Homeschooling Schule in der Corona-Krise: Bis zum Sommer kein regulärer Unterricht!

Eine Nachricht, die nicht nur die Eltern, sondern auch zahlreiche Schüler ins Schwitzen bringen wird: Die Schulen werden nicht zeitnah wieder geöffnet. Bis zu den Sommerferien wird es in Deutschland keinen regulären Schulunterricht geben. Den Unterricht werden die Schüler dennoch - zumindest hin und wieder - besuchen.

Die Kultusminister der Länder sind sich einig: Wegen der Corona-Pandemie wird es bis zu den Sommerferien keinen regulären Schulunterricht geben. Das geht aus einem Rahmenkonzept hervor, das die Kultusministerkonferenz am Dienstag an die Konferenz der Regierungschefs der Länder übergeben hat. Das Konzept enthält bundesweite Rahmenbedingungen unter anderem zur Hygiene an Schulen, zur Schülerbeförderung sowie zur Organisation von - auch digitalem - Unterricht. Wie das Konzept im einzelnen umgesetzt wird, darüber werden Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Länderchefs entscheiden.

Zeitweiser Schulbesuch soll möglich sein

Auf verfrühte Sommerferien sollte sich dennoch kein Schüler freuen. Denn erklärtes Ziel ist es, dass jeder Schüler - natürlich in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen - die Schule bis zu den Sommerferien zumindest zeitweise besuchen kann. Dabei sollen sich Präsenzunterricht in der Schule und das Lernen zu Hause abwechseln und eng aufeinander bezogen werden. Schüler aus sozial schwachen Haushalten seien für den digitalen Unterricht mit entsprechenden Endgeräten auszustatten.

Grundsätzlich sollten weitere schrittweise Öffnungen der Schulen in Jahrgangsstufen beziehungsweise Lerngruppen erfolgen. Zusätzlich könnten für Schüler mit Unterstützungsbedarf pädagogische Präsenzangebote gemacht werden.

Schule mit Sicherheitsabstand Corona
Zumindest ein zeitweiser Schulbesuch in kleinen Gruppen soll bis zu den Sommerferien ermöglicht werden. Bildrechte: imago images/ Pressedienst Nord / Björn Hake

Schutz der Gesundheit geht vor!

Für viele Schüler wird das eine wirklich bittere Pille sein. Denn den Heranwachsenden gehen nicht nur zahlreiche Lehrinhalte, sondern auch ihre sozialen Kontakte verloren. Die Kultusministerkonferenz begründet ihre Entscheidung damit, dass der Gesundheitsschutz für alle an erster Stelle stehe. Die Maßnahmen des Infektionsschutzes müssten unbedingt eingehalten werden:

Wir müssen bei den schrittweisen Schulöffnungen verantwortungsvoll, behutsam und immer mit dem Blick auf das Infektionsgeschehen vorgehen.

Stefanie Hubig KMK-Präsidentin aus Rheinland-Pfalz

Wann soll es in welchem Bundesland wieder losgehen?

In Sachsen und Schleswig-Holstein soll es mit dem Schulunterricht bereits am 6. Mai wieder losgehen. In Sachsen für die Schüler sämtlicher Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen, in Schleswig-Holstein möchte man mit den 4. und 6. Klassen sowie der Oberstufe beginnen, ab dem 18. Mai dann mit den 9. und 10. Klassen. In Berlin sollen sozial benachteiligte Kinder in Sachen Schule den Vorrang haben. Auffallend optimistisch gibt man sich in Sachsen-Anhalt. Dort soll jeder Schüler bis Pfingsten die Chance bekommen haben, die Schule zumindest tageweise zu besuchen. Die anderen Bundesländer haben sich bislang nicht mit konkreten Plänen geäußert.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 28. April 2020 | 17:15 Uhr

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