Risikogebiete Corona-Tests für Reiserückkehrer - Das müssen Sie jetzt wissen

Corona-Tests für Reiserückkehrer sind freiwillig. Für Urlauber aus Risikogebieten wie Spanien oder Kroatien sind sie Pflicht - aber nur bis nach den Sommerferien. Wo wird getestet und was kostet das? BRISANT klärt auf.

Ein Rachenabstrich wird genommen
Test und Quarantäne werden ein "Muss" für Urlauber aus Risikogebieten. Bildrechte: dpa

Seit dem 8. August ist ein Test für Reiserückkehrer aus Risikogebieten Pflicht. Die Tests sind kostenlos! Bezahlt werden sie von den Krankenkassen.

Übernommen werden auch die Kosten für einen Wiederholungstest pro Person. Dass man ein Reiserückkehrer ist, kann man beispielsweise durch einen Boarding-Pass, ein Ticket oder eine Hotelrechnung belegen.

Seit dem 1. August kann sich außerdem jeder, der aus dem Ausland nach Deutschland einreist, binnen drei Tagen beim Gesundheitsamt oder seinem Arzt auf das Coronavirus testen lassen. Die Tests sind freiwillig und kostenlos. Es soll sie aber nur bis nach den Sommerferien geben. Dann wird das Personal von Flughäfen und Autobahnen abgezogen und stärker in Pflegeheimen und Krankenhäusern eingesetzt. Für Reiserückkehrer gilt dann die Quarantänepflicht oder ein freiwilliger Test.

Wo gibt es Teststellen? Das erklärt die Servicenummer 116 117

ein Schild auf einem Flughafen
Raus aus dem Flieger - rein in die Teststation. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Mindestens eine Woche Quarantäne

Ob man infiziert ist, erfährt man bei den jetzt bestehenden Teststationen günstigstenfalls binnen 48 Stunden. Daher sollten sich Urlaubsrückkehrer unabhängig vom Test sofort in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Der Grund ist die lange Inkubationszeit des Virus. Denn wer sich erst in den letzten Tagen des Urlaubs oder gar bei der Rückreise infiziert, bei dem ist das Coronavirus so schnell noch nicht nachweisbar.

Die Behörden empfehlen daher dringend eine Quarantäne von mindestens einer Woche. Von der Quarantäne befreien lassen kann man sich, wenn man bereits ein negatives Test-Ergebnis vorweist, das nicht älter als 48 Stunden ist.

Wer sich dem Test und der Quarantäne verweigert, dem drohen Bußgelder von bis zu 25.000 Euro!

Die steigenden Infektionszahlen in Deutschland sind ein deutliches Warnsignal. Das Virus macht keine Ferien.

Jens Spahn Bundesgesundheitsministerium

In den vergangenen Tagen war die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern wie etwa Spanien stark gestiegen. Das Auswärtige Amt hat daher am 14. August eine offizielle Reisewarnung für fast ganz Spanien herausgegeben. Gleichzeitig wurde die Reisewarnung für vier Regionen der Türkei aufgehoben.

An welchem Flughafen wird getestet?

Derzeit gibt es Teststationen an folgenden Flughäfen:

  • Flughafen Frankfurt - zwischen dem Terminal 1 und dem Fernbahnhof (The Squaire)
  • Flughafen München - im medizinischen Zentrum des Airports (Terminal 1, Bereich E)
  • Flughafen Nürnberg - Abflughalle 1
  • Flughafen Köln/Bonn - am Fernbusterminal (P32) in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang (Terminal 2)
  • Flughafen Leipzig/Halle
  • Flughafen Erfurt
  • Flughafen Dresden
  • Flughafen Düsseldorf
  • Flughafen Dortmund
  • Flughafen Hamburg - Terminal Tango
  • Flughafen Bremen - Terminal 1
  • Flughafen Hannover-Langenhagen - Terminal C
  • Flughafen Münster-Osnabrück
  • Flughafen Memmingen

Zusätzlich können sich Reisende an mehreren grenznahen Autobahnen in Bayern auf Sars-Cov-2  testen lassen, sowie an den großen Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg. Auch vor dem Terminal der Fährverbindung "Stena Line" in Kiel steht ein "Corona-Mobil". Berlin hat zwei Stationen: am Hauptbahnhof und dem zentralen Busbahnhof.

(Stand: 24.08.2020)

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. August 2020 | 17:10 Uhr

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