Extreme Niederschläge Unwetter-Tief Axel und Schneeschmelze sorgen für Überschwemmungen

BRISANT | 21.05.2019 | 17:15 Uhr

Ein Unwettertief hat mit Dauerregen in der Mitte und im Süden Deutschlands für Überschwemmungen, Sperrungen und Verkehrsbehinderungen gesorgt. Im niedersächsischen Helmstedt wurden Teile eines Krankenhauses evakuiert.

Der Alpsee bei Immenstadt tritt nach Dauerregen über die Ufer
Der Alpsee bei Immenstadt ist nach dem Dauerregen der vergangenen Tage über die Ufer getreten. Hinzu kommt: Der Schnee in den Bergen schmilzt. Bildrechte: dpa

Deckenplatten begannen herunterbröckelten, teilte die betroffene Klinik St. Marienberg mit. Betroffen davon war vor allem der Kreißsaal. Verletzt wurde niemand. Die Patienten wurden auf andere Stationen verlegt. Auch in anderen Orten gab es Regenmengen von bis zu 100 Litern pro Quadratmeter.

Hochwasseralarm im baden-württembergischen Wangen

Im baden-württembergischen Wangen löste die Stadt in der Nacht zum Dienstag Hochwasseralarm aus. Schutzwände seien errichtet und mehrere Straßen gesperrt worden. Am Dienstag ist weiter mit Starkregen zu rechnen. Bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter prognostizieren Wetterexperten für den Ort Wangen.

Feuerwehrleute schieben ein Auto aus den Fluten eines übergelaufenen Bachs
Bäche im Kasseler Osten sind durch die andauernden Niederschläge übergelaufen. Bildrechte: dpa

A44 bei Kassel gesperrt

In Hessen musste die Autobahn 44 bei Kassel wegen einer überschwemmten Fahrbahn gesperrt werden. Betroffen war die Strecke vom Dreieck Kassel-Süd in Richtung Dortmund. Die Sperrung sollte bis zum Dienstagmittag andauern, sagte ein Polizeisprecher. Vor allem im Norden und Osten Hessens liefen zahlreiche Keller voll. Mehrere Straßen wurden überflutet. In dem Bundesland galten am Dienstag weiter Warnungen vor Dauerregen. In Osthessen galt die Unwetterwarnstufe drei von vier.

Starkregen und einsetzende Schneeschmelze im Süden

Auch der Osten von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie ganz Baden-Württemberg und Bayern waren laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) weiter von Starkregen und ergiebigem Dauerregen betroffen. Im Allgäu warnte der DWD vor extremen Niederschlägen und Sturmböen. Dort galt die höchste Unwetterwarnstufe. Vor allem im Süden Bayerns mussten Straßen und Bahnstrecken gesperrt werden. Es regnet weiter, hinzu kommt die Schneeschmelze - die Lage könnte sich noch zuspitzen. Allein die bereits gefallene Regenmenge am Alpenrand liegt bei 200 Litern pro Quadratmeter.

Ein Lkw fährt auf einer überfluteten Straße
Im bayerischen Unterwössen sind die Straßen am Alpenrand überflutet. In weiten Teilen Bayerns sind Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz. Bildrechte: dpa

Zugausfälle und Verspätungen in Südbayern

Auf den Strecken Murnau - Garmisch-Partenkirchen und Erding-Markt - Schwaben konnten zeitweise keine Züge fahren. Die Deutsche Bahn kündigte Ersatzverkehr an. Auf der Strecke Augsburg-Ulm waren nach einer Sperrung die Züge am Dienstagmittag wieder mit Tempo 70 unterwegs, es gab laut Bahn leichte Verspätungen.

Quellen: dpa

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 21. Mai 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Mai 2019, 18:18 Uhr

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