Dresden: 17 Handgranaten in Auto entdeckt
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Vor dem Hauptbahnhof Dresden Polizei findet Handgranaten im Kofferraum

BRISANT | 19.02.2019 | 17:15 Uhr

In Dresden sorgte ein im Parkverbot stehender Mercedes für einen Einsatz von Bundespolizei und Sprengstoffexperten. Bei der Kontrolle wurden 17 Handgranaten in der Kofferraumverkleidung des Fahrzeugs entdeckt. Derzeit rätselt die Polizei, was die Insassen mit der Munition vorhatten.

Dresden: 17 Handgranaten in Auto entdeckt
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Bei einer Verkehrskontrolle haben Beamte der Bundespolizei am Hauptbahnhof Dresden zwei Personen festgenommen. Es handelt sich um zwei bosnische Staatsangehörige im Alter von 17 und 28 Jahren. Aufmerksam wurden die Beamten, weil der Geländewagen der Beiden im Parkverbot stand.

Weil die Beamten Zweifel an der legalen Einreise und dem legalen Aufenthalt hatten, wurden die beiden Bosnier in Gewahrsam genommen und durchsucht. Nachdem bei den Männern eine Kleinstmenge einer betäubungsmittelähnlichen Substanz gefunden worden war, durchsuchten die Beamten auch das Fahrzeug der beiden. Ein Spürhund des Zolls konnte keine weiteren Betäubungsmittel finden, jedoch entdeckte die Polizei 17 Handgranaten hinter der Verkleidung im Kofferraum.

Daraufhin sperrte die Bundespolizei Bereiche im und um den Hauptbahnhof Dresden weiträumig ab. Die Sperrung wurde erst gegen 23.50 Uhr wieder aufgehoben. Die beiden Personen wurden vorläufig festgenommen und befinden sich derzeit in Polizeigewahrsam. Den Bosniern wird nun ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen.

Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen prüft derzeit die Handgranaten auf Inhalt und Funktionsfähigkeit. Wofür die Granaten verwendet werden sollten und woher sie stammen, ist bislang völlig unklar.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 19. Februar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. Februar 2019, 16:41 Uhr

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