Fragen und Antworten zum Thema Grippe und Co.

BRISANT | 16.10.2018 | 17:15 Uhr

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann beantwortet die wichtigsten Fragen zu Grippe und Co.


Wann bezahlt die Krankenkasse die Impfung?

Wenn man beruflich viel Kontakt zu anderen Menschen hat, trägt die Krankenkasse die Kosten. Das gilt beispielsweise für Lehrer, Verkäufer und medizinisches Personal. Die Impfung ist zudem kostenlos für Menschen ab 60 Jahren, für chronisch Kranke und für Schwangere.


Was ist neu in diesem Jahr?

In der kommenden Grippe-Saison ist der Vierfach-Impfstoff Standard. Das bedeutet, dass dieser gegen die vier Grundformen des Virus wirkt. Bei der im März zu Ende gegangenen Grippewelle hatten die meisten noch einen Dreifach-Impfstoff bekommen.


Wann beginnt die Grippe-Saison?

Auch wenn die Freibäder teilweise noch geöffnet haben: Impfungen gegen Grippe sind im Oktober und November sinnvoll. Nach dem Stich mit der Nadel dauert es 10 bis 14 Tage, bis sich der Impfschutz vollständig aufbaut. Die Grippe-Wellen starten meist im Dezember oder Januar.


Schützt die Impfung vor Grippe?

Nein, einen hundertprozentigen Schutz vor Grippe gibt es nicht. Nach RKI-Angaben ist etwa die Hälfte der Geimpften geschützt. Die Unsicherheit betrifft vor allem Ältere, deren Immunsystem generell weniger gut auf Impfungen anspricht. Es hat aber auch mit den sich ständig ändernden Viruseigenschaften zu tun.

Es kann sein, dass die zirkulierenden Influenzaviren nicht gut mit den im Impfstoff enthaltenden Virusstämmen übereinstimmen. Deshalb kann es auch bei Geimpften zu einer Influenzaerkrankung kommen, in der Regel aber mit milderem Verlauf.


Wie erkenne ich eine Grippe?

Symptome einer Grippe sind ein plötzlicher Krankheitsbeginn mit hohem Fieber, Erschöpfung, Husten und starken Gliederschmerzen. Grippe wird bereits über kleinste Tröpfchen - ein Niesen reicht - übertragen. Ein grippaler Infekt, wie eine Erkältung auch genannt wird, hat mit der echten Grippe nichts zu tun. Beide werden durch verschiedene Erreger verursacht. Im Gegensatz zu einer normalen Atemwegserkrankung, die meist nach wenigen Tagen überstanden ist, schlägt die Virusgrippe schnell und heftig zu.


Was hilft bei Grippe?

Antibiotika helfen nicht. Sie wirken nur gegen Bakterien - Grippe werde aber durch Viren ausgelöst, erklärte Reimann. Wer eine Grippe habe, solle am besten im Bett bleiben. Der Körper könne sich nur bei Ruhe schnellstmöglich erholen. Zudem helfe es, viel Tee zu trinken.


Wie lange hält die Grippe-Impfung?

Nur ein Jahr. Ein dauerhafter Impfschutz sei noch nicht in Sicht, so die Einschätzung der Gesundheitsministerin.

Dieses Thema im Programm: Das Erste | BRISANT | 16. Oktober 2018 | 17:15 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2018, 20:54 Uhr

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