Das Konterfei von Walter Lübcke (CDU) ist hinter einem Bundeswehrsoldaten am Sarg bei einem Trauergottesdienst in der Martinskirche zu sehen.
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Extremismusverdacht Fall Lübcke: Generalbundesanwalt ermittelt

Im Fall des erschossenen Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke hat sich der Verdacht auf Rechtsterrorismus erhärtet. Der Generalbundesanwalt hat den Fall übernommen. Am Wochenende war ein 45-Jähriger festgenommen worden.

Das Konterfei von Walter Lübcke (CDU) ist hinter einem Bundeswehrsoldaten am Sarg bei einem Trauergottesdienst in der Martinskirche zu sehen.
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Generalbundesanwalt: "Besondere Bedeutung"

Nach dem tödlichen Schuss auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und der Festnahme eines Tatverdächtigen hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen. Das teilte eine Behördensprecherin am Montag in Karlsruhe mit.

Zu den Gründen für die Übernahme sagte die Sprecherin nichts. Laut SWR sieht der Generalbundesanwalt "eine besondere Bedeutung des Falls". Dann werden auch Ermittlungen gegen Einzeltäter übernommen, etwa wegen des Ausmaßes der Rechtsverletzung und der Auswirkungen der Tat. Normalerweise verfolgt die Behörde Taten terroristischer Vereinigungen.

Ein Absperrband und ein Polizeiauto vor dem Haus des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.
Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde am 2. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses erschossen. Bildrechte: dpa

45-Jähriger in U-Haft

Spezialkräfte hatten am Samstagmorgen einen 45-Jährigen in Kassel festgenommen. Seit Sonntag sitzt der Mann unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Sein Motiv ist bislang unklar.

Der Tatverdächtige soll zumindest in der Vergangenheit Verbindungen in die rechtsextreme Szene gehabt haben. Darüber hatten auch mehrere Medien berichtet. Der CDU-Politiker Walter Lübcke war am 2. Juni erschossen worden.

Zuletzt aktualisiert: 17. Juni 2019, 11:09 Uhr

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