht in halber Klassengröße, alle anderen Schüler müssen weiterhin im Distanzunterricht lernen. Eine Notbetreuung wird weiterhin für Kinder bis zur sechsten Klasse angeboten.

Abschlussklassen werden weiter wahlweise zu Hause oder im Wechselmodell mit halber Klassengröße unterrichtet. Die Schüler aller Jahrgänge sind verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Lediglich im Freien darf darauf verzichtet werden, wenn ein Mindestabstand von anderthalb Metern eingehalten werden kann. Praktika finden nicht statt.

Die Kitas sind im Notbetrieb. Voraussetzung für Notbetreuung ist, dass Eltern einen systemrelevanten Berufe ausüben, alleinerziehend sind oder besondere soziale/pädagogische Gründe vorliegen. Die maximale Auslastung der Kitas darf 60 Prozent betragen.

Brandenburg

Seit dem 22. Februar gibt es Wechselunterricht für die Klassenstufen 1 bis 6. Die Klassenstufen 7 und höher kommen später dran. Abschlussklassen werden im Präsenzunterricht unterrichtet. Grundsätzlich muss an allen Schulen eine medizinische Maske getragen werden. Kitas laufen nach wie vor im Regelbetrieb.

Bremen

Seit dem 1. März Rückkehr zum Präsenzbetrieb in voller Klassenstärke. Ab Jahrgangsstufe 5 gibt es Unterricht im Wechselmodell. Klausuren der Abschlussklassen finden in Präsenz statt. In Kitas gibt es seit 1.3. eine eingeschränkten Regelbetrieb.

Hamburg

An den Hamburger Schulen wird bis zu den Frühjahrsferien weiterhin Distanzunterricht erteilt, für Grundschüler, die nicht anders betreut werden können, gibt es nach wie vor eine Notbetreuung. Das heißt, dass die Schülerinnen und Schüler noch bis zum 7. März im Regelfall zu Hause lernen. Ab dem 15. März sollen die Schulen wieder öffnen.

Kita-Kinder sollen möglichst schon vor dem Ende der Frühlingsferien wieder in den Regelbetrieb übergehen. Aktuell sind sie geschlossen, es gibt eine Notbetreuung.

Hessen

Seit dem 22. Februar gibt es Wechselunterricht in den Klassenstufen 1 bis 6. Mit Ausnahme der Abschlussklassen gibt es für Schüler ab Klassenstufe 7 bis zu den Osterferien Distanzunterricht. Für Kitas gilt seit dem 22. Februar der eingeschränkte Regelbetrieb.

Mecklenburg-Vorpommern

Ab dem 24. Februar kehren die Klassenstufen 1 bis 6 regional zum Regelbetrieb zurück. Voraussetzung dafür ist, dass im betroffenen Landkreis stabil weniger als 50 Corona-Infektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert worden sind.

Vom 8. März an sollen die Schüler der höheren Klassen schrittweise im Wechselunterricht an die Schulen zurückkehren.

In Kitas findet bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 ein Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen statt.

Niedersachsen

Die Schulen in Niedersachsen weiten ihren Betrieb vom 15. März an wieder aus. Dann beenden die Klassen 5 bis 7 sowie der 12. Jahrgang das Homeschooling. Sie kehren im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurück. Eine Woche später, vom 22. März an, sollen dann alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren.

Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt bereits vom 8. März an wieder die Präsenzpflicht. Bisher konnten die Eltern dieser Schüler entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder von zu Hause aus lernen lassen wollen.

Die Kitas können bereits ab 8. März wieder in den Regelbetrieb gehen, allerdings mit Einschränkungen. Alle Kinder mit einem Kita-Platz sollen zwar betreut werden, nicht erlaubt sind jedoch offene Gruppen oder eine Mischung von Gruppen.

Nordrhein-Westfalen

Schulen wurden seit dem 22. Februar schrittweise geöffnet. Bis zu einer Inzidenz von 50 im Wechselunterricht, darunter im Präsenzunterricht. Für Abschlussklassen gilt generell die Rückkehr zum Präsenzunterricht.

Auch die Kitas haben seit dem 22. Februar die Pforten in einem eingeschränkte Regelbetrieb geöffnet. Vorerst jedoch mit einem landesweit um zehn Wochenstunden gekürzten Betreuungsangebot und ausschließlich in festen Gruppen. Fallen die Neuinfektionszahlen weiter, sollen die Kita-Leitungen ab dem 8. März selbst entscheiden dürfen, ob sie die Kinder wieder in vollem Umfang betreuen.

Rheinland-Pfalz

Auch Rheinland-Pfalz hat die Wiederaufnahme des Unterrichts am 22. Februar gestartet. Es gibt Präsenzunterricht für Abschlussklassen, ansonsten auch wenn die Mindestabstände eingehalten werden können.

Kitas bleiben für dringenden Betreuungsbedarf geöffnet.

Saarland

Im Saarland wird seit dem 22. Februar für Schüler der Grundschulen und des Primarbereichs der Förderschulen wieder Präsenzunterricht im Wechselmodell angeboten. Abschlussklassen werden generell im Präsenzunterricht unterrichtet. In den Kitas erfolgt weiterhin eine bedarfsgerechte Betreuung. Das bedeutet: Jedes Kind, das Betreuung braucht, kann auch weiterhin in die Kindertageseinrichtung, die Großtagespflegestelle oder den Hort kommen. Weitere Nachweise sind dafür nicht notwendig.

Sachsen

Kitas und Grundschulen sind bereits seit 15. Februar wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb gestartet. Allerdings bleibt die Präsenzpflicht weiter ausgesetzt. Damit können Eltern selbst entscheiden, ob sie ihr Kind in die Schule schicken oder ob zu Hause gelernt wird. Die Betreuung erfolgt in festen und getrennten Gruppen. Zudem gilt die Maskenpflicht.

Abschlussklassen haben Präsenzunterricht, alle anderen Klassenstufen sind weiter im Distanzunterricht.

Sachsen-Anhalt

Seit dem 1. März gibt es in Grund- und Förderschulen einen eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Lerngruppen. Alle anderen Jahrgänge sind seit dem 1. März im Wechsel von Präsenz- und Distanzuntericht. Regelbetrieb soll es geben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 sinkt. Abschlussklassen sind im Präsenzunterricht.

Kitas werden seit dem 1. März schrittweise geöffnet.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein dürfen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 seit dem 22. Februar für Präsenzunterricht (unter Coronabedingungen) in die Schulen zurückkehren. Allerdings nur, wenn es das Infektionsgeschehen in ihrer Stadt bzw. ihrem Kreis zulässt. 

Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 bleibt es bis zum 7. März beim Distanzunterricht. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 wird Notbetreuung angeboten. Kitas ermöglichen die Betreuung von allen Kindern.

Thüringen

Kitas und Grundschulen in Thüringen sind seit dem 22. Februar wieder geäffnet - und zwar im eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen. Seit Anfang März ist für Schüler ab der siebten Klasse der Präsenzunterricht wieder gestartet, wenn in der jeweiligen Region der Inzidenzwert unter 100 liegt. Die Klassenstufen 5 und 6 sind im eingeschränkten Regelbetrieb seit 1.3.

(Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert; Stand: 04.03.2021)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 03. März 2021 | 17:15 Uhr

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