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Beim Entlastungspaket der Bundesregierung sind Rentnerinnen und Rentner bislang leer ausgegangen. Bildrechte: imago images/imagebroker

Auszahlung im DezemberAuch Rentner bekommen die 300 Euro Energiepreispauschale

Stand: 21. November 2022, 17:35 Uhr

Um die steigenden Energiekosten zu stemmen, werden Wohngeldempfänger mit einer Energiepreispauschale bedacht. Wer steuerpflichtig erwerbstätig ist, bekommt 300 Euro Zuschuss. Zunächst waren Rentner und Studenten leer ausgegangen, doch das hat sich mit dem dritten Entlastungspaket geändert. Jetzt hat auch der Bundestag die Entscheidung abgenickt.

Wann wird die Energiepreispauschale ausgezahlt?

Der Bundestag hat der Energiepreispauschale von 300 Euro für Rentnerinnen und Rentner zugestimmt. Die Pauschale soll bis Mitte Dezember als Einmalzahlung ausgezahlt werden. Die Kosten des Bundes dafür belaufen sich auf 6,4 Milliarden Euro.

Muss man die Energiepreispauschale beantragen?

Die Auszahlung erfolgt automatisch, Anträge sind nicht nötig. Die SPD-Politikerin Kerstin Griese sprach von einer "schnellen, unkomplizierten und umfassenden Umsetzung" des Gesetzes.

Es gehe nun um "zielgerichtete Hilfen", da die hohen Energiepreise für viele Menschen existenzbedrohend seien. Nach ihren Angaben werden rund 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner von der Pauschale profitieren.

Wer hat Anspruch auf die 300 Euro?

Anspruch auf die Einmalzahlung hat, wer seinen Wohnsitz im Inland hat und zum Stichtag 1. Dezember einen Anspruch auf eine Alters-, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente der gesetzlichen Rentenversicherung.

Auch Versorgungsbeziehende bekommen die 300 Euro - also alle, die Anspruch auf Bezüge nach dem Beamtenversorgungs- oder dem Soldatenversorgungsgesetz haben.

Rentner waren zunächst leer ausgegangen

Die Energiepauschale für Menschen im Ruhestand ist Teil des dritten Entlastungspakets der Ampel-Regierung. Im Entlastungspaket vom März waren Millionen Rentner und Rentnerinnen bei der dort enthaltenen Energiepauschale leer ausgegangen. Das war reichlich kritisiert worden.

Erneute Kritik: Unfallopfer, Opfer von Gewalttaten und Freiberufler werden nicht bedacht

Doch auch die neue Regelung erntet Kritik. Denn Unfallopfer und Opfer von Gewalttaten, die Renten erhalten, werden auch dieses Mal ebenso wenig bedacht wie Freiberufler.

BRISANT/AFP

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Dieses Thema im Programm:Das Erste | BRISANT | 20. Oktober 2022 | 17:15 Uhr