Alkohol E-Scooter: Kommt eine höhere Promillegrenze?

Fachleute haben eine Anlehnung der Promillegrenze für E-Scooter-Fahrer an die von Fahrradfahrern gefordert. Bisher orientiert sich der Wert an dem für Autos. Das Thema dürfte auf dem kommenden Verkehrsgerichtstag in Goslar (25. – 27. Januar) heiß diskutiert werden.

Ein junger Mann mit Bierflasche auf einem E-Roller
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Für E-Scooter-Fahrer gilt aktuell das, was auch für Autofahrer gilt: Eine Fahrt mit bis 0,5 Promille ist erlaubt, mehr Promille bedeutet eine Ordnungswidrigkeit. Eine Geldbuße von 500 Euro und ein Monat Fahrverbot sind dann möglich.

Fahrradfahrer dagegen dürfen mehr trinken: Bisher ist das Fahren mit dem Fahrrad oder E-Bike bis 1,6 Promille straffrei, solange der Fahrer oder die Fahrerin keine Ausfallerscheinungen hat und es zu keinem Unfall kommt.

ADAC: E-Scooter mehr Fahrrad als Auto

Ist das gerechtfertigt? Oder sind die Gesetze zu streng? Darüber streiten sich gerade Verkehrsexperten und Verbände. Der ADAC etwa fordert eine Gesetzesänderung. Die Argumentation: E-Scooter würden höchstens 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Damit seien sie dem Fahrrad näher als einem Auto, meint der ADAC. Würde bedeuten: 1,6 Promille zukünftig auch für E-Scooter-Fahrer.

Ein Mann faehrt mit einem E-Scooter auf einer oeffentlichen Strasse ueber eine Kreuzung.
Aktuell dürfen E-Scooter-Fahrer nur 0,5 Promille Alkohol im Blut haben. Bildrechte: imago images / photothek

Forderung: E-Scooter-Fahrer sollen zur Prüfung

Der Automobilclub von Deutschland (AvD) regt zudem an, dass E-Scooter-Fahrer ähnlich wie Mofa-Fahrer in einer theoretischen Prüfung Straßenverkehrskenntnisse nachweisen müssen. Auch eine Helmpflicht für Fahrzeuge, die schneller als sechs Kilometer pro Stunde fahren können, sei denkbar.

dpa/ADAC/AvD/BRISANT

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 20. Januar 2023 | 17:15 Uhr

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