Beschluss Eltern bekommen wegen Corona mehr Kinder-Krankentage

Gute Nachrichten für berufstätige Eltern: Wegen der Corona-Krise bekommen sie zehn weitere Krankentage, wenn das Kind krank ist. Allerdings soll das nur für dieses Jahr gelten.

Mädchen liegt im Bett und wird von Mutter gestreichelt
Eltern haben in diesem Jahr ein Recht auf 30 Kinderkrankentage. Bildrechte: Colourbox.de

Ist das Kind krank, dürfen Eltern zu Hause bleiben und es pflegen. Das regelt der §616 des Bürgerlichen Gesetzbuches. Berufstätige bekommen für diese "nicht erhebliche Zeit" ihren Lohn weiterhin, wenn z.B. die Großeltern nicht einspringen können.

Bis jetzt galt: Elternpaare bekommen zusammen 20 bezahlte Krankentage (jeder Elternteil zehn) und Alleinerziehende insgesamt 20. Das gilt für alle Kinder unter zwölf Jahren. 

Wegen der Corona-Krise in diesem Jahr wird die Anzahl der Kinderkrankentage aufgestockt. Das hat die Koalition am Dienstag beschlossen. Elternpaare bekommen jeweils fünf weitere Tage, Alleinerziehende zusätzliche zehn Tage bezahlt.

Macht zusammen 30 Tage Kinderkrankengeld. Gefordert wurde eine Verlängerung der 20-Tage-Regelung schon lange. Allerdings gilt sie nur für 2020!

Krankenkasse springt ein

Als "nicht erhebliche Zeit" gilt in der Regel ein Zeitraum von höchstens fünf Tagen am Stück. Doch in den meisten Arbeitsverträgen steht, dass der Arbeitgeber grundsätzlich kein Kinderkrankengeld zahlt! Dann springt immer die Krankenkasse ein. Voraussetzung ist ein Attest vom Kinderarzt ab dem ersten Krankheitstag. Privatversicherte haben keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld.

So beantragen Sie das Kinderkrankengeld

  1. Attest vom Kinderarzt holen
  2. Auf der Vorderseite stehen die Daten des Kindes und die Dauer der Erkrankung. Auf der Rückseite muss der Antragsteller die eigenen Daten eintragen: Name und Anschrift, Geburtsdatum, Versichertennummer und Bankverbindung.
  3. Ankreuzen, dass man laut Arbeitsvertrag keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung hat. Ggf. ob man alleinerziehend ist.
  4. Unterschreiben und an die Krankenkasse schicken. Der Arbeitgeber bekommt eine Kopie oder einen Durchschlag per Post oder E-Mail.

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Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 26. August 2020 | 17:15 Uhr

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