Ex-Frau und Kind ermordet Bluttat am Jungfernstieg: Lebenslang für den Täter

BRISANT | 15.02.2019 | 17:15 Uhr

Auf dem Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg stach ein 34-Jähriger auf seine Ex-Frau und die kleine Tochter ein. Fahrgäste wurden Zeugen des schrecklichen Verbrechens. Nun hat das Hamburger Landgericht sein Urteil gesprochen.

Der wegen zweifachen Mordes angeklagte 34-Jährige aus dem westafrikanischen Niger steht im Landgericht und hält sich eine Mappe vor sein Gesicht.
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Für den Mord an seiner Ex-Freundin und der gemeinsamen Tochter hat das Landgericht Hamburg einen 34-Jährigen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem stellte die Strafkammer die besondere Schwere der Schuld fest. Die Tat an der S-Bahnstation Jungfernstieg habe weit über den Kreis der Angehörigen hinaus für Erschütterung und Entsetzen gesorgt, sagte der Vorsitzende Richter Joachim Bülter zu dem Angeklagten.

Sie […] haben durch die Tötung Ihrer Frau und Tochter etwas Furchtbares angerichtet.

Joachim Bülter | Vorsitzender Richter

Mit einem Messer tödlich verletzt

Der Angeklagte aus dem westafrikanischen Niger hatte die fünffache Mutter und sein Kind Mariam am 12. April 2018 vor den Augen zahlreicher Passanten auf einem Bahnsteig am S-Bahnhof Jungfernstieg mit einem Messer tödlich verletzt. Hintergrund war nach Überzeugung der Anklage ein Sorgerechtsstreit.

Tochter "zum Werkzeug seiner Rache" gemacht

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte erst seiner Tochter, die in einem Buggy saß, in den Bauch gestochen und ihr dann nahezu vollständig den Kopf abgetrennt. Der Angeklagte habe Mariam dabei "zum Werkzeug seiner Rache" an der in der Nähe stehenden Mutter gemacht. Dann habe er auch die 34-jährige angegriffen.

Ob der Angeklagte vor der vollständigen Verbüßung der Haftstrafe in sein Heimatland abgeschoben werde, habe das Gericht nicht zu entscheiden, sagte Bülter. Dies sei Sache der für die Strafvollstreckung zuständigen Staatsanwaltschaft. 

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Februar 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2019, 21:38 Uhr

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