Wie und wann shoppen gehen? So vermeiden Sie Stress beim Ostereinkauf

Vor Ostern und anderen Feiertagen ist in Supermärkten ohnehin schon Hochbetrieb. Wegen der Corona-Pandemie kaufen Menschen noch mal zusätzlich mehr ein. Mit diesen Tipps wird der Ostereinkauf nicht zur nervlichen Tortur.

Voller Einkaufswagen zwischen Supermarktregalen
Beachtet man einige Regeln, wird der Ostereinkauf nicht zur Tortur. (Archiv) Bildrechte: colourbox

Auch wenn die geplante "Osterruhe" von Bundeskanzlerin Angela Merkel gekippt wurde, ist davon auszugehen, dass die Supermärkte vor den Oster-Feiertagen brechend voll sein werden. Beachtet man die richtigen Tipps, lässt sich der Shopping-Stress auf der Jagd nach Lebensmitteln dennoch vermeiden.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Einkaufen?

Entscheidend ist einerseits die Zeit. Auf die Frage, wann man am besten einkaufen gehen sollte, gibt der Pressesprecher vom Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH), Christian Böttcher, folgende Antwort gegenüber BRISANT: "Am Dienstag und Mittwoch vor Ostern sind vor allem der späte Vormittag und der frühe Nachmittag zu empfehlen, weil es dann die geringste Kundenfrequenz gibt." Als zusätzlichen Tipp empfiehlt Böttcher, schon jetzt alles einzukaufen, was geht und nicht erst bis zur Osterwoche zu warten.

Ein Mann mit Schutzmaske steht mit einem Einkaufswagen in einem Supermarkt neben einem Regal und liest das Etikett eines Produkts
Am Dienstag und Mittwoch vor Ostern ist es vergleichsweise noch leer in den Supermärkten. (Archiv) Bildrechte: MDR/PantherMedia

Nicht zu Stoßzeiten einkaufen

Generell gilt, dass Supermärkte in den meisten Städten gegen sieben Uhr öffnen. Und genau dann ist in der Regel auch die Zeit mit dem geringsten Kundenaufkommen. Vermeiden sollte man vor allem Mittagspausen, Feierabendzeiten und das Einkaufen am Wochenende, denn dann sind die Märkte ohnehin voll. Ist ein Supermarkt bis 22 Uhr geöffnet, kommt man vor allem in der letzten halben Stunde vor Ladenschluss in den Genuss von leeren Gängen.

Google weiß Rat

Auf der Suche nach der besten Shoppingzeit hilft auch das Internet, genauer gesagt Google. Wenn man wissen möchte, ob der Supermarkt der Wahl aktuell überfüllt ist, gibt man einfach den Namen und den Ort in die Suchmaschine ein und schon bekommt man ein Diagramm angezeigt, wie der Markt über den Tag und aktuell besucht wird.

Hunderte von Menschen stehen Schlange, um einen Supermarkt zu betreten
Mit etwas Planung lassen sich lange Schlangen vor Supermärkten umgehen. (Archiv) Bildrechte: dpa

Stressfrei und schnell im Supermarkt

Und auch an der Kasse muss man nicht ewig warten: Dan Meyer von der Mathematik-Lernplattform "Desmos" hat sich mit dem Thema beschäftigt. In der "New York Times" sprach er über seine Erkenntnisse: "Jeder braucht eine feste Zeit zum Hallo-Sagen, zahlen, verabschieden, einpacken". Nach seinen Untersuchungen sind das im Schnitt 41 Sekunden oder, anders gerechnet, drei Sekunden pro Artikel auf dem Band. Hier sind weitere Erkenntnisse:

  • Den Großeinkäufern folgen: Auf die Frage, ob man lieber an eine Kasse mit vielen Kunden mit wenig Artikeln oder an die Kasse mit weniger Kunden mit vollen Körben gehen sollte, gibt es eine klare Antwort: Bleiben Sie bei den vollen Körben! Der Grund: Scannen geht schnell, nur der Bezahlvorgang inklusive Begrüßung und Verabschiedung ist ein großer Zeitfresser. Das bedeutet: Ein voller Korb an der Kasse geht schneller, als viele weniger gefüllte, da es nur eine Begrüßung und eine Verabschiedung ist und nicht mehrere.
  • Eher die linke Kasse nutzen: Das ist eine Psychologen-Theorie. Weil die meisten von uns Rechtshänder sind, stellen sie sich eher an der rechten Kasse an.
  • Obst und Gemüse: Verpackt ist es meistens unproblematisch und schnell. Liegt aber viel Frisches auf dem Band, muss an der Kasse oft noch gewogen werden. Und das kostet Zeit.
  • Barcode nach unten: Und Sie selbst können auch etwas tun. Zum Beispiel ist es hilfreich, alle Waren mit dem Barcode nach unten auf das Band zu legen.

Eine Frau steht vor einem Supermarktregal voller Lebensmittel und hält die Hand an den Kopf.
Mit dem richtigen Verhalten im Supermarkt geht der Einkauf deutlich schneller. (Archiv) Bildrechte: Colourbox.de

Großeinkauf oft unnötig

Grundsätzlich hilft es, den Einkauf nicht zu lange aufzuschieben. Je später vor Ostern, je voller werden die Supermärkte sein. Und bei allem Feiertagsenthusiasmus sollte man Folgendes nicht vergessen: Am Dienstag nach Ostern machen alle Supermärkte wieder auf. Es gilt also, nur das Nötigste zu kaufen. Das schont nicht nur den Geldbeutel sondern auch das Nervenkostüm.

ten/mdr

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 24. März 2021 | 17:15 Uhr

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