Proteste gegen US-Präsident Trump als Baby und auf Gold-Klo in London

BRISANT | 04.06.2019 | 17:15 Uhr

Demonstranten haben am Dienstag (04.06.) in London ihrem Unmut über den Staatsbesuch von Donald Trump auf fantasievolle Weise Luft gemacht. Der US-Präsident selbst findet den Besuch "fantastisch".

Proteste gegen Donald Trump in London
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Baby-Trump und Gold-Toilette

Einige Demonstranten ließen einen Protestballon in Form eines riesigen Trump-Babys in Windeln in die Luft steigen. Nicht weit davon entfernt - am Trafalgar Square - bauten sie einen knapp fünf Meter großen sprechenden Donald-Trump-Roboter auf, der mit heruntergelassener Hose auf einer Goldtoilette sitzt und twittert. Andere verkauften Klopapier mit Trumps Gesicht darauf oder protestierten mit Schildern, auf denen stand "Trump ist eine Gefahr für die Welt".

250.000 Demonstranten

Einige Medienberichte waren zuvor sogar von bis zu 250.000 Demonstranten ausgegangen. Die Organisatoren der Veranstaltung warfen Trump Sexismus und Rassismus vor. Vor Trump bekamen nur zwei US-Präsidenten eine Staatsvisite in Großbritannien: George W. Bush und Barack Obama. Millionen Briten hatten eine Petition unterschrieben, um die Visite Trumps zu verhindern.

Demonstranten halten Schilder mir Anti-Trump Slogans hoch.
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Trump macht Wahlkampf für Johnson

Trump hatte sich gleich zu Beginn seines Besuchs ein Twitter-Scharmützel mit Londons Bürgermeister Sadiq Khan geliefert, der ihn an den "sehr dummen und inkompetenten" Bürgermeister von New York, Bill de Blasio, erinnere, so Trump. Ärger verursachte der US-Präsident auch, weil er öffentlich für den britischen Ex-Außenminister Boris Johnson als Nachfolger der scheidenden Premierministerin Theresa May geworben hatte. Damit verstieß er gegen diplomatische Gepflogenheiten.

18.09.2017, US-Präsident Donald Trump spricht zum britischen Außenminister Boris Johnson bei einem Treffen im Vorfeld der UN-Generaldebatte.
US-Präsident Donald Trump und der britische Außenminister Boris Johnson. (Archiv) Bildrechte: dpa

Kleine und große Fettnäpfchen

Auch der Besuch des US-Präsidenten begann dann alles andere als glücklich. So verzichteten er und seine Frau Melania bei der Begrüßung der Queen auf eine Verbeugung bzw. einen Knicks. Zudem soll Trump das royale Protokoll am Abend beim Staatsbankett gebrochen haben. So soll er die Monarchin nach ihrer Rede berührt haben, was ein absolutes No-Go wäre.

Der US-Präsident Donald Trump hört zu, wie Königin Elizabeth II. während eines Staatsbanketts im Buckingham Palace am 3. Juni 2019 in London, England, eine Rede hält.
Queen Elizabeth II. und Donald Trump beim Staatsbankett am Montagabend. Bildrechte: Getty Images

Trump: Königsfamilie sei "fantastisch"

Trump selbst twitterte fast überschwänglich, sein Besuch in London laufe sehr gut. Die Queen und die gesamte Königsfamilie seien "fantastisch" und die Verbindung zu Großbritannien sei sehr stark.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 04. Juni 2019 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Juni 2019, 16:26 Uhr

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