Jüngstes Opfer ein Baby Mehrere Festnahmen wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern

BRISANT | 31.10.2019 | 17:15 Uhr

Nach dem massenhaften Fund von kinderpornografischem Material in einer Wohnung in Bergisch Gladbach sind vier Verdächtige wegen schweren sexuellen Kindesmissbrauchs festgenommen worden.

Hände in Handschellen
Vier Verdächtige wurden von der Polizei festgenommen. (Archiv) Bildrechte: Colourbox.de

Jüngstes Opfer nicht mal ein Jahr alt

Die Männer sollen mindestens sechs Kinder im Alter bis zu zehn Jahren missbraucht haben, sagte der Leiter der Kriminaldirektion Köln, Klaus-Stephan Becker, am Donnerstag (31.10.). Das jüngste Opfer sei noch nicht einmal ein Jahr alt. Es handele sich um die Kinder oder Stiefkinder der Verdächtigen.

Hausdurchsuchung bringt Ermittler auf die Spur

Ins Rollen kamen die Ermittlungen, nachdem Beamte die Wohnung eines 42 Jahre alten Mannes in Bergisch Gladbach wegen des Verdachts der Kinderpornografie durchsucht hatten. Bei der Auswertung des sichergestellten Materials mit einem Datenvolumen von etwa drei Terabyte fanden sich Hinweise darauf, dass der Deutsche in seiner Wohnung Kinder missbraucht, die Taten gefilmt und weiterverbreitet habe. Außerdem führten Spuren zu den drei weiteren Verdächtigen.

Dateiordner mit Aufschrift Kndrprngrf, Symbolfoto kinderpornografische Fotos im Internet.
Die Ermittler stellten drei Terabyte an Daten sicher (Archiv) Bildrechte: imago/Christian Ohde

Ein Verdächtiger ist Bundeswehrsoldat

Zwei der Männer seien im Raum Wesel sowie bei Wiesbaden festgenommen worden und säßen bereits in Untersuchungshaft, heißt es aus Ermittlerkreisen. Der 26-Jährige aus dem Raum Wesel sei Bundeswehrsoldat, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ein vierter Festgenommener aus Langenfeld soll am Donnerstag (31.10.) dem Haftrichter vorgeführt werden.

Polizei wertet riesige Datenmengen aus

Die Verdächtigen sollen nach bisherigen Erkenntnissen über Internet-Chats Bilder ausgetauscht haben. Ob sie sich persönlich kannten, sei noch unklar, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Die Auswertung des Materials werde längere Zeit in Anspruch nehmen. Die Kölner Polizei hat 20 Beamte abgestellt, die unter anderem die riesigen Datenmengen auswerten sollen, um mögliche weitere Täter und Opfer ausfindig zu machen.

Quellen: red/dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 31. Oktober 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 31. Oktober 2019, 19:14 Uhr

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