Neue Regelsätze Ab Januar: Mehr Kindergeld und erhöhter Hartz-IV-Satz

Höhere Hartz-IV-Sätze und mehr Kindergeld: Der Bundesrat hat am Freitag eine Reihe von Gesetzen beschlossen, von denen ab dem kommenden Jahr Arbeitslose und Familien profitieren.

Zwei Paar Babysocken auf einer Wäscheleine
Ab Januar 2021 gibt es mehr Kindergeld vom Staat. (Archiv) Bildrechte: imago/McPHOTO

Das Arbeitslosengeld II für Alleinstehende steigt um 14 Euro auf 446 Euro, beim Kindergeld gibt es ein Plus von 15 Euro. Bei Hartz-IV steigt der Regelsatz für Jugendliche ab 14 Jahren um 45 Euro auf 373 Euro. Ehegatten und Partner erhalten künftig 401 Euro, Erwachsene unter 25 Jahren ohne eigenen Haushalt 357 Euro. Zudem beträgt der Regelsatz für Kinder bis fünf Jahre statt bisher 250 Euro im neuen Jahr 283 Euro. Für die Sechs- bis 13-Jährigen erhöht sich der Satz um nur einen Euro auf 309 Euro.

Kindergeld: Plus von 15 Euro

Das Kindergeld steigt für das erste und zweite Kind ab Januar 2021 auf jeweils 219 Euro, für das dritte Kind 225 Euro und für jedes weitere Kind je 250 Euro. Die Anhebungen sollen die gestiegenen Kosten zum Lebensunterhalt berücksichtigen. Auch der Kinderfreibetrag wird entsprechend um 576 Euro auf 8.388 Euro angehoben. Dieser wird ab einer bestimmten Einkommenshöhe alternativ zum Kindergeld gewährt.

Steuerlicher Grundfreibetrag erhöht

Mit dem Gesetz wird auch der steuerliche Grundfreibetrag, auf den man keine Einkommenssteuer zahlen muss, um 336 Euro auf 9.744 Euro angehoben, in einem zweiten Schritt dann 2022 noch einmal um 240 Euro auf 9.984 Euro. Zudem gibt es Erleichterungen im Steuertarif zum Ausgleich für die sogenannte kalte Progression. Diese beschreibt den Effekt, dass Einkommenssteigerungen in Verbindung mit der Inflation durch den progressiven Steuertarif teilweise aufgezehrt werden.

ten/dpa/afp

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 27. November 2020 | 17:15 Uhr

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