Wochenend-Fahrverbot Urlauber empört: Tirol sperrt Landstraßen für Reiseverkehr

BRISANT | 21.06.2019 | 17:15 Uhr

Bei Stau schnell von der Autobahn abfahren, um Zeit zu sparen oder die Maut zu umgehen: Das machen regelmäßig deutsche Urlauber in Tirol. Doch damit ist pünktlich zur Ferienzeit Schluss!

Verkehrsanzeigentafel auf der Inntal-Autobahn bei Innsbruck
Bildrechte: imago/Action Pictures

Große Aufregung unter Urlaubsreisenden: Im österreichischen Bundesland Tirol gilt ab sofort ein Fahrverbot auf Landstraßen. Urlauber, die zur Umfahrung von Staus oder zur Vermeidung der Maut auf österreichischen Autobahnen lieber die Landstraßen nutzen möchten, werden von der Polizei zurückgeschickt.

Autobahnabfahrten um Innsbruck sollen gesperrt werden

Im Großraum Innsbruck sollen im Zuge der Maßnahmen die Autobahnabfahrten für den Durchgangsverkehr sogar ganz gesperrt werden, erläutert der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter. Vor allem die vom Transitverkehr betroffenen Dörfer auf der Strecke zwischen Deutschland und Italien sollen so entlastet werden.

Regelung gilt an allen Wochenende bis Mitte September

Die drastische Maßnahme der Tiroler Regierung soll an allen Wochenenden von Samstag, 7:00 Uhr bis Sonntag, 19:00 Uhr gelten - und zwar bis Mitte September. Die Fahrverbote gelten für den gesamten Verkehr – egal ob Auto, Laster oder Motorrad. Autofahrer, die direkt nach Innsbruck oder in die umliegenden Dörfer wollen, sind aber nicht betroffen, versicherte Platter.

Hier gelten die neuen Regelungen Betroffen sind die Ausfahrten zwischen Hall und Zirl auf der Inntalautobahn (A12), sowie bei Patsch und bei Gries am Brenner auf der Brennerautobahn (A13). Die Brennerstraße selbst ist von den Verboten nicht betroffen.

Navis zeigen Umfahrungen nicht mehr an

Inzwischen seien auch Vorkehrungen getroffen worden, dass die Navigationsgeräte die Umfahrungen nicht mehr anzeigen, hieß es weiter. Dazu seien den Navi-Betreibern die aktuellen Verkehrsdaten in Zusammenhang mit dem Verbot zur Verfügung gestellt worden, erklärt der Leiter der Tiroler Verkehrspolizei, Markus Widmann. Da aber nicht sicher sei, dass die Navi-Anbieter die neuen Daten auch einspeisen, sollen an den gesperrten Ausweichrouten auch Polizeistreifen kontrollieren.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 21. Juni 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 21. Juni 2019, 23:05 Uhr

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