Fahndungsbild Mutmaßlicher Serienvergewaltiger in Potsdam gefasst

Innerhalb weniger Wochen soll ein Serientäter in Berlin und Brandenburg sieben Frauen überfallen und mindestens fünf von ihnen vergewaltigt haben. Die Polizei Berlin hatte öffentlich nach ihm gefahndet. Jetzt ist er in Wannsee gefasst worden - wenige Stunden, nachdem er in Potsdam ein weiteres Opfer missbraucht hatte.

Ein Fahdungsfoto eines Mannes
Mit diesem Foto aus einer Überwachungskamera fahndete die Polizei Berlin nach dem mutmaßlichen Serienvergewaltiger. Nach seiner Festnahme darf der mutmaßliche Täter nicht mehr offen gezeigt werden. Bildrechte: Polizei Berlin

Mit Bildern aus Überwachungskameras haben Ermittler der Polizei und Staatsanwaltschaft Berlin nach einem Mann gesucht, der dringend verdächtig ist, im Juni eine Tatserie von sieben Vergewaltigungen bzw. versuchten Vergewaltigungen in Berlin und Brandenburg begangen zu haben. Am gestrigen Dienstag (14.07.) kam ein weiterer Missbrauch dazu. Danach ist der mutmaßliche Täter gefasst worden.

Weitere Vergewaltigung trotz öffentlicher Fahndung

Beim letzten Opfer des Täters soll es sich wieder um eine Joggerin gehandelt haben. Die Frau sei auf einem Waldweg zwischen Babelsberg und Dreilinden unterwegs gewesen, als sie von dem Verdächtigen angesprochen und nach dem Weg gefragt worden sei. Danach soll der Mann die Frau überfallen und vergewaltigt haben.

Nach Flucht Festnahme in Wannsee

Die wenig später eingetroffene Polizei soll in der Nähe des Tatorts einen Mann festgestellt haben, auf den die Täterbeschreibung passte. Als der Mann die Polizisten wahrnahm, soll er die Flucht ergriffen haben. Erst Stunden später konnte der Verdächtige in Wannsee festgenommen werden.

Fünf (versuchte) Vergewaltigungen im Bereich des Grunewalds

Seit dem 12. Juni 2020 war es zu fünf (zum Teil versuchten) Vergewaltigungen im Bereich des Grunewalds gekommen. Zu einer Tat haben die Ermittler die mutmaßlich angegriffene Frau bislang nicht ausfindig machen können. Am Nachmittag des 25. Juni hatte ein Zeuge gemeldet, dass er auf einem Waldweg nahe des Teufelsberges eine mutmaßliche Vergewaltigung beobachtet hätte. Alarmierte Polizisten konnten dort jedoch weder Täter noch Opfer feststellen.

Laufschuhe
Am 28. Juni soll der mutmaßliche Täter eine Joggerin in Kleinmachnow drei Stunden lang in seiner Gewalt gehabt und mehrfach vergewaltigt haben.  Bildrechte: Colourbox.de

Zwei weitere Taten in Kleinmachnow und Bernau

Durch gemeinsame Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft in Berlin und Brandenburg haben dem mutmaßlichen Vergewaltiger zwei weitere Taten in einem Waldgebiet bei Kleinmachnow und im nordöstlich von Berlin gelegenen Bernau zugeordnet werden können. Aufgrund der sichergestellten Spuren an den Tatorten, gerichtsmedizinischen Untersuchungen sowie übereinstimmender Zeugenaussagen sind die Ermittler davon ausgegangen, dass für die Taten ein Serientäter verantwortlich war.

Mit Bildern aus Überwachungskameras, die am Tatabend 15. Juni 2020 in Bernau-Friedental aufgenommen worden waren, hatten die Ermittler nach dem Tatverdächtigen gesucht und um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 15. Juli 2020 | 17:15 Uhr

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