COVID-19 Coronavirus: Wann sollte man sich testen lassen - und wer trägt die Kosten?

Seit gut einem Monat bestimmt das neuartige Coronavirus die Nachrichten. Mittlerweile ist das Virus auch in Deutschland angekommen. Wie sollte man sich verhalten, wenn man glaubt, sich infiziert zu haben? Wann ist ein Test sinnvoll? Wie wird er gemacht - und wer trägt die Kosten dafür?

Mit einem Wattestäbchen wird bei einem Mann eine Speichelprobe genommen
Der Coronavirus-Schnelltest erfolgt über einen Nasen-Rachen-Abstrich. Bildrechte: imago images / teutopress

Leichtes Fieber, Gliederschmerzen, ein Kratzen im Hals. All das können Symptome einer Erkältung oder einer Grippe sein. Aber eben auch die ersten Anzeichen einer Coronavirus-Infektion.

Zum Hausarzt oder Gesundheitsamt?

Wer leichte Infektionsanzeichen verspürt, jedoch nicht aus einem der Infektionsgebiete kommt oder mit einer Person aus diesen Gebieten engeren Kontakt hatte, muss zunächst keine Coronavirus-Infektion befürchten. In diesem Fall kann man getrost den Hausarzt aufsuchen. Wer jedoch aus Regionen kommt, die von dem Virus betroffenen sind, oder Kontakt zu einer infizierten Person hatte und Symptome aufweist, der darf den Hausarzt zunächst nur telefonisch kontaktieren oder sollte sich direkt an das Gesundheitsamt wenden.

Wann und wie wird ein Coronavirus-Test durchgeführt?

Ob ein Test gemacht wird, liegt jeweils im Ermessen des behandelnden Arztes. Der sogenannte Schnelltest ist vergleichsweise unkompliziert und erfolgt durch einen Nasen-Rachen-Abstrich. Entscheidend, ob ein Test durchgeführt wird, sind gesundheitliche Beschwerden und die Wahrscheinlichkeit eines Kontaktes zu einer infizierten Person.

Test für das neue Virus 2019-nCov (Coronavirus)
Die Auswertung eines Coronavirus-Schnelltests nimmt mehrere Tage in Anspruch. Bildrechte: dpa

250 Euro pro Test – wer zahlt?

Entscheidet der Arzt, dass ein Coronavirus-Schnelltest sinnvoll ist, werden die dafür anfallenden Kosten von der Krankenkasse übernommen. Der Spitzenverband der Krankenkassen spricht dabei von begründeten Verdachtsfällen. Den Abstrich beim Hausarzt einzufordern, um auf Nummer sicherzugehen – dafür kommen die Kassen nicht auf. Zum einen schlägt ein Coronavirus-Schnelltest mit 250 Euro zu Buche, zum anderen dauert es einige Tage, bis das Ergebnis vorliegt. Zudem könnten bei zu vielen nicht notwendigen Tests die Untersuchungskapazitäten knapp werden.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 02. März 2020 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. März 2020, 16:56 Uhr

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