Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe steht an der Haltestelle (Symbolbild)
Bildrechte: dpa

Offenbar rassistischer Angriff in Dresden Hund auf Äthiopierin gehetzt

BRISANT | 11.01.2018 | 17:15 Uhr

Brutaler Angriff auf eine junge Afrikanerin in Dresden: An einer Straßenbahnhaltestelle hetzen mutmaßliche Rassisten einen Hund auf eine Asylbewerberin aus Äthiopien. Die Tat löst Entsetzen aus.

Eine Straßenbahn der Dresdner Verkehrsbetriebe steht an der Haltestelle (Symbolbild)
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Es war ein offenbar rassistischer Angriff: Unbekannte haben in Dresden einen Hund auf eine Asylbewerberin gehetzt. Die 19 Jahre alte Äthiopierin war nach Polizeiangaben am Dienstag an einer Straßenbahnhaltestelle im Stadtteil Gorbitz zunächst aus einer Gruppe heraus beschimpft worden. Zu der Gruppe habe auch eine Hundehalterin gehört, die ihr Tier schließlich abgeleint und auf die Afrikanerin losgelassen habe, teilte das Landeskriminalamt mit.

Passant kam zu Hilfe

Als die junge Frau fliehen wollte, habe der Hund sie von hinten angefallen und zu Boden gerissen. Beim Versuch, das Tier abzuwehren, sei sie gebissen worden. Erst ein Passant habe die Hundehalterin dazu gebracht, das Tier zurückzurufen.

Bissverletzungen und Schock

Die Äthiopierin erlitt den Angaben zufolge neben leichten Bissverletzungen auch einen Schock. Die Ermittlungen hat das neue Polizeiliche Extremismus und Terrorismus Abwehrzentrum PTAZ übernommen. Es sucht nun nach Zeugen.

Wer kann Hinweise geben?

Die brutlae Tat ereignete sich laut Polizei am Dienstag, den 9. Januar gegen 16:00 Uhr in Dresden an der Straßenbahnhaltestelle Merianplatz.

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Telefonnummer: 0351 4832233 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Polizei Dresden

"Ein abscheuliches Maß an Brutalität"

In Dresden-Gorbitz leben seit Jahren Geflüchtete und Anwohner friedlich zusammen. Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange ist entsetzt über den Vorfall.

Einen Hund auf eine 19-jährige Frau zu hetzen und dabei zuzusehen, wie dieser sie verletzt, ist ein abscheuliches Maß an Brutalität, das ich scharf verurteile.

Eva-Maria Stange

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 11. Januar 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 10. Januar 2018, 18:37 Uhr

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